Frage von wurstbemmchen, 115

Unterschiedliche Behandlung von Geschwistern?

Ich frage mich wie Eltern mit mehreren Kindern und gewissen altersdifferenzen die unterschiedlichen Rechte umsetzen, ohne das es Streit und Eifersucht gibt. Sprich: Fernsehkonsum, bettgehzeiten, Naschereien... Bei zwei Jahren mag das noch kein Problem sein. Aber wie ist das bei fünf Jahren und mehr?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sonja66, 48

......ohne das es Streit und Eifersucht gibt.

Das ist wohl ein Ding der Unmöglichkeit  ;-))
Mit Reibereien sollte dringend jeder rechnen!

Bei zwei Jahren mag das noch kein Problem sein. 

Auch da kommt es natürlich vor und hier finde ich es eigentlich "brenzliger", eben weil sie so nah beieinander sind und es zwar seltener vorkommt, dafür aber umso heftiger wird dann.... ;-)

Aber wie ist das bei fünf Jahren und mehr?

Aber hier wird es doch immer deutlicher und klarer. Alles zu seiner Zeit. Bestimmt gibt es Schlupflöcher und Ausnahmen davon, aber ansonsten finde ich es, je höher der Altersunterschied ist, leichter zu händeln.

Ich frage mich wie Eltern mit mehreren Kindern und gewissen altersdifferenzen die unterschiedlichen Rechte umsetzen,

Eltern müssen in jedem Fall selbstsicher immer wieder auf's Neue wichtige Regeln durchsetzen und deren Einhaltung überprüfen.
Das aber tut den Kindern auch gut, vermittelt ihnen Geborgenheit und Sicherheit.
Sind Eltern allerdings sehr überfordert mit all den täglichen Anforderungen, die schon mal auf einem lasten können, so wird es natürlich knapp mit der nötigen Energie für diese Umsetzung, für dieses Durchsetzen......

Vielleicht sollte man Streit und Eifersucht gar nicht sooo vermeiden wollen, gehören beide eben auch mit zum Leben und zum Lernprozeß für alle dazu  ;-))))

Kommentar von wurstbemmchen ,

Ich bin davon ausgegangen, dass man bei geringem Altersunterschied, die Kinder relativ gleich behandeln kann.

Wie sieht dann die Umsetzung in der Praxis aus. ZB der große darf Fernsehen und der kleinere muss aus dem Zimmer gehen? Oder der kleinere schaut zu wie der größere mehr zu naschen bekommt?

Kommentar von Pudelcolada ,

Beim Fernsehen muss der Kleinere rausgehen, klar.
Beim Naschen würde ich eine zweite Raubtierfütterung zu einer anderen Zeit einführen, um den Vorgang nachvollziehbar zu trennen.

Wenn der Kleine noch unter drei Jahren alt ist, reicht es oft, sein Kuchenstück zu halbieren, dann hat er ebenfalls zwei Stücke und fühlt sich gerecht behandelt.

Kommentar von Goodnight ,

Ja, so ist es.

Kommentar von Sonja66 ,

@wurstbemmchen

Ja, ich würde nichts verheimlichen oder versuchen zu vertuschen, vielmehr aufrichtig dazu stehen.
Der eine darf das, der andere eben nicht. Das ist ganz normal. Alles zu seiner Zeit. Dazu sollte man selbst fest stehen!

Ich kann da auch keine Benachteiligung erkennen, denn als der Größere noch kleiner war, durfte er es ja auch nicht.....

Weiter ist es schon auch ein wichtiger Lernprozess, wenn Menschen zum einen lernen, Nein zu sagen und zum anderen lernen, bewusst zu verzichten. Das ist doch nichts Schlechtes.
Kann heute ein Mensch verzichten, mit einem Nein umgehen, ist er doch auf der Siegerseite ;-))

Eigentlich kommt zur ganzen Sache ja noch die Individualität eines jeden mit hinzu.
Dem einen wird etwas erlaubt, dem anderen aber nicht, weil es einfach seinem "Temperament" oder aktuellem Lernprozess oder sonst was, nicht entspricht.

Man entscheidet nach Überlegung nach bestem Wissen und Gewissen und gut. Mehr geht nicht.
Und vieles können die Kinder da ja auch in ihrem späteren Leben noch machen, haben, tun ......

Meiner Ansicht nach kann man Kinder auch mit geringem Altersunterschied nicht zwingend stets gleich behandeln, einfach weil sie unterschiedliche Menschen sind.

