Unterschied Proxy und VPN?

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6 Antworten

Die Dienste setzen an unterscheidlichen Schichten im Schichtenmodell an.

Ein VPN arbeitet üblicherweise auf OSI-Layer 2 (Sicherungsschicht) oder 3 (Vermittlungsschicht), je nachdem ob es sich um ein "TAP"- oder "TUN"-Netzwerk handelt.

Ein VPN ist daher weitestgehend transparent. Bei Verwendung eines "TAP"-Devices verhält sich der "eingetunnelte" Rechner so, als wäre er mit einem Ethernetkabel an das Netzwerkgerät (üblicherweise ein Netzwerkswitch) angesteckt, an dem das VPN-Gateway hängt.

Ein Proxyserver arbeitet auf Anwendungsebene, auf den OSI-Layern 5 bis 7.

Bei Verwendung eines Proxyservers "merkt" die Anwendung, dass sie über einen Proxy kommuniziert und die Anwendung muss dies auch unterstützen. Umgekehrt muss der Proxy auch das jeweilige Anwendungsprotokoll unterstützen. So kann ein HTTP-Proxy beispielsweise keine FTP-Verbindung "durchleiten", da er dieses Protokoll nicht spricht. (Ausnahme: SOCKS-Proxies arbeiten auf der Transportschicht, also OSI-Layer 4, und sind damit zumindest halbwegs anwendungsneutral.)

Einem VPN-Gateway hingegen ist es egal, welches Anwendungsprotokoll läuft. Das vermittelt die Protokolldateneinheiten (Ethernet-Frames bzw. IP-Pakete) auf der Sicherungs- bzw. Vermittlungsschicht.

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Kommentar von Minecrafter1410
15.09.2016, 13:08

Du scheinst dich gut damit auszukennen. Ich bin nicht gerade ein Profi auf dem Gebiet. Aber ist es also im Endeffekt so, dass eine VPN für den GESAMTEN Internetverkehr auf meinem Rechner zuständig ist und ein Proxy nur für bestimmte Programme?

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In der Tat werden beide Begriffe häufig durcheinander geworfen. Beide bieten ein gewisses Maß an Anonymität, weil Du nicht mit Deiner eigenen IP-Adresse, sondern mit der IP-Adresse des Proxy- oder VPN-Servers unterwegs bist. Das gilt zumindest für die Varianten, die Privatpersonen für den Hausgebrauch angeboten werden.

Ein VPN wird zumeist verschlüsselt (Ausnahme wäre z.B. ein MPLS-VPN, aber das ist nichts, was Privatpersonen angeboten wird). Der VPN-Server terminiert die Verschlüsselung und schickt Deine Daten zum eigentlichen Ziel. Ob der von Dir verwendete VPN auch verschlüsselt, wäre zu prüfen.

Ein Proxy macht prinzipiell das gleiche. Proxies sind in der Regel auch geeignet, um Daten zwischenzuspeichern (Caching), zu filtern und zu manipulieren. Das sind aber Funktionalitäten, die bei Proxys für den Hausgebrauch nicht zum Einsatz kommen. Da geht es nur darum, nach außen hin mit einer anderen IP-Adresse zu erscheinen.

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Proxys sind genau für solche Einsatzgebiete konzipiert.

VPNs werden eigentlich verwendet um von außen auf ein internes Netzwerk zuzugreifen, zum Beispiel dein Heimnetz, wo du ja von außen nicht so einfach reinkommst. Auch sind VPNs besser verschlüsselt und es gibt unterschiedliche VPN-Protokolle (L2TP, PPTP, IPSec xAuth, OpenVPN, etc.).

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Eine Proxy ist ein Server über den dein Traffic geleitet wird, eine VPN ist eine verschlüsselte Verbindung zu einem Server über den auch dein Traffic geleitet werden kann.

Also Proxy ist nur eine weiterleitung z.b. zum Verschleiern der IP Adresse

VPN kann ebenfalls eine Weiterleitung sein der Weg (auch Tunnel genannt) zum Server ist allerdings extra verschlüsselt. Die IP-Adresse wird auch verschleiert. Und eine VPN wird nicht ausschließlich zur weiterleitung benutzt sondern z.b. auch um einfach nur auf den Server zuzugreifen. Übersetzt heißt VPN, Virtual Privat Network

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Als ich noch Hotline gemacht habe,  habe ich mich per VPN von zuhause mit meine Firma  und anderen verbunden.

es ist eine sichere Verbindung.



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Kommentar von iwolmis
15.09.2016, 00:12

Proxy verwendet man um unter anderen IP sich anzumelden, aber je nach Proxy-Server ist es nicht sicher.

mit VPN bist du so wie auf dem anderen Rechner und hast du normalerweise alle Rechte, falls du Zugangsdaten hast.

Ich bin per VPN zu meine Firma aufgebaut von Zuhause und weiter gearbeitet so als ob ich ich in der Firma am meinen Arbeitsplatz wäre.

Es war bei Hotline wichtig, da man auch mit Laptop unterwegs war und muste die Probleme bei Kunden beheben.



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