Unterschied von Bild und Gestalt?

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3 Antworten

Während ṣäläm eine konkrete plastische Nachbildung – ein Porträt, ein Standbild oder eine Statue – meint (z. B. 2 Kön 11,18 EU), bedeutet demût eher „Gleichheit“, auch wenn es als Ausdruck für Form und Äußeres verwendet werden kann (z. B. 2 Chr 4,3 EU). Letztlich sind beide Wörter fast bedeutungsgleich. Dabei sind beide Begriffe mit Präpositionen versehen, nämlich austauschbar mit be oder mit ke (Gen 1,26 OT und 5,1-3 OT). Beide zielen auf einen Vergleich. Die in Gen 1,26f EU vorfindliche Lehre ist deshalb sprachlich kaum systematisierbar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gottebenbildlichkeit

Jacob Jervell, gest. 2014, der hier als Quelle angegeben ist, war ein höchst renommierter norwegischer Professor für Theologie.

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Kommentar von andreasolar
23.03.2016, 12:12

Danke für den Stern! :D

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Nach den Erkenntnissen der gegenwärtigen 
alttestamentlichen Wissenschaft ist das Wort Bild´als
plastisches oder reliefiertes Standbild oder
Figürchen zu verstehen,

Wo hast du das her, die "Erkenntnisse der alttestamentlichen Wissenschaft" zu dem Begriff Bild ?
Die Aussage ist absoluter Blödsinn egal wo du das her hast.
Bild, Bildnis,Ebenbild  o.ä. wurde wohl schon immer auch als Metapher gebraucht auch und gerade in den alten Schriften.

Es geht um die Zeile: "Und Gott sprach: "Machen wir 
einen Menschen nach unserem Bild,gemäß unserer Gestalt"

Ich bringe mal die Einheitsübersetzung:
26 Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich.
Wie du siehst, sind schon Die Übersetzungen "interpretativ gestaltet".
Daher ist es völlig sinnlos zu versuchen den Begriff oder das Wort "Bild" aus den Schriften zu fixieren mit angeblich wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Bild steht auch für "Vorstellung" o.ä.
Also tu dich da nicht verrennen.
Hier in der Genesis ist ist die Ähnlichkeit mit Gott keine bildliche, sondern eine
geistige - was sonst, da Gott Geist ist. Diese besteht in der  Fähigkeit zu unterscheiden und nach freiem Willen zu entscheiden (sonst gäbe es keine Sünde) Deutlich wird dies in 1.Mos.3,5

5 Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse.
wobei es egal ist daß hier die "Reihenfolge" der Gestaltung des Menschen
etwas durcheinander kommt - die passt eh nicht in der mythischen Erzählung.


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In diesem Satz ist "Bild" als Objekt zu verstehen, "Gestalt" als "Ähnlichkeit".

Nach diesem Satz kann man das Bibelzitat so verstehen:

"Ich mache einen Menschen der so aussieht wie ich und ich so aussehe wie er."

Sinnlose Interpretation einer erfundenen Geschichte. Ich hab noch nie viel davon gehalten Märchen zu interpretieren.

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