ihabnefrage am 19.12.2008 um 1:42 Uhr
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Du entschuldigst Dich bei jemandem, damit er Dir verzeiht.
Also: Entschuldigen kannst nur Du Dich, verzeihen tut der Andere, der Deine Entschuldigung annimmt.

Verzeihen und entschuldigen ist das praktisch das selbe. Du kannst mir verzeihen, dass ich zu spät zur Verabredung erschienen bin und du kannst meine Verspätung entschuldigen - mir quasi die Schuld nehmen.
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Aber entschuldigen wird immer mehr reflexiv benutzt. Das heißt, dass viele Leute sich selbst entschuldigen anstatt um Entschuldigung zu bitten.
(http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,433479,00.html)
Lakota4 am 19. Dezember 2008 02:08 Wie??? Wie kann denn bitte schön Entschuldigen und verzeihen das selbe sein????? ICH entschuldige mich...und DU verzeihst mir! Das sind doch zwei grundlegende Tendenzen! Wenn ich mich bei jemanden entschuldige, muss ich ihm nichts verzeihen! Aber er könnte mir verzeihen! Für etwas Buße tun erwartet, das der Gegenüber eine Verzeihung auspricht. Aber man kann es nicht erwarten, nur erhoffen! Auf alle Fälle gehören zwei Personen dazu, dieses auszusprechen und nachzuvollziehen!
Eppendorf am 19. Dezember 2008 02:12 Du benutzt das Verb entschuldigen reflexiv. Als Mensch, der etwas verbockt hat, musst du um Entschuldigung bitten. Dich selbst zu entschuldigen (dich also selbst von Schuld freizusprechen) wäre anmaßend.
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Nur der "Geschädigte" kann verzeihen und entschuldigen. Der "Schuldige" kann nur um Verzeihung oder Entschuldigung bitten.
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Der Link wird dir helfen:
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,433479,00.html
;-)
Eppendorf am 19. Dezember 2008 02:18 Und noch ein Link, allerdings zur Konkurrenz:

Man entschuldigt sich.
Man verzeiht!
Das sind doch zwei Welten
kaesbrot am 19. Dezember 2008 01:45 entschuldigen - ist eine Art um das Bereute zu zeigen.
verzeihen = vergeben
tommi36 am 19. Dezember 2008 01:50 ich vergeb Dir ;-)
ihabnefrage am 19. Dezember 2008 01:45 achso ist das... ich weiss immer noch nicht wann ich was verwenden soll. bitte helft mir. ich kann nicht schlafen ehe ich den unterschied kenne. es könnte mir morgen was passieren, wo ich eins der beiden wörter benutzen muss und wenn ich da das falsche benutze, dann ist das nicht zu verzeihen!
emjay am 19. Dezember 2008 01:48 Du kannst jemand anderem verzeihen, was er getan oder gesagt hat. Wenn was verbockt hast, dann entschuldigst du dich bei dem "Geschädigten" Er widerum kann dir das dann verzeihen
Cardinal104 am 19. Dezember 2008 01:52 @ihabnefrage Du scheinst den Unterschied zu kennen!!;-)) Schau Deinen Kommentar an!!;-))
....wenn ich da das falsche benutze, dann ist das nicht zu verzeihen!
tommi36 am 19. Dezember 2008 02:01 aber es wäre zu entschuldigen
holsch am 19. Dezember 2008 01:47 nehme mal an, genau das war die frage, die nach dem unterschied..ich denke auch gerade darüber nach, aber was vernünftiges fällt mir nicht ein. ich entschuldige deinen fehltrii oder ich vezeihe ihn Dir...

ganz einfach, das eine ist falsch und das andere richtig geschrieben! So, bekomm ich nun den Preis?

Entschuldigen kann ich vieles, doch Verzeihen nur wenig!

molinax am 19. Dezember 2008 02:06 Ne quatsch, is nich egal... jtzo werden se sicher böse hier....
