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unterschied zwischen "enschuldigen" und "verzeihen"?

gefragt von ihabnefrageihabnefrage am 19.12.2008 um 1:42 Uhr

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Medienmensch
beantwortet von Medienmensch am 19. Dezember 2008 01:49
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Du entschuldigst Dich bei jemandem, damit er Dir verzeiht.

Also: Entschuldigen kannst nur Du Dich, verzeihen tut der Andere, der Deine Entschuldigung annimmt.

Kommentar von 907c574387fbcd64afbb005044344077smallmolinax am 19. Dezember 2008 01:57

Entschuldige, aber das stimmt nicht. Ich entschuldige mich für deine Aussage in aller Form. Man möge dir verzeihen.

Kommentar von 41cc5a9b831bf929647543a029649b37smallLakota4 am 19. Dezember 2008 02:10

Absoluter Schwachsinn!

Kommentar von 907c574387fbcd64afbb005044344077smallmolinax am 19. Dezember 2008 02:21

Aber, entschuldigen Sie mal?!

Kommentar von Ea8cb9007dff41f07e4710c9bd38c790smallEppendorf am 19. Dezember 2008 02:00

Nicht ganz.

Er kann um Entschuldigung bitten und der "Gebetene" kann ihn dann entschuldigen - ihm also von der Schuld freisprechen.

Die Vorsilbe ent drückt in Bildungen mit Verben nämlich aus, dass etwas wieder rückgängig gemacht bzw. in den Ausgangszustand zurückgeführt wird.

schuldig -> unschuldig

;-)

http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,433479,00.html

Kommentar von 907c574387fbcd64afbb005044344077smallmolinax am 19. Dezember 2008 02:25

qed!

Kommentar von marv5 am 19. Dezember 2008 06:50

Du entschuldigst Dich bei jemandem, damit er Dir verzeiht.

Also: Entschuldigen kannst nur Du Dich, verzeihen tut der Andere, der Deine Entschuldigung annimmt.

Genau genommen ist das nicht ganz richtig.

Streng genommen kann man sich nicht selbst entschuldigen.

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist eine Entschuldigung allerdings eben diese Bitte. Der Geschädigte der Tat kann die Entschuldigung annehmen oder ablehnen.

Durch diese Begriffsverschiebung hat es sich im Deutschen eingebürgert, „sich zu entschuldigen“. Im Wortsinne einer Freistellung von Schuld war dieser Sprachgebrauch in früheren Zeiten Unsinn:

Sinnvoller wäre es beispielsweise, statt „sich zu entschuldigen“ um „Entschuldigung oder Vergebung zu bitten“. Zu sagen: „Ich entschuldige mich dafür (oder für den Fehler)“ war daher falsch, da nur der Geschädigte einen von dessen Schuld insoweit befreien kann, als er diese nicht weiter nachträgt.

Das man sich entschuldigt, besser gesagt um eine Entschuldigung bittet um dann selbige zu erfahren stimmt schon. Anders ausgedrückt, man bittet um (eine) Entschuldigung um diese (Entschuldigung Synonym -> Verzeihung) zu bekommen.

Aber Umgangssprachlich ist einfach alles drinnen. Man kann auch eine Entschuldigung fordern.

Ich bitte dich mir zu entschuldigen. Ich forder dich auf dich bei mir... Ich bitte dich um eine....

Gerade letzteres macht es schwer die Deutsche Sprache zu erlernen.

Der folgende Satz :

"Ich bitte um Entschuldigung..."

Kann durch die Begriffsverschiebung mehrdeutig und extrem Missverstanden werden. Nur aus dem einen Satz kann man nicht schließen was gemeint ist. Indikatoren wäre der Tonfall, die Stellung der Personen oder der Kontext.

"Ich bitte um Entschuldigung..."

Bittende Aufforderung. Man fordert/verlangt aber man bittet auch um eine Entschuldigung.

Und nun wird es witzig.

Ersteres ist auch eine Bitte. (Bittende Aufforderung, was ein Unwort) Zweites ist auch eine Auf-forderung.

