Frage von Flopi, 32

Unterschied zwischen Konsumentenpsychologie und Wirtschaftspsychologie?

Mache mich langsam im Internet etwas über das Studium schlau, gibt es zwischen beiden einen großen Unterschied und hat jemand Erfahrung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von JaniXfX, 9

Hallo Flopi!

Entscheidungen, das richtige Studienfach zu finden, sind mies, oder?! Mittlerweile gibt es Studiengänge wie Sand am Meer - ich glaube derzeit sind es nahezu 20.000 Kombinationen in Deutschland.

Als ersten Ansatz würde ich bei den beiden Studiengängen festhalten: Wirtschaftspsychologie beschäftigt sich mit den beiden Richtungen "Markt und Konsum" sowie "Persona und Organisation". Die Konstumentenpsychologie beschränkt sich eher auf "Markt und Konsum". Darf ich fragen, wonach Du suchst? Also was Du gern studieren wollen würdest, was Dich interessiert?

Kommentar von Flopi ,

Nun, wenn ich ganz genau wüsste, was ich machen möchte, würde ich hier nicht unbedingt Fragen. Aber deine Antwort klingt schonmal sehr einleuchtend :) also zu mir- bin im Moment in der 11, Mathe Erdkunde Lk, nebenbei Ajm(Academy for Junior Manager) Samstags in einer Fachhochschule. Interesse hätte ich somit an Wirtschaftlichen Dingen, aber eher in Bezug auf Psychologie oder Nachhaltigkeit. Dieses wirtschaftliche Denken, nur auf Gewinn aus zu sein, finde ich eher abstoßend und abschreckend.. wenn man Nachhaltigkeit mit Wirtschaft im Studium kombinieren könnte, wäre das perfekt, insofern es auch genug Möglichkeiten am Arbeitsmarkt gibt:) Wirtschaftspsychologie ist selbst nur schweineteuer:/ Aber mal sehen, was die Zukunft bringt.

Kommentar von Flopi ,

Marktforschung ist auch interessant!

Antwort
von schloh80, 14

Das sind beides schwammige Begriffe.

Grundsätzlich gibt es innerhalb der wissenschaftlichen / akademischen Psychologie "nur" das Gebiet der "Arbeits- und Organisationspsychologie".

Durch die Einführung des Bachelor- und Mastersystems fiel auch die (recht strenge) gesetzliche Regelung für die Psychologenausbildung (mit harten Vorgaben für Universitäten) weg, sodass jetzt Hybridstudiengänge und Neuschöpfungen wie Pilze aus dem Boden wachsen (von denen zunehemend immer weiniger etwas mit Psychologie zu tun haben, obwohl Psychologie drauf steht - aber mit diesem Label kann man halt gutes Geld verdienen).

Insofern hilft nunmehr nur noch, die Modulhandbücher einzelner Studiengänge zu vergleichen, um solche Fragen nach Unterschieden, Inhalten usw. zu beantworten.

Kommentar von JaniXfX ,

Das stimmt nicht ganz - der BDP besiegelt nach wie vor Studiengänge als anerkannt oder eben nicht anerkannt.

Kommentar von schloh80 ,

Es gibt in Deutschland, anders als in UK oder USA, keine verbindlichen Akkreditierungen von Verbänden und Vereinen, da diese in Deutschland keine Anstalten des Öffentlichen Rechts sind, sondern normale Vereine.

Da wir, anders als z.B. Österreich, keine gesetzliche Regelung für die Psychologenausbildung mehr haben und es auch keine Psychologen-Kammern gibt, gibt es hier Wildwuchs.

Das merkt man dann auch bei Eintritt von Absolventen in gesetzlich geregelte Ausbildungen, wie z.B. die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten. Hier gibt es ein Prüfungsverfahren auf Äquivalenz des Abschlusses zum gesetzlich geregelten Diplom-Psychologen durch das Landesprüfungsamt. Und da ist es egal, was der BDP in irgendwelche Tabellen schreibt, das hat für die Behörde null Relevanz. 

Der BDP ist ein kleiner Verein, der gerne Mitglieder haben möchte (und Psychologen sind traditionell dem BDP gegenüber eher kritisch eingestellt). Mehr nicht. Der BDP kann keine Studiengänge besiegeln, er kann nur angeben, welche Absolventen er als zahlende Mitglieder aufnehmen wird - und das sollen möglichst viele sein.

Die zuständige Fachgesellschaft für Psychologie ist die DGPs. Auch hier gibt es keine rechtsverbindlichen Akkreditierungen. Allerdings war die DGPs zusammen mit der Kultusministerkonferenz früher in die gesetzliche Regelung des Psychologiestudiums mit  einbezogen. Diese ist aber, wie schon gesagt, für die Bachelor-Master-Studiengänge abgeschafft. 

Die DGPs plant aber ein Qualitätssiegel.Mal abwarten

Antwort
von Alxnvz, 21

Wenn du Wirtschaftspsychologie machst, lernt du wie du Menschen für Produkte und andere Marketing Sachen überzeugen kannst.
Es läuft darauf hinaus, dass du später in der Firma für die Verkaufszahlen zuständig bist, weil du lernst was du sagen musst, damit die Leute dir die Dinge glauben und deine Sachen abkaufen.
Du lernst halt die besten Verkaufstrategien.
Musst in die andere der beiden Richtungen gehen, wenn du Psychiater werden willst, da lernst du wie das menschliche Gehirn funktioniert, usw. Informier dich mal am Jobcenter! Die haben dort nochmal den unterschied im System.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community