Frage von Volume99, 339

Unterschied zwischen Benzodiazepine, Diazepam-ratiopharm und Xanax?

Kann mir wer den Unterschied erklären? Was ist am stärksten? Was wirkt wie?

Antwort vom Arzt online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Gesundheitsfrage. Kompetent, von geprüften Ärzten.

Experten fragen

Antwort
von Seanna, 279

Xanax ist Alprazolam. Beide, Alprazolam und Diazepam sind Benzodiazepine - Die Stoffgruppe.

Sie haben unterschiedliche Wirkprofile. Xanax wird hauptsächlich gegen Ängste eingesetzt, Diazepam wird als Allroundmittel zum sedieren, angstlösen, als Schlafmittel und als muskelrelaxans eingesetzt.

Über die Stärke kann man nur eine Aussage treffen wenn man die Dosis kennt. 1:1 umrechnen kann man Benzodiazepine nicht. Es gibt Äquivalenzdosis-Verzeichnisse.

Antwort
von dadamat, 245

Diazepam als erster Tranquilizer (von Hoffman LaRoche) entwickelt hat die stärkste spedierende und Muskelrelaxierende Wirkung, Tavor die geringste.

Aber auch unter den Diazepam enthaltenden Mitteln gibt es Unterschiede: das Original von Hoffman LaRoche Valium hat neben dem ostdeutschen (DDR) Faustan die stärkste Wirkungsausprägung; die Generika ( alle mit Diazepam im Handelsnamen) haben durch eine andere Galenik (Füll- und Hilfsstoffe) leider eine nicht so ausgeprägte Wirkung.

Antwort
von pfeifferlinus, 238

Benzodiaziepine ist der Überbegriff, da fallen Diazepam, Xanax, Lorazepam usw darunter. Das stärkere von den beiden von dir genannten ist Diazepam.

Kommentar von Seanna ,

Warum ist das stärker? Es sind unterschiedliche Wirkstoffe und solang keine Dosis angegeben ist kann man über die Stärke sowieso nix aussagen.

Kommentar von Chillersun03 ,

0,5 mg Alprazolam (Xanax) entsprechen in der Literatur (ungefähr) einer Äquivalenzdosis von 10 mg Diazepam.

Antwort
von rehgiiina, 187

Alle sind hochgradig suchtbildende Benzodiazepine - die dürfen NIE mehr als 3 Wochen am Stück eingenommen werden.

Der Entzug dieser Substanzen ist weit härter als der von Alkohol oder Morphinen !

Die "Kandidaten" gehen in der Psychiatrie buchstäblich "die Wände hoch".

Das Suchtpotential ist extrem hoch.

FINGER WEG !

Kommentar von Seanna ,

Grundsätzlich ja - in bestimmten Fällen kann es aber bei strenger Indikation länger als 3 Wochen gegeben werden... Sind aber Ausnahmen und wird idr nur stationär gemacht.

Kommentar von rehgiiina ,

Richtig - nach 6 Wochen Behandlung ist eine Suchtbildung absolut SICHER und das Medikament muss ganz langsam ausgeschlichen werden um schwere Entzugserscheinungen zu vermeiden.

Wenn hier mit Jahrgang 1999 danach fragt, drängt sich der Verdacht auf eine missbräuchliche Nutzung förmlich auf.

Über solche Dinge informiert der behandelnde Arzt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community