Den Bitte und Fordern (zurückfordern, ersuchen, bitten) sind auch Wortverwandt. Früher fanden die Wörter halt andere Verwendung.

Wenn Wörter sich selbst erklären....Oo

Kommentar von Ea8cb9007dff41f07e4710c9bd38c790smallEppendorf am 19. Dezember 2008 09:45

Und genau das versuchte ich den Leute hier heute Nacht zu erklären. Hier wird nämlich entschuldigen zunehmend reflexiv verwendet.

Vielen Dank!


Eppendorf
beantwortet von Eppendorf am 19. Dezember 2008 01:48
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Verzeihen und entschuldigen ist das praktisch das selbe. Du kannst mir verzeihen, dass ich zu spät zur Verabredung erschienen bin und du kannst meine Verspätung entschuldigen - mir quasi die Schuld nehmen.

.

Aber entschuldigen wird immer mehr reflexiv benutzt. Das heißt, dass viele Leute sich selbst entschuldigen anstatt um Entschuldigung zu bitten.

(http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,433479,00.html)

Kommentar von 41cc5a9b831bf929647543a029649b37smallLakota4 am 19. Dezember 2008 02:08

Wie??? Wie kann denn bitte schön Entschuldigen und verzeihen das selbe sein????? ICH entschuldige mich...und DU verzeihst mir! Das sind doch zwei grundlegende Tendenzen! Wenn ich mich bei jemanden entschuldige, muss ich ihm nichts verzeihen! Aber er könnte mir verzeihen! Für etwas Buße tun erwartet, das der Gegenüber eine Verzeihung auspricht. Aber man kann es nicht erwarten, nur erhoffen! Auf alle Fälle gehören zwei Personen dazu, dieses auszusprechen und nachzuvollziehen!

Kommentar von Ea8cb9007dff41f07e4710c9bd38c790smallEppendorf am 19. Dezember 2008 02:12

Du benutzt das Verb entschuldigen reflexiv. Als Mensch, der etwas verbockt hat, musst du um Entschuldigung bitten. Dich selbst zu entschuldigen (dich also selbst von Schuld freizusprechen) wäre anmaßend.

.

Nur der "Geschädigte" kann verzeihen und entschuldigen. Der "Schuldige" kann nur um Verzeihung oder Entschuldigung bitten.

.

Der Link wird dir helfen:

http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,433479,00.html

;-)

Kommentar von Ea8cb9007dff41f07e4710c9bd38c790smallEppendorf am 19. Dezember 2008 02:18

Und noch ein Link, allerdings zur Konkurrenz:

http://www.wer-weiss-was.de/theme143/article1003459.html


kaesbrot
beantwortet von kaesbrot am 19. Dezember 2008 01:43
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Man entschuldigt sich.

Man verzeiht!

Das sind doch zwei Welten

Kommentar von A85ec3806be0e9452a006f95981d93c5smallkaesbrot am 19. Dezember 2008 01:45

entschuldigen - ist eine Art um das Bereute zu zeigen.

verzeihen = vergeben

Kommentar von 54a9f616b4fcf9efc12174b6ada1de3csmalltommi36 am 19. Dezember 2008 01:50

ich vergeb Dir ;-)

Kommentar von 97594e974dadd6a7471ca82d754ea8ffsmallihabnefrage am 19. Dezember 2008 01:45

achso ist das... ich weiss immer noch nicht wann ich was verwenden soll. bitte helft mir. ich kann nicht schlafen ehe ich den unterschied kenne. es könnte mir morgen was passieren, wo ich eins der beiden wörter benutzen muss und wenn ich da das falsche benutze, dann ist das nicht zu verzeihen!

Kommentar von E7dce13339e161ee50a3badb7e1756ecsmallemjay am 19. Dezember 2008 01:48

Du kannst jemand anderem verzeihen, was er getan oder gesagt hat. Wenn was verbockt hast, dann entschuldigst du dich bei dem "Geschädigten" Er widerum kann dir das dann verzeihen

Kommentar von 7a9fadcc67f90d4205362abfdcd0c9dfsmallCardinal104 am 19. Dezember 2008 01:52

@ihabnefrage Du scheinst den Unterschied zu kennen!!;-)) Schau Deinen Kommentar an!!;-))

....wenn ich da das falsche benutze, dann ist das nicht zu verzeihen!

