Frage von PCMouse, 60

Untervermietung ohne Einverständnis des Vermieters, was tun?

Vor sechs Monaten wurde eine Immobilie geerbt, die zum Teil an einen christlichen Verein (also nicht gewerblicher und nicht zu Wohnzwecken) vermietet ist. Untervermietung ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Vermieters gestattet; diese wurde jedoch nicht erteilt.  Durch Zufall kam nun heraus, dass seit geraumer Zeit, vermutlich seit Jahren, trotzdem untervermietet wurde.  Kann eine Einsicht in den Vertrag verlangt werden oder Auskunft über den Betrag, der vom Untermieter geleistet wird? Kann eine finanzielle Entschädigung gefordert ? Wie würde eurer Meinung nach eine für beide Seiten vernünftige künftige Regelung aussehen? Danke im voraus für Tipps und Ratschläge

Expertenantwort
von Gerhart, Community-Experte für Mietrecht, 24

Da die Vermietung nicht zu Wohnzwecken erfolgte, fällt sie automatisch unter das Gewerbemietrecht. Auch hier gilt, dass die ungenehmigte Gebrauchsüberlassung an Dritte die fristlose Kündigung nach sich ziehen kann. Mit dem Mieter kann über ungerechtfertigte Bereicherung diskutiert werden, falls du keine Kündigung aussprechen willst. Der Verein hat wohl schlechte Karten, wenn er eine mündliche Erlaubnis des Voreigentümers unter Beweis stellen wöllte.

Antwort
von xAdmiralAckbarx, 28

Ich würde erst mal versuchen rauszufinden ob eine mündliche Genehmigung absolut ausgeschlossen werden kann. Gerade wenn der Vorbesitzer gestorben ist, kann es gut sein, dass es sich um etwaige mündliche Absprachen handelt. Ich pers. würde jedenfalls den Verein mal kontaktieren und die Untervermietung einfach abklären. Recht auf Einsicht in den Vertrag besteht nicht. Finanzielle Entschädigung? Was soll denn da entschädigt werden? Die Verbrauchsabrechnung dürfte unabhängig von einer Personenanzahl erfolgen, oder? 

Finanzielle Vor- und Nachteile dürften sich für dich nicht ergeben.... 

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