Wussten Sie, meine Damen und Herren, dass verzeihen einfach hiesse, ich ziehe von jemandem die Anzeige, in gewissem Sinne auch die Anschuldigung zurück, d.h. ich rechne Verschuldetes nicht an. Das gemeingermanische Verb lautet zeihen und steckt in soo vielen Wörter drinne. Bezichtigen und verzichten, zeigen und selbst zeigen, um nur mal die schönsten zu nennen, gehören irgendwie in dieselbe Familie.
Glatteis am 19. Dezember 2008 02:12 An Deiner späten Antwort erkenne ich, daß Du den halben Duden rauf und runter gelesen hast, um hier eine perfekte Antwort hinzulegen. DH
molinax am 19. Dezember 2008 02:17 Aber, ist doch Ehrensache.
Und entschuldige mich bitte für die Fehler,
willst du so gütig sein und mir verzeihen?

Sich selbst entschuldigen, ist ein Selbstbedienungsladen. Die erwartete Antwort ist: ja, scho recht. Wenn derjenige, der entschuldigen soll überraschend antwortet: Nein, ich entschuldige nicht! Sind die meisten, die Entschuldigung sagen empört. Sie haben sich ja schließlich entschuldigt - sprich selbst entlastet, da man ja erwarten kann, daß das dann auch positiv angenommen wird. Bubs, Mädels, so net. Ich sag meistens nee, wenn sich jemand so selber bedient. Aber andere entschuldigen das. Die sind da anderst. Ob sie's aber gar verzeihen...

nagut... halbwegs weiss ich nu bescheid oder doch nicht ? ... ich werde ab jetzt einfach immer sagen: entzeihen Sie mir bitte.
tommi36 am 19. Dezember 2008 02:12 gagger JA nu hast Du es erkannt!
Glatteis am 19. Dezember 2008 02:14 Jetzt bist Du verstört, entschuldige!
ihabnefrage am 19. Dezember 2008 02:36 verziehen. heh?

Die Entschuldigung ist eine vom VERSTAND geleitete Verzeihung. Die VERZEIHUNG kommt vom Herzen. "Er hat es ja nicht böse" gemeint.
tommi36 am 19. Dezember 2008 01:49 Quatsch: VERZEIHUND kommt nich vom Herz sondern vom HUND

Mienes Achtens nach heißt entschuldigen das du es akzeptierst, und verzeihen heißt du vergibst demjenigen.
Wortherkunft, ein tolles Thema.
Was ich darüber sagen und gefunden habe.
Die Wortbedeutungen sind in etwa gleich zu verstehen. Es sind Synonyme, sinnverwandte Wörter, welche eine ähnliche Bedeutung haben.
ver·zei·hen, ver·zieh, ver·zie·hen
Herkunft: Ableitung vom Verb zeihen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) ver-, das ausdrückt, dass etwas entfernt, weggenommen wird.
Synonyme: amnestieren, begnadigen, "entschuldigen", exkulpieren, freisprechen, lossprechen, Nachsicht haben, Nachsicht zeigen, vergeben, Verzeihung gewähren
Gandhi gab zu bedenken: eine abhängige Person kann dem entsprechend nicht verzeihen, sie handelt zwangsläufig.
Demnach ist Entschuldigung eher etwas rationales, was logisches vom Verstand gesteuert. Man erkennt gewisse Umstände und kann diese in seinem Wertesystem entschuldigen. Sich die Beweggründe also vor Augen führen und abwägen ob diese plausibel/nachvollziehbar sind. Man bringt ein gewisses Verständnis auf.
Ich kann also etwas entschuldigen, aber der Person dennoch nicht verzeihen/vergeben. Nur die zu entschuldigende Tat hat dadurch keine direkten Konsequenzen mehr.
Verzeihen/vergeben = Emotional. Man muss den selben Standpunkt vertreten.