Kommentar von 54a9f616b4fcf9efc12174b6ada1de3csmalltommi36 am 19. Dezember 2008 02:01

aber es wäre zu entschuldigen

Kommentar von A1825c1d993ccb5b948f440ce19ee1c7smallholsch am 19. Dezember 2008 01:47

nehme mal an, genau das war die frage, die nach dem unterschied..ich denke auch gerade darüber nach, aber was vernünftiges fällt mir nicht ein. ich entschuldige deinen fehltrii oder ich vezeihe ihn Dir...


tommi36
beantwortet von tommi36 am 19. Dezember 2008 01:48
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ganz einfach, das eine ist falsch und das andere richtig geschrieben! So, bekomm ich nun den Preis?

Kommentar von 55e352120b1bd7026c2f8996215ffbddsmallWEISTDUS am 19. Dezember 2008 01:52

...auf welchem Dampfer bissu denn?

Kommentar von 54a9f616b4fcf9efc12174b6ada1de3csmalltommi36 am 19. Dezember 2008 01:54

bekomm ich den nu oder nich??

Kommentar von 55e352120b1bd7026c2f8996215ffbddsmallWEISTDUS am 19. Dezember 2008 02:03

auf welchen Preis bisse denn heiss?

Kommentar von 54a9f616b4fcf9efc12174b6ada1de3csmalltommi36 am 19. Dezember 2008 02:07

Na den ultimativen GF-Preuß!

Kommentar von ManfredP am 19. Dezember 2008 02:05

na klar Du bekommst von mir 10 Extrapunkte

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icke666
beantwortet von icke666 am 19. Dezember 2008 01:50
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Entschuldigen kann ich vieles, doch Verzeihen nur wenig!


Kommentar von A1825c1d993ccb5b948f440ce19ee1c7smallholsch am 19. Dezember 2008 01:57

teufel noch eins!

Kommentar von D4ad0e7ae10bd7a03a5b218f6bf4bd89smallicke666 am 19. Dezember 2008 02:17

Und Zwei und Drei nicht zu vergessen!!


molinax
beantwortet von molinax am 19. Dezember 2008 01:58
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Das ist doch so was von egal^.^

Kommentar von 907c574387fbcd64afbb005044344077smallmolinax am 19. Dezember 2008 02:06

Ne quatsch, is nich egal... jtzo werden se sicher böse hier....

Wussten Sie, meine Damen und Herren, dass verzeihen einfach hiesse, ich ziehe von jemandem die Anzeige, in gewissem Sinne auch die Anschuldigung zurück, d.h. ich rechne Verschuldetes nicht an. Das gemeingermanische Verb lautet zeihen und steckt in soo vielen Wörter drinne. Bezichtigen und verzichten, zeigen und selbst zeigen, um nur mal die schönsten zu nennen, gehören irgendwie in dieselbe Familie.

Kommentar von E429559ceff83b232051e792e39cff2dsmallGlatteis am 19. Dezember 2008 02:12

An Deiner späten Antwort erkenne ich, daß Du den halben Duden rauf und runter gelesen hast, um hier eine perfekte Antwort hinzulegen. DH

Kommentar von 907c574387fbcd64afbb005044344077smallmolinax am 19. Dezember 2008 02:17

Aber, ist doch Ehrensache.

Und entschuldige mich bitte für die Fehler,

willst du so gütig sein und mir verzeihen?


Glatteis
beantwortet von Glatteis am 19. Dezember 2008 02:04
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Sich selbst entschuldigen, ist ein Selbstbedienungsladen. Die erwartete Antwort ist: ja, scho recht. Wenn derjenige, der entschuldigen soll überraschend antwortet: Nein, ich entschuldige nicht! Sind die meisten, die Entschuldigung sagen empört. Sie haben sich ja schließlich entschuldigt - sprich selbst entlastet, da man ja erwarten kann, daß das dann auch positiv angenommen wird. Bubs, Mädels, so net. Ich sag meistens nee, wenn sich jemand so selber bedient. Aber andere entschuldigen das. Die sind da anderst. Ob sie's aber gar verzeihen...