Im wirklichen Leben wird man doch auch nicht immer mit anderen gleich behandelt, warum also falsch vorleben?
Wenn ein Kind Benachteiligung anmeldet, so kann man sich ehrliche Gedanken dazu machen und ausfindig machen, ob dem wirklich so ist. Dabei sollte man aber nie eines mit dem anderen gleich vergleichen, weil dem ja gar nicht so ist.

Antwort
von Vivibirne, 8

Bei uns gelten die gleichen regeln in bezug auf wachbleiben, handykonsum und taschengeld wobei sie 14 und ich 17 bin
Ausgehen darf ich länger bzw wegbleiben. Und den laptop kann ich solange verwenden wie ich will, bei ihr ist er um 22 uhr am Wochenende aus.

Antwort
von Pudelcolada, 29

Auch jüngere Kinder verstehen, dass sie noch nicht soviel dürfen und können (und auch "müssen") wie ältere.
Es kommt immer auf die altergemäße Erklärung an.

Aber sie haben auch sehr feine "Antennen" und spüren, wenn Du rumeierst und vielleicht doch mehr drin ist.
Da würde doch jeder nachbohren.  ;)

Für wichtig halte ich, dass die Großen nicht das Triumphieren anfangen, wenn die Kleinen den Status quo akzeptiert und verstanden haben...

Antwort
von Goodnight, 23

Streitereien gelassen durchstehen und den Kindern sagen, dass Kleinkinder andere Rechte und Pflichten als Schulkinder haben. 

Die Grossen haben oft Nachteile so sollen sie auch bewusst Vorteile haben die den Kleinen nicht auch gewährt werden.

Wenn Kinder merken, dass man zu gerechten Regeln steht, akzeptieren sie die auch. Man muss darum nicht täglich diskutieren.

Antwort
von FragaAntworta, 48

Je weiter die Geschwister altersmäßig voneinander entfernt sind, desto einfacher. Und Geschwister müssen unterschiedliche betrachtet und behandelt werden.

Antwort
von eostre, 26

Zwischen erstem und letzten Kind liegen bei uns 12 Jahre, Diskussionen gibt es, Streitereien auch aber letztendlich mache ich die ansagen und die Kinder müssen sich daran halten. 

Die ganz großen haben eigene Zimmer, müssen sich also nicht übermäßig nach den kleinen richten und die kurzen wohnen gemeinsam, haben also auch die gleichen regeln.

Schwierig ist es nur für die mittleren, denn die hätten gern die Rechte der großen.

Antwort
von Sumselbiene, 40

Wir waren drei Kinder zu Hause. Der Älteste war 5 jahre älter als die jüngste.

Die mittlere und die jüngste haben sich ein Zimmer geteilt, sodass die beide (lagen aber auch nur 1 1/2 Jahre dazwischen) immer gleichzeitig ins Bett mussten.

Der Älteste durfte länger aufbleiben.

Das wurde von Anfang an klar so gehandhabt und war auch kein Problem.

Man muss eben konsequent bleiben.

Bei allem anderen wurden die Kinder gleich behandelt. Es gab für den Älteren also auch nicht mehr Süßigkeiten oder so.

Und als ich Kind war, wurde ohnehin weniger ferngeschaut, wir waren eigentlich fast den ganzen Tag draußen.


Streit und Eifersucht kann man nie ganz unterbinden, weil der einen immer irgendwas darf oder hat, was der andere auch gern möchte..

Antwort
von conelke, 38

Streitereien und Diskussionen wird es vermutlich diesbezüglich immer geben. Es kommt darauf an, wie die Eltern ihre Gründe kommunizieren und wie konsequent sie umgesetzt werden.

Antwort
von Chaos53925, 22

Meine Eltern haben bei meinem Bruder und mir ganz einfach die selben Regeln und rechte auf gestellt. (Wir haben 2 Jahre  Altersunterschied.) Als dann meine Schwester kam hatte sie bis auf ein paar wenig ausnahmen auch die selben Regeln und rechte. Und sie ist 4 Jahre jünger als ich.

Antwort
von YoungLOVE56, 20

Es gibt meistens Streit und Eifersucht, zum Teil weil es normal ist, zum Teil, weil es Eltern einfach nicht schaffen, da noch gerecht zu bleiben. Zum Beispiel: Das ältere Kind durfte mit 14 noch nicht rausgehen, obwohl sie gerne gewollt hätte. Da die Eltern bemerkt haben, dass dies ein Fehler war, darf der Jüngere.

Kommentar von Goodnight ,

Wenn du unsere Jüngste dazu hören könntest... Wir haben der Jüngsten aus unseren Erfahrungen heraus zum Teil weniger Freiheiten gewährt als den Grossen. Auch in diese Richtung ändern sich die Zeiten.

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