Beispiel Religion und Mittelalter : Person x ist streng gläubig, sein Gegenüber ist ein Heide (oder für Person x noch schlimmer ein Atheist), aber wenn er nun konvertiert, dann wird ihm vor Gott vergeben. Also wir ach Person x ihm vergeben. Man kann ihm verzeihen, da er nun die Gleiche Meinung/Glauben vertritt.
Allerdings galt vergeben zu können, als Tugend der Könige („Großmut“) und gilt noch heute als ein Bestandteil fortgeschrittener Zivilisation, da ohne Vergebung (oder Abgeltung) Untaten Rache erfordern würden.
Du siehst man ist sich da wohl nicht so ganz einig.
Denn geht ja auch genau umgekehrt wie oben geschrieben.
Sprache lebt, daher gibt es 2 verschiedene plausible Zustände.
1.Ich kann das niemals entschuldigen, aber ich (will dir) vergebe(.) dir.
-Der Großmut- und auch -teilweise rational/berechnend- -Die Tat ist aber nicht mehr Gut zu machen/ korrigierbar-
2.Ich kann das niemals entschuldigen". Also nie wieder gut machen. So ergibt sich daraus ein völlig neuer Sinn. Es tut ihm (dem Täter) leid und er weiß genau, dass er es niemals entschuldigen kann.
(Sprich er kann nichts (rationales) hervorbringen, von dem er überzeugt wäre, dass dies als Entschuldigung akzeptiert würde. Aber er erhofft sich dennoch die Verzeihung. Er heuchelt Demut.
Per Definition könnte er und man an sich eh nichts selbst Ent-schuldigen. Von der Schuld befreien.
Demnach können die Wörter nur als Synonym zu verstehen sein, ansonsten wäre es leicht paradox. Den in einem gewissen Kontext übernimmt das eine Wort mehr die Eigenschaften/Bestimmungen des anderen. Wie gesagt Sprache lebt.
(Was ist eigentlich die Schuld ? Es gibt verschiedene Arten von Schuld. Vor einer Gottheit (Sünde), so fern man gläubig ist und nicht Christ ist. Da ist ja Jesus für Selbige am Kreuz verstorben. (Hmm dann kann man ja die Sau rauslassen ? Oder galt das nur für alle Sünden bis zu diesem Zeitpunkt :) Egal. Dann gibt es noch die Schuld vor sich selbst. Die sog. Schuldgefühle. Eine anerzogene soziale Emotion. (Das Rechtsgefühl /Ethik) Die Schuld (Verschuldung) bei den Gläubigern. Die Schuld vor dem Gesetz (Staat).
2.Das werde (kann) ich dir niemals ganz vergeben, aber es sei entschuldigt, aber nur um den Frieden aufrecht zu erhalten. -rein rational Natur-
Entschuldigen und um selbiges bitten.
Eine Entschuldigung ist im Wortsinne eine Ent-Schuld-igung, eine Form von Vergebung. Mit der Bitte um Entschuldigung gesteht jemand ein, dass eine Tat von ihm eine moralische Verfehlung war. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist eine Entschuldigung allerdings eben diese Bitte. Der Geschädigte der Tat kann die Entschuldigung annehmen oder ablehnen.
Durch diese Begriffsverschiebung hat es sich im Deutschen eingebürgert, „sich zu entschuldigen“. Im Wortsinne einer Freistellung von Schuld war dieser Sprachgebrauch in früheren Zeiten Unsinn: Man konnte sich nicht selbst von Schuld befreien. Sinnvoller wäre es beispielsweise, statt „sich zu entschuldigen“ um „Entschuldigung oder Vergebung zu bitten“. Zu sagen: „Ich entschuldige mich dafür (oder für den Fehler)“ war daher falsch, da nur der Geschädigte einen von dessen Schuld insoweit befreien kann, als er diese nicht weiter nachträgt.
Im alltäglichen Leben gilt es als Zeichen von Höflichkeit, auch dann um Entschuldigung zu bitten, wenn kein eigenes Verschulden vorliegt, z. B. für eine längere Wartezeit auf Grund von starkem Kundenandrang oder eine witterungsbedingte Verspätung im öffentlichen Personenverkehr.
