Frage von Schneemann123 23.11.2011

Unterschied Psychotherapeut / Heilpraktiker für Psychotherapie

  • Antwort von Mucker 24.11.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    " kann mir jemand erklären, was genau der Unterschied zwischen Psychotherapeut und Heilpraktiker für Psychotherapie ist? "

    Der " Psychologische Psychotherapeut " benötigt zunächst ein gutes Abitur, muss dann ein Uni-Studium absolvieren und hat i.d.R. eine oder mehrere mehrjährige Zusatzausbildungen gemacht. Da kommen dann ähnlich wie beim Arzt schon mal 8 - 10 Jahre Ausbildung zusammen. Das ergibt schon mal eine ganz andere Qualifikation ! Hinzu kommt noch, dass er/sie promovieren kann.

    Er kann dann die Kassenzulassung beantragen - und du kannst zu ihm/ihr ohne Überweisung vom Hausarzt hingehen. Bei Behandlungsbedarf übernehmen die Kassen dann i.d.R. die notwendigen Behandlungskosten

    Der " Heilpraktiker für Psychotherapie " benötigt kein Abitur, kann nach Besuch einer Fachschule oder einer Fernschule eine Prüfung ablegen und sich dann HP für...... nennen. Ausbildung mit mittlerer Reife ca. 2 - 3 Jahre!

    Er erfüllt jedoch nicht die Voraussetzungen, um eine Kassenzulassung zu bekommen - Privatkassen können jedoch die Therapiekosten bei einem HP für Psychotherapie übernehmen.

  • Antwort von DieBorg 24.11.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Unterschied ist gravierend! Heilpraktiker für Psychotherapie müssen sich lediglich einer Prüfung beim Gesundheitsamt unterziehen, ein kleiner schriftlicher Teil mit ca. 30 Fragen und eine mündliche Prüfung, wo psychiatrische Krankheitsbilder abgefragt werden, damit halbwegs sichergestellt werden, ob die Heilpraktiker auch erkennen können, was sie behandeln dürfen und was nicht. Das ist die einzige Überprüfung der Qualität. Deswegen übernimmt auch keine Krankenkasse die Kosten.

    Bei Psychotherapeuten sieht es anders aus. Es gibt ärztliche und psychologische Psychotherapeuten. Die ärztlichen haben Medizin und die psychologischen Psychologie studiert. Um ärztlicher Psychotherapeut zu werden, muß man nach dem Studium eine Facharztausbildung (Dauer 4-6 Jahre je nach Fachrichtung) machen. Es gibt Facharztausbildungen, die die psychotherapeutische Ausbildung beinhalten wie z. B. der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie oder der Facharzt für Psychotherapeutische Medizin (früher Psychosomatik und Psychotherapie). Zudem besteht die Möglichkeit als Facharzt die Gebietsbezeichnung Psychotherapie zu erlangen, dafür ist ebenfalls eine Ausbildung nötig, die ca. 3 Jahre dauert. Um zu wissen, was genau gefordert wird, google nach Weiterbildungsordnung, Ärzte, Psychotherapie, dann wirste schon fündig.

    Die psychologischen Psychotherapeuten, müssen nach ihrem Psychologiestudium ebenfalls eine Ausbildung zum Psychotherapeuten machen. Einige Inhalte überschneiden sich mit dem der ärztlichen Psychotherapeuten, manchmal sind sogar Veranstaltungen zusammen, aber in der Regel bleibt jede Berufsgruppe für sich.

    Beide, also sowohl Ärzte als auch Psychologen können/müssen sich einem Institut anschließen, die diese Weiterbildungen anbieten. Da gibt es Unterschiede, je nach Bundesland. Einige Arbeitgeber übernehmen auch schon mal Teile der Kosten, aber dennoch ist diese Weiterbildung/Ausbildungen teuer. Sie kostet zwischen 10 000 - 50 000 Euro, je nachdem welcher Schwerpunkt gewählt wird.

    Noch Fragen?

  • Antwort von Hardy6 24.11.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    was genau der Unterschied zwischen Psychotherapeut und Heilpraktiker für Psychotherapie ist?

    Die Qualität und Quantität der Ausbildung.