Kommentar von Ea8cb9007dff41f07e4710c9bd38c790smallEppendorf am 19. Dezember 2008 02:05

Meine Worte. ;-)

DH

Bitte entschuldige, dass ich so einfach deine Antwort kommentiert habe.
Kommentar von E429559ceff83b232051e792e39cff2dsmallGlatteis am 19. Dezember 2008 02:07

Äähhhhh...


ihabnefrage
beantwortet von ihabnefrage am 19. Dezember 2008 02:08
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nagut... halbwegs weiss ich nu bescheid oder doch nicht ? ... ich werde ab jetzt einfach immer sagen: entzeihen Sie mir bitte.

Kommentar von 54a9f616b4fcf9efc12174b6ada1de3csmalltommi36 am 19. Dezember 2008 02:12

gagger JA nu hast Du es erkannt!

Kommentar von E429559ceff83b232051e792e39cff2dsmallGlatteis am 19. Dezember 2008 02:14

Jetzt bist Du verstört, entschuldige!

Kommentar von 97594e974dadd6a7471ca82d754ea8ffsmallihabnefrage am 19. Dezember 2008 02:36

verziehen. heh?


WEISTDUS
beantwortet von WEISTDUS am 19. Dezember 2008 01:48
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Die Entschuldigung ist eine vom VERSTAND geleitete Verzeihung. Die VERZEIHUNG kommt vom Herzen. "Er hat es ja nicht böse" gemeint.

Kommentar von 54a9f616b4fcf9efc12174b6ada1de3csmalltommi36 am 19. Dezember 2008 01:49

Quatsch: VERZEIHUND kommt nich vom Herz sondern vom HUND


Schnubbizecke
beantwortet von Schnubbizecke am 19. Dezember 2008 03:50
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Mienes Achtens nach heißt entschuldigen das du es akzeptierst, und verzeihen heißt du vergibst demjenigen.


anonym
beantwortet von marv5 am 19. Dezember 2008 06:12
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Wortherkunft, ein tolles Thema.

Was ich darüber sagen und gefunden habe.

Die Wortbedeutungen sind in etwa gleich zu verstehen. Es sind Synonyme, sinnverwandte Wörter, welche eine ähnliche Bedeutung haben.

ver·zei·hen, ver·zieh, ver·zie·hen

Herkunft: Ableitung vom Verb zeihen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) ver-, das ausdrückt, dass etwas entfernt, weggenommen wird.

Synonyme: amnestieren, begnadigen, "entschuldigen", exkulpieren, freisprechen, lossprechen, Nachsicht haben, Nachsicht zeigen, vergeben, Verzeihung gewähren

Gandhi gab zu bedenken: eine abhängige Person kann dem entsprechend nicht verzeihen, sie handelt zwangsläufig.

Demnach ist Entschuldigung eher etwas rationales, was logisches vom Verstand gesteuert. Man erkennt gewisse Umstände und kann diese in seinem Wertesystem entschuldigen. Sich die Beweggründe also vor Augen führen und abwägen ob diese plausibel/nachvollziehbar sind. Man bringt ein gewisses Verständnis auf.

Ich kann also etwas entschuldigen, aber der Person dennoch nicht verzeihen/vergeben. Nur die zu entschuldigende Tat hat dadurch keine direkten Konsequenzen mehr.

Verzeihen/vergeben = Emotional. Man muss den selben Standpunkt vertreten.

Beispiel Religion und Mittelalter : Person x ist streng gläubig, sein Gegenüber ist ein Heide (oder für Person x noch schlimmer ein Atheist), aber wenn er nun konvertiert, dann wird ihm vor Gott vergeben. Also wir ach Person x ihm vergeben. Man kann ihm verzeihen, da er nun die Gleiche Meinung/Glauben vertritt.

Allerdings galt vergeben zu können, als Tugend der Könige („Großmut“) und gilt noch heute als ein Bestandteil fortgeschrittener Zivilisation, da ohne Vergebung (oder Abgeltung) Untaten Rache erfordern würden.

