Frage von keineahnungaf, 49

Unterschied private Krankenkversicherung und gesetzliche Krankenkasse?Und welche ist besser? Und warum ist die besser? Was kostet mehr?

Bitte erklären, aber nicht so kompilziert. Ich kenne mich damit nicht aus.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RHWWW, Community-Experte für Krankenkasse, Krankenversicherung, gesetzliche Krankenversicherung, ..., 36

Hallo,

vielleicht hilft das:

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

- wer pflichtversichert ist (z.B. Azubis), wird auf jeden Fall in der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen (z.B. unabhängig von den Einnahmen und dem Gesundheitszustand)

- der Beitrag wird prozentual von den Einnahmen berechnet (niedrige Einnahmen -> niedriger Beitrag, z.B. auch als Rentner)

- die Leistungserbringer rechnen direkt mit der Krankenkasse (Krankenkassen können daher ggf. niedrige Preise aushandeln)

- Ehegatte und Kinder können ggf. kostenlos familienversichert werden

- die Leistungen sind für alle Mitglieder einer Krankenkasse gleich, d.h. im Gesetz = Sozialgesetzbuch V geregelt (Ausnahme: Krankengeld). Zwischen den Krankenkassen gibt es Unterschiede aufgrund von evtl. Satzungsleistungen.

- Für viele Leistungen ist eine Zuzahlung zu leisten (oft 10 Euro bzw. 10%).

Private Krankenversicherung (PKV):

- Arbeitnehmer mit einem Bruttoverdienst von mehr als 54.900 Euro jährlich, Selbständige und Beamte können statt der GKV die PKV wählen.

- wenn ein Versicherungsantrag gestellt wird, kann die Versicherung den Antrag ablehnen (wegen der Einkommensverhältnisse oder des Gesundheitszustandes). Bei Vorerkrankungen - auch in der Vergangenheit - kann die Privatversicherung Risikozuschläge erheben.

- Bei falschen oder vergessenen Angaben zu den Gesundheitsfragen kann die Privatversicherung den Vertrag auch noch Jahre später beenden. Jede Krankheit kann entscheidend sein.

- es sind pro Person Beiträge zu zahlen (auch für minderjährige Kinder!).

- auch bei deutlich geringeren Einnahmen sind die Beiträge weiterhin gleich hoch (z.B. Insolvenz, Arbeitslosigkeit, Frührente, Sabbatjahr, Altersrente, Elternzeit).

- die Unterschiede zwischen den verschiedenen Leistungstarifen sind oft größer als die Unterschiede zwischen verschiedenen Unternehmen.

- man kann einzelne Leistungen in der PKV ganz abwählen oder nur sehr gering versichern. Wenn man diese Leistungen später benötigt, kann man das aber nicht mehr versichern.

- Rechnungen kann immer nur der Versicherungsnehmer zur Erstattung einreichen. Das ist für getrennt lebende Ehegatten oder volljährige Studenten sehr ärgerlich, weil dann immer alle Arztbesuche offen gelegt werden müssen.

- Es gibt viele Leistungsbereiche, in denen viele Privatversicherte weniger Leistungen als in der GKV versichert haben: Reha, Psychotherapie, Haushaltshilfe, Hilfsmittel, Pille/Empfängnisverhütung, Krankengeld bei Erkrankung des Kindes, Verdienstausfall bei Begleitpersonen im Krankenhaus, Fußpflege bei Diabetikern ...

- Rechnungen und ggf. Mahnungen von den Leistungserbringern erhält immer der Versicherte/Patient. Auch wenn die Versicherung nur einen Teil erstattet, ist die komplette Rechnung zu bezahlen.

- Ärzte können bei Privatpatienten Rechnungen nach der GOÄ ausstellen. Ob und wieviel dem Patienten später von seiner Versicherung erstattet wird, ist dem Arzt egal.

- Viele Privatversicherte haben eine jährliche Eigenbeteiligung vereinbart (z.B. 1000 Euro). Die Versicherung erstattet Rechnungen nur, wenn die Summe der Rechnungen diesen Betrag überschreitet, und auch dann nur den übersteigenden Betrag.

Noch Fragen offen?

Gruß

RHW

Kommentar von RHWWW ,

Danke für den Stern!

Antwort
von Reanne, 33

Bei einem monatlichen Einkommen über 4.125 Euro = Beitragsbemessungsgrenze, kannst Du Dich privat versichern. Bei weniger Gehalt geht nur gesetzlich.

In jungen Jahren ist die PK preisgünstig, aber mit Familie zahlt man für jedes Familienmitglied Beitrag. In der GKV ist die Familie mitversichert. Im Alter - ab 55 Jahre - kannst Du unter gar keinen Umständen mehr in eine GKV wechseln. Die Beiträge steigen enorm, weil es keine Solidargemeinschaft ist.

Antwort
von Georg63, 30

Wenn du einen normalen Job hast, kann dir das egal sein, da du eh keine Wahl hast.

In eine Private kannst du nur wechseln, wenn du selbständig bist oder Beamter oder ein extrem hohes Gehalt bekommst (Grenzwert googeln).

Für junge gesunde Menschen bieten die Privaten sehr günstige Tarife an, viele dabei mit gestaffelten Zusatzleistungen gegenüber den Gesetzlichen.

Dafür steigen die Beiträge aber mit dem Alter unabhängig vom Einkommen. Wenn man dann älter ist und das Geld nicht mehr so üppig reinkommt, hat man als privat Versicherter erhebliche Nachteile durch die hohen Beiträge.

Ich bin als Selbständiger freiwillig in einer GKV und fahre damit ganz gut.

Antwort
von tryanswer, 26

In Kürze: Die gesetzlichen Krankenkassen, finanzieren ihre Leistungen aus den gesamten Beiträgen ihrer Mitglieder. Die privaten Krankenkassen teilen ihre Versicherten in Gruppen ein, die sich dann auf Gegenseitigkeit finanzieren. Das Problem ist, das mit dem versterben von Gruppenmitgliedern im Alter, die Kosten für die verbleibenden Gruppenmitglieder steigen.

Man kann also grob sagen: in jungen Jahren ist die private Krankenversicherung häufig günstiger; im Alter ist es die gesetzliche.

Antwort
von zeytinx, 26

Also wie ich merke die gesetztliche die bekommen ja alles in den hintern gestckt,
Naja auser bei meiner zahnspange habe wine zweite bekommen war mit der ersten fertig, die zahlen trotzdem noch die artz besuche

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