Des Weiteren wird der Begriff „Entschuldigung“ auch verwendet, wenn man jemanden ansprechen möchte, um etwa eine Frage zu stellen. Beispiel: „Entschuldigung, können Sie mir bitte sagen, wie ich zum Bahnhof komme?“
Für die Annahme einer (Bitte um) Entschuldigung spielt – neben der Schwere der Schuld – der Umstand eine Rolle, ob echte Reue und nicht nur ein oberflächliches Harmoniebedürfnis beim Verursacher der Schuld vorliegt. Es ist üblich, die Annahme einer Entschuldigung durch Worte oder Gesten (z. B. einen Händedruck) dem Gegenüber mitzuteilen. Die Angelegenheit gilt damit als „aus der Welt geschafft“.
Die Vergebung (gr. a·mnestia, "das Nicht-Gedenken") ist ein Schlüsselbegriff des Christentums und zählt auch zu den menschlichen Tugenden. Eine besondere, offizielle Art und Weise der Vergebung ist die Begnadigung. Ein verwandter Begriff zur Vergebung ist die Versöhnung.
So nun möchte ich mich mal für den ellenlangen Post entschuldigen. Ich hoffe man kann mir verzeihen. Aber es ist ja nicht meine Schuld :D
Wortherkunft, ein tolles Thema.
Was ich darüber sagen und gefunden habe.
Die Wortbedeutungen sind in etwa gleich zu verstehen. Es sind Synonyme, sinnverwandte Wörter, welche eine ähnliche Bedeutung haben.
ver·zei·hen, ver·zieh, ver·zie·hen
Herkunft: Ableitung vom Verb zeihen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) ver-, das ausdrückt, dass etwas entfernt, weggenommen wird.
Synonyme: amnestieren, begnadigen, "entschuldigen", exkulpieren, freisprechen, lossprechen, Nachsicht haben, Nachsicht zeigen, vergeben, Verzeihung gewähren
Gandhi gab zu bedenken: eine abhängige Person kann dem entsprechend nicht verzeihen, sie handelt zwangsläufig.
Demnach ist Entschuldigung eher etwas rationales, was logisches vom Verstand gesteuert. Man erkennt gewisse Umstände und kann diese in seinem Wertesystem entschuldigen. Sich die Beweggründe also vor Augen führen und abwägen ob diese plausibel/nachvollziehbar sind. Man bringt ein gewisses Verständnis auf.
Ich kann also etwas entschuldigen, aber der Person dennoch nicht verzeihen/vergeben. Nur die zu entschuldigende Tat hat dadurch keine direkten Konsequenzen mehr.
Verzeihen/vergeben = Emotional. Man muss den selben Standpunkt vertreten.
Beispiel Religion und Mittelalter : Person x ist streng gläubig, sein Gegenüber ist ein Heide (oder für Person x noch schlimmer ein Atheist), aber wenn er nun konvertiert, dann wird ihm vor Gott vergeben. Also wir ach Person x ihm vergeben. Man kann ihm verzeihen, da er nun die Gleiche Meinung/Glauben vertritt.
Allerdings galt vergeben zu können, als Tugend der Könige („Großmut“) und gilt noch heute als ein Bestandteil fortgeschrittener Zivilisation, da ohne Vergebung (oder Abgeltung) Untaten Rache erfordern würden.
Du siehst man ist sich da wohl nicht so ganz einig.
Denn geht ja auch genau umgekehrt wie oben geschrieben.
Sprache lebt, daher gibt es 2 verschiedene plausible Zustände.
1.Ich kann das niemals entschuldigen, aber ich (will dir) vergebe(.) dir.
-Der Großmut- und auch -teilweise rational/berechnend- -Die Tat ist aber nicht mehr Gut zu machen/ korrigierbar-
2.Ich kann das niemals entschuldigen". Also nie wieder gut machen. So ergibt sich daraus ein völlig neuer Sinn. Es tut ihm (dem Täter) leid und er weiß genau, dass er es niemals entschuldigen kann.