  • Antwort von lupfi 23.11.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ein Psychotherapeut hat Psychologie studiert. Ein Heilpraktiker nicht.

  • Antwort von lamarle 23.11.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    EIin von der Kasse zugelassener Psychotherapeut hat Psychologie oder Medizin studiert und zusätzlich eine Therapeutenausbildung gemacht. Er darf alle psychischen Störungen behandeln, allerdings werden von der Krankenkasse nur tiefenpsychologische Verfahren, Psychoanalyse und Verhaltenstherapie bezahlt. Mit diesen Verfahren können eine Vielzahl an Störungen behandelt werden, allerdings dauert die Therapie oft lange (bei Psychoanalyse kann das schon mal 2 Jahre dauern...). Beim Kassentherapeuten wartest Du auch entsprechend lange auf einen Termin (Monate...) Der Heilpraktiker für Psychotherapie hat seine Ausbildung meist an einer heilkundlichen Schule oder entsprechendem Institut gemacht und eine Prüfung vor dem Gesundheitsamt (Amtsarzt)des Bundeslandes abgelegt. Er behandelt neben den schon genannten Verfahren mit einer Vielzahl weiterer Methoden, die eben von der Kasse nicht bezahlt werden. Kann von Vorteil sein, denn diese Therapien können manchmal recht schnell abgeschlossen werden, sind aber eben nicht auf ihre Wirksamkeit geprüft. Wer zum Heilpraktiker geht, sucht aber auch oft nicht die herkömmlichen "Schulverfahren". Der HP ist in seiner Therapieentscheidung ein ganzes Stück freier als der Kassentherapeut. Es gibt aber auch viele schwarze oder zumindest graue Schafe, die sich auf diesem Feld tummeln. Daher immer gut nachfragen, welche Ausbildung der HP gemacht hat und auch die Prüfungsurkunde zeigen lassen. Der seriöse HP wird das verstehen und nichts dagegen haben.

  • Antwort von Butterfly1960 24.11.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Weil Heilpraktiker für Psychotherapie eine gute Ergänzung sind. Oft bekommt man bei einem Psychologen gar keinen Termin. Wer kann schon monatelang warten, wenns ihm schlecht geht? Hier können HP Psychs oft viel schneller helfen, nämlich dann, wenn die HIlfe gebraucht wird (wenn man denn bereit ist, es selber zu bezahlen bzw. privat versichert ist oder eine Zusatzausbildung hat). Früher durften übrigens auch die Heilpraktiker mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Wurde dann im Rahmen diverser Kosteneinsparungen wieder gestrichen. Leider.

  • Antwort von Butterfly1960 24.11.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Weil Heilpraktiker für Psychotherapie eine gute Ergänzung sind. Oft bekommt man bei einem Psychologen gar keinen Termin. Wer kann schon monatelang warten, wenns ihm schlecht geht? Hier können HP Psychs oft viel schneller helfen, nämlich dann, wenn die HIlfe gebraucht wird (wenn man denn bereit ist, es selber zu bezahlen bzw. privat versichert ist oder eine Zusatzausbildung hat). Früher durften übrigens auch die Heilpraktiker mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Wurde dann im Rahmen diverser Kosteneinsparungen wieder gestrichen. Leider.

  • Antwort von Lilliana22 23.11.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo, Naja so Einfach kann man das nicht beantworten. (alles was hier steht ist nur Laienwissen)

    Also ein psychologischer Psychotherapeut hat Psychologie studiert und eine Psychotherapeutische Ausbildung abgeschlossen. Je nach therapeutischer Fachrichtung hat dieser ein Psychologischer Psychotherapeut, während der Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten selbst eine Mindestanzahl an Selbsterfahrung, und Selbst eine Therapie durchlaufen um seine eigenen psychischen Mängel und Eigenarten zu erkennen und durchzuarbeiten um im Kontakt mit den Patienten eigene Gefühle und Probleme von denen der Patienten abzugrenzen. Und selbst nach (und während) dieser Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten, muss dieser erst einige Erfahrung in Kliniken, Beratungsstellen etc. gesammelt haben um letztendlich eine Kassenzulassung zu bekommen.Also bis man nun Kassenzugelassener Psychotherapeut ist sind meist Jahrzehnte vergangen.

