Wer ist wofür zuständig?
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Der Psychiater ist immer ein Arzt (Medizinstudium) und behandelt Krankheiten, der Psychotherapeut kann entweder Arzt mit Psychotherapie-Zusatzausbildung sein oder Psychologischer Psychotherapeut (Psychologiestudium). Dieser behandelt nicht Krankheiten, sondern "Störungen". Er operiert nicht und verordnet auch keine Medikamente, sondern wendet verschiedene Therapieverfahren an.

Den Titel Psychotherapeut kann nur derjenige tragen, der neben seinem Studium (Psychologie oder Medizin) eine dreijährige psychotherapeutische Vollzeitausbildung absolviert hat.
Das Psychotherapeutengesetz legt fest, dass sich nur derjenige Psychotherapeut nennen darf, der eine Approbation besitzt, d.h. über eine staatliche Erlaubnis verfügt, diesen Heilberuf auszuüben.
Ein Psychotherapeut arbeit mit nicht-medikamentösen Behandlungen, d.h. er kann keine Medikamente verschreiben (dafür ist der Psychiater bzw. ein Arzt zuständig).
Ein "Psychologischer Psychotherapeut" hat neben der dreijährigen Ausbildung zum Psychotherapeuten ein Diplom-Psychologiestudium absolviert.
Ein "Ärztlicher Psychotherapeut" hat Medizin studiert bzw. arbeitet als Psychiater und hat daneben noch die Zusatzausbildung zum Psychotherapeut geleistet.
Ein Psychiater/ Neurologe hat Medizin studiert und ist ein Facharzt für seelische Erkrankungen oder Störungen, allerdings gehen sie von der körperlichen Seite an psychische Probleme heran, z.B. mit Medikamenten (Antidepressiva, Neuroleptika, Hypnotika oder andere Psychopharmaka) oder nicht-psychotherapeutischen Therapien.
Wenn der Psychiater eben auch die Zusatzausbildung absolviert hat, kann er auch als Therapeut arbeiten.
Wenn man Angsterkrankung oder den Verdacht auf eine Neurose, Psychose etc. vermutet, dann sollte man zunächst einmal zu einem Psychiater gehen. Er kann die entsprechenden Medikamente verordnen und an entsprechende Psychotherapeuten/ Analytiker verweisen oder ggf. selbst therapieren.
Bei einer Depression oder anderen seelischen Störungen/ Belastungen kann man sich auch direkt an einen Psychotherapeuten wenden (Liste bei der KK oder beim Hausarzt anfragen oder in die gelben Seiten schauen).
Stets darauf achten, dass eine Zulassung durch die Kassenärztliche Vereinigung vorliegt, damit die Behandlung mit der gesetzlichen Krankenkasse abgerechnet werden kann.
Cy.end of the illusion am 19. Januar 2008 14:31 Wie soll der Patient beurteilen, ob er eine Angststörung, eine Neurose oder gar eine Psychose hat? Das ist eine schwierige Frage, die er sicher gern dem Psychotherapeuten überließe. Er fragt sich erfahrungsgemäß eher, an wen er sich wenden kann. Hier hilft www.psychotherapiesuche.de, ein Informationsdienst, der eine Datenbank für Patienten anbietet, die man anonym online benutzen kann. Aber auch ein persönliches telefonisches Beratungsgespräch ist möglich.
Minax am 19. Januar 2008 14:40 Will dir nicht pauschal widersprechen, cyberoma, aber wenn ein Mensch eine Angst- oder Panikstörung hat, wird er das eigentlich schon sehr deutlich wahrnehmen. In Bezug auf eine Neurose etc. erwähnte ich vorsorglich "Verdacht auf". Derartig schwerwiegende, komplexe Erkrankungen kann man selbst kaum diagnostizieren, eine Depression oder eine Belastung nimmt man in der Regel durch sein Leid schon wahr. Ein Therapeut kann dann - wenn er es für angebracht hält - den Gang zu einem Psychiater für eine zusätzliche medikamentöse Therapie anraten.
Die Seite ist übrigens gut! :)
Eine frage noch: Was ist dann ein Psychologe?
Minax am 19. Januar 2008 20:46 Hm, ich verweise nun am besten mal auf http://de.wikipedia.org/wiki/Psychologe ;-) Ich weiss nicht genau, was du lesen möchtest.
Ein Psychologe hat nach seinem Studium viele Tätigkeitsfelder bzw. -funktionen, z.B. Testung und Beratung, Entwicklung von Personalauswahlverfahren, für die Diagnostik im Strafvollzug, als Wissenschaftler an Universitäten etc.
In erster Linie haben sie also eine die Psychologie betreffende wissenschaftliche, diagnostizierende und beratende Funktion, die sich auf viele Bereiche erstrecken kann, ob selbstständig oder angestellt.

Ein Psychiater ist ein Facharzt für Psychiatrie, der Psychotherapeut kann acharzt für Psychiatrie sein, Facharzt für Psychotherapie oder Psychologe, also kein Arzt. In der Regel geht man zum Psychotheraeuten, wenn es um Krankheiten geht, die mit Gesprächstherapie gebessert werden können, zum Psychiater bei Anzeicen von Schizophrenie oder schwersten Depressionen. Medikamente dürfen nämlich nur Ärte verschreiben.