Du siehst man ist sich da wohl nicht so ganz einig.

Denn geht ja auch genau umgekehrt wie oben geschrieben.

Sprache lebt, daher gibt es 2 verschiedene plausible Zustände.

1.Ich kann das niemals entschuldigen, aber ich (will dir) vergebe(.) dir.

-Der Großmut- und auch -teilweise rational/berechnend- -Die Tat ist aber nicht mehr Gut zu machen/ korrigierbar-

2.Ich kann das niemals entschuldigen". Also nie wieder gut machen. So ergibt sich daraus ein völlig neuer Sinn. Es tut ihm (dem Täter) leid und er weiß genau, dass er es niemals entschuldigen kann.

(Sprich er kann nichts (rationales) hervorbringen, von dem er überzeugt wäre, dass dies als Entschuldigung akzeptiert würde. Aber er erhofft sich dennoch die Verzeihung. Er heuchelt Demut.

Per Definition könnte er und man an sich eh nichts selbst Ent-schuldigen. Von der Schuld befreien.

Demnach können die Wörter nur als Synonym zu verstehen sein, ansonsten wäre es leicht paradox. Den in einem gewissen Kontext übernimmt das eine Wort mehr die Eigenschaften/Bestimmungen des anderen. Wie gesagt Sprache lebt.

(Was ist eigentlich die Schuld ? Es gibt verschiedene Arten von Schuld. Vor einer Gottheit (Sünde), so fern man gläubig ist und nicht Christ ist. Da ist ja Jesus für Selbige am Kreuz verstorben. (Hmm dann kann man ja die Sau rauslassen ? Oder galt das nur für alle Sünden bis zu diesem Zeitpunkt :) Egal. Dann gibt es noch die Schuld vor sich selbst. Die sog. Schuldgefühle. Eine anerzogene soziale Emotion. (Das Rechtsgefühl /Ethik) Die Schuld (Verschuldung) bei den Gläubigern. Die Schuld vor dem Gesetz (Staat).

2.Das werde (kann) ich dir niemals ganz vergeben, aber es sei entschuldigt, aber nur um den Frieden aufrecht zu erhalten. -rein rational Natur-


Entschuldigen und um selbiges bitten.

Eine Entschuldigung ist im Wortsinne eine Ent-Schuld-igung, eine Form von Vergebung. Mit der Bitte um Entschuldigung gesteht jemand ein, dass eine Tat von ihm eine moralische Verfehlung war. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist eine Entschuldigung allerdings eben diese Bitte. Der Geschädigte der Tat kann die Entschuldigung annehmen oder ablehnen.

Durch diese Begriffsverschiebung hat es sich im Deutschen eingebürgert, „sich zu entschuldigen“. Im Wortsinne einer Freistellung von Schuld war dieser Sprachgebrauch in früheren Zeiten Unsinn: Man konnte sich nicht selbst von Schuld befreien. Sinnvoller wäre es beispielsweise, statt „sich zu entschuldigen“ um „Entschuldigung oder Vergebung zu bitten“. Zu sagen: „Ich entschuldige mich dafür (oder für den Fehler)“ war daher falsch, da nur der Geschädigte einen von dessen Schuld insoweit befreien kann, als er diese nicht weiter nachträgt.

Im alltäglichen Leben gilt es als Zeichen von Höflichkeit, auch dann um Entschuldigung zu bitten, wenn kein eigenes Verschulden vorliegt, z. B. für eine längere Wartezeit auf Grund von starkem Kundenandrang oder eine witterungsbedingte Verspätung im öffentlichen Personenverkehr.

Des Weiteren wird der Begriff „Entschuldigung“ auch verwendet, wenn man jemanden ansprechen möchte, um etwa eine Frage zu stellen. Beispiel: „Entschuldigung, können Sie mir bitte sagen, wie ich zum Bahnhof komme?“

Für die Annahme einer (Bitte um) Entschuldigung spielt – neben der Schwere der Schuld – der Umstand eine Rolle, ob echte Reue und nicht nur ein oberflächliches Harmoniebedürfnis beim Verursacher der Schuld vorliegt. Es ist üblich, die Annahme einer Entschuldigung durch Worte oder Gesten (z. B. einen Händedruck) dem Gegenüber mitzuteilen. Die Angelegenheit gilt damit als „aus der Welt geschafft“.