    Die Ausbildung zum Heilpraktiker kann entweder berufsbegleitend (mehrere Jahre) oder als Vollzeitausbildung (7-10 Monate) - das variiert je nach Ausbildungseinrichtung. Was nicht heißen mag, dass es keine guten Heilpraktiker für Psychotherapie gibt (bei entsprechender Erfahrung, Fortbildung und Supervision kann sich so ein Heilpraktiker bestimmt auch ein guter Therapeut sein) Der Heilpraktiker darf zwar viele Störungen behandeln, dass muss nicht heißen, dass die Therapie letztlich genauso erfolgreich Verlaufen würde wie bei einem psychologischen Psychotherapeuten.

    Um tiefgreifende Psychische Störungen behandeln zu können, muss der Therapeut sowohl über ein fundiertes fachliches Wissen und persönlichen Fähigkeiten und einem tiefgreifenden Verständnis für die eigene Rolle als Psychotherapeut verfügen.

    Ich glaube dass die Krankenkassen aus gutem Grund, diese Regelung gewählt haben, was glaubst Du? LG

  • Antwort von hayesgalore 30.04.2013

    Hallo Schneemann123, Hallo Community

    also in Ergänzung was bereits von den Vorrednern gesagt wurde:

    Es gibt nicht "den" einen Weg, wie man zu einem Psychotherapeut wird.

    Neben der "klassischen" Ausbildung gibt es noch "viele andere Wege die nach Rom führen". So bieten verschiedene Ausbilder etwa Ausbildungen an, die mithilfe von Coaching durchgeführt werden. Hier liegt der Fokus eher auf das zustandekommen von Lösungen und Gesundheit. ( Als Beispiel hiefür gilt etwa: http://www.ilp-fachschulen.de/info/ausbildung-psychotherapeut-1.html )

    Man sollte also nicht alle Psychotherapeuten "über einen Kamm scheren". :-)

    LG hayes

  • Antwort von Roferu 15.01.2013

    Ich glaube, dass manche den Heilpraktiker mit Beschränkung auf den bereich Psychotherapie aufsuchen, weil sie gezielt heilpraktikerspezifische Verfahren wünschen. Es werden Behandlungen jenseits der Wissenschaftlichen Medizin gesucht. Beispiele dafür wären Reinkarnationstherapien, energetische Verfahren usw. Übt ein Heilpraktiker diese Verfahren aus, so ist es natürlich notwendig, dass er keine Gefahr für den Behandelten darstellt und beispielsweise psychiartrische Notfälle erkennnt oder organische Ursachen psychischer Störungen oder Medikamenteneinwirkungen abschätzen kann - deswegen die vorgeschriebene amtsärztliche Überprüfung. Grundsätzlich aber suchen die Leute, die zum Heilpraktiker gehen eine ganz andere Behandlung, als die, die zum Psychotherapeuten gehen.

  • Antwort von melllar 09.12.2012

    Hey schau doch mal unter

    www.info-therapie.de

    vielleicht beantwortet die Seite Deine Frage

  • Antwort von orbitara 27.09.2012

    Nur eine Anmerkung. Es gibt viele Heilpraktier für Psychotherapie, die Diplom Psychologen sind. Also sowohl ein Abitur, als auch ein Studium der Psychologie absolveriet haben. Da diese Psychologen durchaus über viel Wissen, als auch Erfahrung in der Behandlung von Menschen mit psychischen Problemen mitbringen, heißt das also noch lange nicht, dass der Betroffenen dort in schlechten Händen ist. Es gibt viele anerkannte Therapieverfahren. Durch die Kassen sind eben nur wenige zugelassen (z.B. Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse). Wichtig ist aber, dass man genau hinschaut, "was" und natürlich auch "wer" sich hinter dem Begriff "Heilpraktiker für Psychotherapie" verbirgt.

  • Antwort von Sylwunita 20.09.2012

    Eigentlich wurde hier alles schon gesagt. Ich würde bei einer psychischen Erkrankung nie zu einem HP gehen. Bei leichten körperlichen Beschwerden jedoch gerne.

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