(Sprich er kann nichts (rationales) hervorbringen, von dem er überzeugt wäre, dass dies als Entschuldigung akzeptiert würde. Aber er erhofft sich dennoch die Verzeihung. Er heuchelt Demut.
Per Definition könnte er und man an sich eh nichts selbst Ent-schuldigen. Von der Schuld befreien.
Demnach können die Wörter nur als Synonym zu verstehen sein, ansonsten wäre es leicht paradox. Den in einem gewissen Kontext übernimmt das eine Wort mehr die Eigenschaften/Bestimmungen des anderen. Wie gesagt Sprache lebt.
(Was ist eigentlich die Schuld ? Es gibt verschiedene Arten von Schuld. Vor einer Gottheit (Sünde), so fern man gläubig ist und nicht Christ ist. Da ist ja Jesus für Selbige am Kreuz verstorben. (Hmm dann kann man ja die Sau rauslassen ? Oder galt das nur für alle Sünden bis zu diesem Zeitpunkt :) Egal. Dann gibt es noch die Schuld vor sich selbst. Die sog. Schuldgefühle. Eine anerzogene soziale Emotion. (Das Rechtsgefühl /Ethik) Die Schuld (Verschuldung) bei den Gläubigern. Die Schuld vor dem Gesetz (Staat).
2.Das werde (kann) ich dir niemals ganz vergeben, aber es sei entschuldigt, aber nur um den Frieden aufrecht zu erhalten. -rein rational Natur-
Entschuldigen und um selbiges bitten.
Eine Entschuldigung ist im Wortsinne eine Ent-Schuld-igung, eine Form von Vergebung. Mit der Bitte um Entschuldigung gesteht jemand ein, dass eine Tat von ihm eine moralische Verfehlung war. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist eine Entschuldigung allerdings eben diese Bitte. Der Geschädigte der Tat kann die Entschuldigung annehmen oder ablehnen.
Durch diese Begriffsverschiebung hat es sich im Deutschen eingebürgert, „sich zu entschuldigen“. Im Wortsinne einer Freistellung von Schuld war dieser Sprachgebrauch in früheren Zeiten Unsinn: Man konnte sich nicht selbst von Schuld befreien. Sinnvoller wäre es beispielsweise, statt „sich zu entschuldigen“ um „Entschuldigung oder Vergebung zu bitten“. Zu sagen: „Ich entschuldige mich dafür (oder für den Fehler)“ war daher falsch, da nur der Geschädigte einen von dessen Schuld insoweit befreien kann, als er diese nicht weiter nachträgt.
Im alltäglichen Leben gilt es als Zeichen von Höflichkeit, auch dann um Entschuldigung zu bitten, wenn kein eigenes Verschulden vorliegt, z. B. für eine längere Wartezeit auf Grund von starkem Kundenandrang oder eine witterungsbedingte Verspätung im öffentlichen Personenverkehr.
Des Weiteren wird der Begriff „Entschuldigung“ auch verwendet, wenn man jemanden ansprechen möchte, um etwa eine Frage zu stellen. Beispiel: „Entschuldigung, können Sie mir bitte sagen, wie ich zum Bahnhof komme?“
Für die Annahme einer (Bitte um) Entschuldigung spielt – neben der Schwere der Schuld – der Umstand eine Rolle, ob echte Reue und nicht nur ein oberflächliches Harmoniebedürfnis beim Verursacher der Schuld vorliegt. Es ist üblich, die Annahme einer Entschuldigung durch Worte oder Gesten (z. B. einen Händedruck) dem Gegenüber mitzuteilen. Die Angelegenheit gilt damit als „aus der Welt geschafft“.