Die Vergebung (gr. a·mnestia, "das Nicht-Gedenken") ist ein Schlüsselbegriff des Christentums und zählt auch zu den menschlichen Tugenden. Eine besondere, offizielle Art und Weise der Vergebung ist die Begnadigung. Ein verwandter Begriff zur Vergebung ist die Versöhnung.

So nun möchte ich mich mal für den ellenlangen Post entschuldigen. Ich hoffe man kann mir verzeihen. Aber es ist ja nicht meine Schuld :D


anonym
beantwortet von marv5 am 19. Dezember 2008 06:12
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Wortherkunft, ein tolles Thema.

Was ich darüber sagen und gefunden habe.

Die Wortbedeutungen sind in etwa gleich zu verstehen. Es sind Synonyme, sinnverwandte Wörter, welche eine ähnliche Bedeutung haben.

ver·zei·hen, ver·zieh, ver·zie·hen

Herkunft: Ableitung vom Verb zeihen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) ver-, das ausdrückt, dass etwas entfernt, weggenommen wird.

Synonyme: amnestieren, begnadigen, "entschuldigen", exkulpieren, freisprechen, lossprechen, Nachsicht haben, Nachsicht zeigen, vergeben, Verzeihung gewähren

Gandhi gab zu bedenken: eine abhängige Person kann dem entsprechend nicht verzeihen, sie handelt zwangsläufig.

Demnach ist Entschuldigung eher etwas rationales, was logisches vom Verstand gesteuert. Man erkennt gewisse Umstände und kann diese in seinem Wertesystem entschuldigen. Sich die Beweggründe also vor Augen führen und abwägen ob diese plausibel/nachvollziehbar sind. Man bringt ein gewisses Verständnis auf.

Ich kann also etwas entschuldigen, aber der Person dennoch nicht verzeihen/vergeben. Nur die zu entschuldigende Tat hat dadurch keine direkten Konsequenzen mehr.

Verzeihen/vergeben = Emotional. Man muss den selben Standpunkt vertreten.

Beispiel Religion und Mittelalter : Person x ist streng gläubig, sein Gegenüber ist ein Heide (oder für Person x noch schlimmer ein Atheist), aber wenn er nun konvertiert, dann wird ihm vor Gott vergeben. Also wir ach Person x ihm vergeben. Man kann ihm verzeihen, da er nun die Gleiche Meinung/Glauben vertritt.

Allerdings galt vergeben zu können, als Tugend der Könige („Großmut“) und gilt noch heute als ein Bestandteil fortgeschrittener Zivilisation, da ohne Vergebung (oder Abgeltung) Untaten Rache erfordern würden.

Du siehst man ist sich da wohl nicht so ganz einig.

Denn geht ja auch genau umgekehrt wie oben geschrieben.

Sprache lebt, daher gibt es 2 verschiedene plausible Zustände.

1.Ich kann das niemals entschuldigen, aber ich (will dir) vergebe(.) dir.

-Der Großmut- und auch -teilweise rational/berechnend- -Die Tat ist aber nicht mehr Gut zu machen/ korrigierbar-

2.Ich kann das niemals entschuldigen". Also nie wieder gut machen. So ergibt sich daraus ein völlig neuer Sinn. Es tut ihm (dem Täter) leid und er weiß genau, dass er es niemals entschuldigen kann.

(Sprich er kann nichts (rationales) hervorbringen, von dem er überzeugt wäre, dass dies als Entschuldigung akzeptiert würde. Aber er erhofft sich dennoch die Verzeihung. Er heuchelt Demut.

Per Definition könnte er und man an sich eh nichts selbst Ent-schuldigen. Von der Schuld befreien.

Demnach können die Wörter nur als Synonym zu verstehen sein, ansonsten wäre es leicht paradox. Den in einem gewissen Kontext übernimmt das eine Wort mehr die Eigenschaften/Bestimmungen des anderen. Wie gesagt Sprache lebt.

