Frage von PrinzesschenEm,

Unterschied zwischen psychische Erkrankung und psychische Störung?

Guten Abend :)

Ich interessiere mich momentan sehr für psychische Erkrankungen/Störungen, weil mich die Gründe und Auswirkungen in den verschiedenen Formen fasziniert.

Dabei bin ich mehrmals über die unterschiedlichen Begriffe "Erkrankung" und "Störung" gestolpert. Jetzt ist meine Frage:

Sind die beiden Begriffe sinngemäß gleich oder gibt es dabei Unterscheidungen?

Ich hoffe auf eine positive Antwort :)

Liebe Grüße

PrinzesschenEm <3

Antwort von katja53229,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo,

wenn dich das Thema so sehr interessiert, dann kann ich dir diese Seite empfehlen.

Sie behandelt auch den Unterschied zwischen einer psychischen Störung und einer psychischen Erkrankung. Schnupper einfach mal rein und schau mal, ob dir die Seite Informationen geben kann, die dich interessieren könnten :-)

Ich persönlich fand es recht spannend :-)

http://psylux.psych.tu-dresden.de/i2/klinische/mitarbeiter/publikationen/jacobi-...

Viel Spaß beim lesen :-)

Hoffe ich konnte dir mit dem Beitrag etwas helfen

Kommentar von PrinzesschenEm,

Hallo :)

dankeschön für die Hilfe! Die Seite hab ich beim recherchieren ebenfalls gefunden, hatte doch sehr viele Verständnissprobleme, weil es doch in einer doch sehr starken fachlichen Sprache geschrieben ist :D

Antwort von WhatsEatingYou,

Ich würde sagen dass die beiden Begriffe oft nicht klar zu unterscheiden sind. Meist könnte man von beidem sprechen. Eine psychische Krankheit wird gewissermaßen durch eine psychische Störung ausgelöst, wenn man das so sagen kann. Habe dazu eine ziemlich gute Erklärung gefunden (nicht von mir verfasst!):

Eine Störung besteht aus einigen Symptomen, die zu einem Ungleichgewicht der Gesundheit führen, zu einer "Störung". Krankheit ist der nächst höhere Begriff. Manifestieren sich mehrere Störungen zu einem dauerhaft oder länger anhaltendem gesundheitlichen Ungleichgewicht, welches zu massivem Leidensdruck führt, hat die Medizin größere Symptom- und Störungsgruppen zu einem Krankheitsbild definiert.

Antwort von Bluebird555,

Eine 'Störung' kann genauso von Dauer sein wie eine 'Erkrankung', da es Störungen gibt, die auch Störungen genannt werden und Krankheiten bezeichnen, die teilwiese sogar ein Leben lang anhalten! Es liegt aber im Interesse vieler insgesamt von dem Begriff 'Störung' wegzukommen, weil es sich oft einfach um Persönlichkeits-'Aspekte' handelt, die man gar nicht mehr als Erkrankung oder Störung zu bezeichnen braucht, weil manche Menschen einfach 'anders' sind. Das spricht auch dafür, dass wir heutzutage in unserer Gesellschaft für eine Integration dieser Menschen einstehen!

Antwort von Radizzschen,

Als Erklärung am Besten mal ein Beispiel: Angenommen man erlebt einen schlimmen Autounfall. Die Reaktion danach mit Schockzustand und Zittern, schlechtem Schlaf und ständigem Dran-Denken ist eine Psychische Störung im Sinne einer akuten Belastungsreaktion. Wenn man z.B. dann vermeidet weiter Auto zu fahren kann sich das zu einer psychischen Störung ausweiten z.B. Autofahr-Phobie. Dies ist eine psychische Erkrankung.

Psychische Störungen erleben sehr viele Menschen in verschiedenen Situationen. Diese klingen meist von alleine ab. Überschreiten diese jedoch einen längeren Zeitraum werden sie zu Erkrankungen, die am besten mit professioneller Hilfe behandelt werden.

Antwort von Andreas703,

Eine Erkrankung ist etwas, wofür man nichts kann, würde ich sagen, während eine Störung eher auf eine Abnormalität hindeutet.

Da heutzutage jeder Säufer, Junkie und Magersüchtige als "Kranker" behandelt wird, denke ich, das "psychische Erkrankung" korrekt wäre.

Antwort von rincewind81,

erkrankung ist dauerhaft, störung kann vorrübergehend sein, aber dauerhaft werden

Antwort von BennyFischkopf,

Miener Meinung nach ist die Erkrankung etwas heilbares und bei einer Störung sollte man sich einweisen lassen... Ob es eine PSychologische Definierung gibt weiß ich nicht

Kommentar von WhatsEatingYou,

Nicht nur Fälle die nicht heilbar sind werden eingewiesen. Oft ist ja das Ziel einer stationären Behandlung die Heilung. Und nicht jede Störung ist so extrem dass nur eine stationäre Behandlung in Frage kommt... insofern kann ich deine Antwort nicht nachvollziehen

Kommentar von BennyFischkopf,

Ich habe nur den für mich logischen Zusammenhang geschrieben und das habe ich erwähnt. Mit Einweisen meinte ich eine psychatrische Anstalt. Es gibt verschiedene Härtegrade, denke ich, was Psychische Krankheiten und Störungen angeht. Es gibt Sachen, die sich medikamentös behandeln lassen, manche mit einer Therapie und manche, die vielleicht unheilbar sind. Das meinte ich damit.

Kommentar von WhatsEatingYou,

Denke ich verstehe schon wie du das meintest. Dein erster Text stimmt so aber eben trotzdem nicht, es gibt Störungen die keine psychiatrische Anstalt erfordern (übrigens meinte ich das selbe mit stationärer Therapie), und Krankheiten die das sehr wohl tun

Kommentar von BennyFischkopf,

Das ist ja auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich... Ich vergleiche gerade übertrieben Sachen, aber Platzangst und Pädophilie. Was macht man mit den 2 Sachen?

Kommentar von WhatsEatingYou,

Verstehe die Frage so nicht ganz, siehst du die beiden Dinge als Störung oder Krankheit? Ich denke dass jede psychische Krankheit gewissermaßen mit einer Störung einhergeht, umgekehrt aber nicht jede psychische Störung eine Krankheit ist. Das ganze wird finde ich auf Bezug Psychiatrische Anstalt nochmal komplizierter, denn man weist ja nicht die 'schlimmen' Krankheiten/Störungen ein und die nicht schlimmen bleiben draußen. Man weist besonders die ein, die eine akute Gefahr für sich oder andere darstellen. Es gibt aber Krankheitsbilder wo das nicht der Fall ist, bei denen man aber trotzdem von einer sehr schlimmen Störung sprechen kann (zB wenn Menschen so viele Ängste haben dass sie seit Jahren nicht mehr das Haus verlassen). Aber da komm ich jetzt vom Thema ab. ich meinte damit nur dass ich es nicht so einteilen würde: Krankheit=heilbar Störung=einweisen. Aber ansonsten stimme ich dir zu

Kommentar von BennyFischkopf,

Das ist das, was ich damit gemeint habe... :D Nur unverständlich ausgedrückt. Es ist halt situationsbedingt und auch Abhängig von der Art eines Menschen. Und selbst da kann eine einfache Depression zum Einweisen führen.

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