Die Vergebung (gr. a·mnestia, "das Nicht-Gedenken") ist ein Schlüsselbegriff des Christentums und zählt auch zu den menschlichen Tugenden. Eine besondere, offizielle Art und Weise der Vergebung ist die Begnadigung. Ein verwandter Begriff zur Vergebung ist die Versöhnung.
So nun möchte ich mich mal für den ellenlangen Post entschuldigen. Ich hoffe man kann mir verzeihen. Aber es ist ja nicht meine Schuld :D
Leider wurde die Formatierung nicht übernommen, noch habe ich die Möglichkeit den Post zu editieren.

Ich kann eine Sache entschuldigen und einer Person verzeihen.
Das erste Verb ist falsch geschrieben, das zweite richtig.
Entschuldige, aber das stimmt nicht. Ich entschuldige mich für deine Aussage in aller Form. Man möge dir verzeihen.
Absoluter Schwachsinn!
Aber, entschuldigen Sie mal?!
Nicht ganz.
Er kann um Entschuldigung bitten und der "Gebetene" kann ihn dann entschuldigen - ihm also von der Schuld freisprechen.
Die Vorsilbe ent drückt in Bildungen mit Verben nämlich aus, dass etwas wieder rückgängig gemacht bzw. in den Ausgangszustand zurückgeführt wird.
schuldig -> unschuldig
;-)
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,433479,00.html
qed!
Du entschuldigst Dich bei jemandem, damit er Dir verzeiht.
Also: Entschuldigen kannst nur Du Dich, verzeihen tut der Andere, der Deine Entschuldigung annimmt.
Genau genommen ist das nicht ganz richtig.
Streng genommen kann man sich nicht selbst entschuldigen.
Im allgemeinen Sprachgebrauch ist eine Entschuldigung allerdings eben diese Bitte. Der Geschädigte der Tat kann die Entschuldigung annehmen oder ablehnen.
Durch diese Begriffsverschiebung hat es sich im Deutschen eingebürgert, „sich zu entschuldigen“. Im Wortsinne einer Freistellung von Schuld war dieser Sprachgebrauch in früheren Zeiten Unsinn:
Sinnvoller wäre es beispielsweise, statt „sich zu entschuldigen“ um „Entschuldigung oder Vergebung zu bitten“. Zu sagen: „Ich entschuldige mich dafür (oder für den Fehler)“ war daher falsch, da nur der Geschädigte einen von dessen Schuld insoweit befreien kann, als er diese nicht weiter nachträgt.
Das man sich entschuldigt, besser gesagt um eine Entschuldigung bittet um dann selbige zu erfahren stimmt schon. Anders ausgedrückt, man bittet um (eine) Entschuldigung um diese (Entschuldigung Synonym -> Verzeihung) zu bekommen.
Aber Umgangssprachlich ist einfach alles drinnen. Man kann auch eine Entschuldigung fordern.
Ich bitte dich mir zu entschuldigen. Ich forder dich auf dich bei mir... Ich bitte dich um eine....
Gerade letzteres macht es schwer die Deutsche Sprache zu erlernen.
Der folgende Satz :
"Ich bitte um Entschuldigung..."
Kann durch die Begriffsverschiebung mehrdeutig und extrem Missverstanden werden. Nur aus dem einen Satz kann man nicht schließen was gemeint ist. Indikatoren wäre der Tonfall, die Stellung der Personen oder der Kontext.
"Ich bitte um Entschuldigung..."
Bittende Aufforderung. Man fordert/verlangt aber man bittet auch um eine Entschuldigung.
Und nun wird es witzig.
Ersteres ist auch eine Bitte. (Bittende Aufforderung, was ein Unwort) Zweites ist auch eine Auf-forderung.
Den Bitte und Fordern (zurückfordern, ersuchen, bitten) sind auch Wortverwandt. Früher fanden die Wörter halt andere Verwendung.
Wenn Wörter sich selbst erklären....Oo
Und genau das versuchte ich den Leute hier heute Nacht zu erklären. Hier wird nämlich entschuldigen zunehmend reflexiv verwendet.
Vielen Dank!