(Was ist eigentlich die Schuld ? Es gibt verschiedene Arten von Schuld. Vor einer Gottheit (Sünde), so fern man gläubig ist und nicht Christ ist. Da ist ja Jesus für Selbige am Kreuz verstorben. (Hmm dann kann man ja die Sau rauslassen ? Oder galt das nur für alle Sünden bis zu diesem Zeitpunkt :) Egal. Dann gibt es noch die Schuld vor sich selbst. Die sog. Schuldgefühle. Eine anerzogene soziale Emotion. (Das Rechtsgefühl /Ethik) Die Schuld (Verschuldung) bei den Gläubigern. Die Schuld vor dem Gesetz (Staat).

2.Das werde (kann) ich dir niemals ganz vergeben, aber es sei entschuldigt, aber nur um den Frieden aufrecht zu erhalten. -rein rational Natur-


Entschuldigen und um selbiges bitten.

Eine Entschuldigung ist im Wortsinne eine Ent-Schuld-igung, eine Form von Vergebung. Mit der Bitte um Entschuldigung gesteht jemand ein, dass eine Tat von ihm eine moralische Verfehlung war. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist eine Entschuldigung allerdings eben diese Bitte. Der Geschädigte der Tat kann die Entschuldigung annehmen oder ablehnen.

Durch diese Begriffsverschiebung hat es sich im Deutschen eingebürgert, „sich zu entschuldigen“. Im Wortsinne einer Freistellung von Schuld war dieser Sprachgebrauch in früheren Zeiten Unsinn: Man konnte sich nicht selbst von Schuld befreien. Sinnvoller wäre es beispielsweise, statt „sich zu entschuldigen“ um „Entschuldigung oder Vergebung zu bitten“. Zu sagen: „Ich entschuldige mich dafür (oder für den Fehler)“ war daher falsch, da nur der Geschädigte einen von dessen Schuld insoweit befreien kann, als er diese nicht weiter nachträgt.

Im alltäglichen Leben gilt es als Zeichen von Höflichkeit, auch dann um Entschuldigung zu bitten, wenn kein eigenes Verschulden vorliegt, z. B. für eine längere Wartezeit auf Grund von starkem Kundenandrang oder eine witterungsbedingte Verspätung im öffentlichen Personenverkehr.

Des Weiteren wird der Begriff „Entschuldigung“ auch verwendet, wenn man jemanden ansprechen möchte, um etwa eine Frage zu stellen. Beispiel: „Entschuldigung, können Sie mir bitte sagen, wie ich zum Bahnhof komme?“

Für die Annahme einer (Bitte um) Entschuldigung spielt – neben der Schwere der Schuld – der Umstand eine Rolle, ob echte Reue und nicht nur ein oberflächliches Harmoniebedürfnis beim Verursacher der Schuld vorliegt. Es ist üblich, die Annahme einer Entschuldigung durch Worte oder Gesten (z. B. einen Händedruck) dem Gegenüber mitzuteilen. Die Angelegenheit gilt damit als „aus der Welt geschafft“.

Die Vergebung (gr. a·mnestia, "das Nicht-Gedenken") ist ein Schlüsselbegriff des Christentums und zählt auch zu den menschlichen Tugenden. Eine besondere, offizielle Art und Weise der Vergebung ist die Begnadigung. Ein verwandter Begriff zur Vergebung ist die Versöhnung.

So nun möchte ich mich mal für den ellenlangen Post entschuldigen. Ich hoffe man kann mir verzeihen. Aber es ist ja nicht meine Schuld :D

Kommentar von marv5 am 19. Dezember 2008 06:18

Leider wurde die Formatierung nicht übernommen, noch habe ich die Möglichkeit den Post zu editieren.


Maximus40
beantwortet von Maximus40 am 19. Dezember 2008 11:05
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Ich kann eine Sache entschuldigen und einer Person verzeihen.


anonym
beantwortet von luetzelmatt am 9. Februar 2009 14:32
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Das erste Verb ist falsch geschrieben, das zweite richtig.


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