Frage von Swanery03, 44

Unzufrieden mit Nase?

Hallo,

ich bin 17 jahre alt und habe einen Buckel auf der Nase, welchen ich früher nicht hatte. Als ich etwas kleiner war habe ich mir die Nase gebrochen und somit hab ich einen Buckel der aber nur auf die rechte Seite geht (verständlich?) also meine Nase ist durch den Buckel insgesamt leicht nach rechts gebogen. Nun ich habe gehört das ich zum Arzt gehen kann und falls ich eine schiefe Nasenscheidewand habe, wird mir bei der OP der Buckel gleich mit wegoperiert (mit wenig bis kaum Kosten). Soll ich dem Arzt meine Absicht (den Buckel wegzubekommen) denn wirklich als Hauptgrund der OP nennen ? Ist sowas wirklich möglich?

Antwort
von corvusMaximus, 19

Diese Frage lässt sich aus der Ferne schwierig beantworten...lass es mich versuchen! Bis vor ein paar Jahren hatte ich ähnliche Probleme mit meiner Nase wie du. Nasenscheidewand krumm, großer Höcker, geschwollene Nasenmuscheln, schleche Nasenatmung mit negativer Auswirkung auf die Ohren. Alle konservativen Therapieansätze haben versagt. Da es bei mir so war, dass der Höcker zu einer Nasenatmungsbehindung geführt hat (nennt sich Spannungsnase), hat meine gesetzliche Krankenkasse diese OP bezahlt. Auch meine private Zusatzversicherung (Chefarzt, Zweibettzimmer) hat bezahlt. Da das Ergebnis der ersten OP nicht zufriedenstellend war, wurde sogar die zweite OP (ein Jahr später) bezahlt. Wenn also der Höcker zu einer schlechten Nasenatmung führt, stehen die Chancen gut, dass deine Kasse auch die Höckerentfernung bezahlt. An deiner Stelle würde ich wie folgt vorgehen: Gehe zu einem HNO und schildere ihm deine Symptome. Sage, dass du den Höcker gerne entfernt haben möchtest. Die meisten HNOs können es nicht gut beurteilen, ob der Höcker zu einer Nasenatmungsbehinderung führt. Daher soll dich der HNO zu einem speziellen HNO-Arzt überweisen, der eine Zusatzausbildung für "Plastische Operationen" hat. Dieser spezielle Arzt sollte ein erfahrener Nasenoperateur sein, da die bevorstehende OP (Septorhinoplastik) eine sehr schwiereige OP ist. Du solltest deinen einweisenden Arzt fragen, welchen Nasenoperateur er dir empfehlen kann. Davon gibt es nämlich nicht so viele. Geschickt ist es, wenn der Nasenoperateur ein Krankenhausarzt ist. Wenn dieser Arzt für die OP eine medizinische Indikation sieht, dann sollte einer Kostenübernahme durch deine Krankenkasse nichts im Wege stehen (ich musste z.B. meine Krankenkasse gar nicht fragen, ob sie die OPs bezahlt). Sollte der Höcker nicht zu einer funktionellen Beeinträchtigung führen, müsstest du die zusätzlichen Kosten selbst tragen. Das kann - muss aber nicht - teuer werden. Als Hauptgrund der OP musst du natürlich deine Nasenatmung nennen, sofern du darunter leidest. Wenn du darunter nicht leidest, ist es wohl eher eine Schönheits-OP...

Kommentar von corvusMaximus ,

Was mir noch eingefallen ist:

Falls es eine Schönheits-OP wird, bezahlt die Kasse nur in Ausnahmefällen (z.B. wenn du durch deinen Buckel psychische Probleme bekommst).

Wenn du eine Unfallversicherung hast, könnte es sein, dass sie bezahlt. Das geht aber nur, wenn kosmetische OPs versichert sind und wenn der Unfall noch nicht zu lange her ist. Oder falls es Funktionsbeinträchtigungen an der Nase (durch den Unfall) gibt.

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