Unterstützung für Alleinunternehmer
Hallo,
Wenn man ein bereits existierendes Handwerksuntnernehmen übernimmt und es dann als Alleinunternehmer führt, bekommt man Zuschüsse vom Staat um die Anfangsphase überbrücken zu können? Wenn ja, was für Zuschüsse wären das dann?
MfG
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Antwort von PinkieeePie 31.12.20121 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Hallo, Mein Mann hat vor vier Jahren einen bestehenden Kfz-Handwerksbetrieb übernommen.Welche Förderprogramme oder Zuschüsse für Deinen Betrieb in Frage kommen, hängt von verschiedenen Faktoren und Vorraussetzungen ab, z.B.: Bundesland, Übernahme der Mitarbeiter u.a. Zuerst solltest Du daher unbedingt die kostenlose Existenzgründerberatung über die Handwerkskammer in Anspruch nehmen.Dir wird dann ein Gründungsberater zur Seite gestellt, der Dich dann kompetent berät, unterstützt und durch die Anfangszeit der Existenzgründung begleitet.Die wissen ganz genau, was Dir in Deinem fall an Fördermaßnahmen zusteht, welche Vorraussetzungen du erfüllen musst, wo Du etwas beantragen kannst. Unser Berater war mehrfach bei uns zu Hause und hat sich immer richtig viel Zeit genommen.
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Ja, gibt es. In welcher Stdt bist du? Ich sende dir gern die passende Info zu. LG babs
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Vielen Dank für deine Antowrt und den hilfreichen Informationen.
Das die Handwerkskammer das begleitet ist nach meinem Wissen nicht der Normalfall! Und wenn sie beraten, dann gibt es immer dieses kleine Problem - Alle Handwerker sind Mitglied und die neuen Mitglieder sollen gegen die Alten aufgestellt werden? Da wird es wohl einen Zielkonflikt geben. Schön wenn es bei Deinem Mann gut gelaufen ist, selbstverständlich ist das nicht.
Fördergelder sind mit einem riesen Problem behaftet. Die Beantragung und das Antragsverfahren verbrauchen häufig so viel Zeit, dass man das sehr genau mit einkalkulieren muss. Dabei ist dann das Problem,. die Vorhaben müssen sehr genau beschrieben sein. Also heute einen Antrag stellen und dann mit der Suche und Verhandlung beginnen funktioniert leider nicht. Da machen die Verkäufer oft nicht mit. Es sei denn, die wollen zum 1.1.2014 übergeben. Dann wäre es natürlich gut.
Förderungen laufen zu einem großen Teil über die Kfw-Bank. Die sind in der Regel verbilligte Darlehen. Die dann wieder von Deiner Bank beantragt werden muss. Viele Banken machen das sehr ungern. Sie wollen lieber selber das Geld verdienen. So sind sie bei den meisten Paketen in der Haftung und bekommen nur eine Provision.
Bei solchen Anfragen hat es schon zu Kontokündigungen durch die Bank geführt.
Also ein empfindliches Pflaster. Aber mit sinnvoller Planung und Strategie kann man das natürlich lösen. Doch sollte man immer zwei Alternativen haben. Mit und ohne Fördermittel. Nach meiner Erfahrung (ich hätte die Gründungen die ich begleitet habe mal zählen sollen) kommt in der Regel die ohne Förderung in Betracht.
Wobei die Sparkassen in der Regel am offensten für Förderkredite sind, da sie ja selbst eine Bank der öffentlichen Hand sind.
Eine Begleitung durch einen erfahrenen Unternehmensberater kann ich natürlich nur unterstützen. Ich habe immer wieder Leute, die meinen "ganz tolle" Antworten auf die Fragen am Markt zu haben. Nur sie haben in der Regel nichts. Und dann geht es gleich abwärts.
Viele schrecken vor dem Wort Planung zurück, weil das doch gar nicht gehe. Anders rum. Die die einfach so los legen sind die, die am schnellsten untergehen. Wenn man dann auch noch auf die übliche Form der Planung hinweist, dann sind die letzten weg. (Nicht ganz so schlimm, sonst könnte ich das ja nicht selbständig machen). Üblich ist ein Businessplan. Das sind die acht wesentlichen Bereiche die da auf den Prüfstand gestellt werden. Diese acht Bereiche funktionieren wie ein Mobile. Wird an einem was verändert, kannst Du davon ausgehen, dass sich da direkte und indirekte Änderungen ergeben.
Es klingt kompliziert. Das ist es aber ein Geschäft zu führen. Und inzwischen sage ich es sogar ganz deutlich: Wer das nicht schafft, wird Unternehmer werden können. Wird aber mit etwa 90%-iger Sicherheit sein Lehrgeld zahlen. Dagegen ist dann die Rechnung eines Unternehmensberaters ein Klacks.
Zitat:"Das die Handwerkskammer das begleitet ist nach meinem Wissen nicht der Normalfall" ......Woher nimmst du dieses Wissen? Jede regionale Handwerkskammer bietet Existenzgründerberatungen in enger Zusammenarbeit mit dem Existenzgründerportal des BMWi an und für jeden der sich im Handwerk selbstständig macht sollte/muss die Kammer deshalb zunächst der erste Anlaufpunkt sein
Zitat:"Alle Handwerker sind Mitglied und die neuen Mitglieder sollen gegen die Alten Miglieder aufgestellt werden?da wird es einen Zielkonflikt geben." ........wie kommst du auf diese Aussage? Hier geht es doch nicht um Konkurrenz.
Zudem ging es gar nicht nur um Förderung im Sinne von Krediten und das der Schritt in die Selbstständigkeit nicht von heute auf morgen geht und einer sorgfältigen Planung bedarf ist doch ohnehin klar und gerade deswegen ist jeder Existenzgründer mit einem Experten an seiner Seite auch immer gut beraten. Zudem wird die Gründungsberatung staatlich gefördert und bezuschusst.