Unterschied Krankenversicherungen in Deutschland?

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1 Antwort

Hallo laura8489,

es gibt in Deutschland in der Krankenversicherung zwei Systeme. Zum einen die Gesetzliche Krankenversicherung, in der ca. 90 % der Bevölkerung versichert sind und zum anderen die private Krankenversicherung.

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) beruht auf dem Solidaritätsprinzip. Die Beiträge werden nicht abhängig vom persönlichen Krankheitsrisiko berechnet, sondern allein nach dem Einkommen. Der allgemeine Beitragssatz liegt im Moment bei 14,6 % vom Bruttolohn. Darüber hinaus können die einzelnen Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben.  

Für Ehepartner, die nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen und Kinder in der Schulausbildung besteht der Anspruch auf eine kostenlose Familienversicherung bei der GKV.

Die Gesetzlichen Krankenkassen haben einen einheitlichen gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskatalog. Jeder Versicherte hat einen gesetzlichen Anspruch auf diese Leistungen. Darüber hinaus bieten Krankenkassen interessante besondere Leistungen an, um den Schutz bei Krankheit nochmals zu erhöhen. Diese Leistungen werden von jeder Krankenkasse individuell in ihrer Satzung festgelegt.

Einige Leistungen werden in der GKV teilweise oder gar nicht angeboten (z.B.: Heilpraktiker, Brille,Auslandsschutz usw.). Diese Leistungen können bei einer privaten Kranken-versicherung in Form von Ergänzungsversicherungen vereinbart werden.

Einige Personengruppen (z.B. Selbstständige, Beamte, Angestellte mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von über 56250 Euro) haben sogar die Möglichkeit sich komplett privat zu versichern.

Im Gegensatz zur GKV berechnet die private Krankenversicherung ihren Beitrag unabhängig vom Einkommen des Kunden. Der Beitrag wird unter Berücksichtigung vom Eintrittsalter, persönlichen Gesundheitszustand und dem Leistungsumfang des Tarifes festgelegt. Das bedeutet, je jünger und gesünder eine Personen beim Vertragsabschluss ist, desto niedriger ist der Beitrag. Hierbei hat der Kunde die Wahl zwischen verschiedenen Tarifen mit unterschiedlichen Leistungen und verschiedenen Selbstbeteiligungen.

In der privaten Krankenversicherung gibt es keine kostenlose Familienversicherung, so dass für jede Personen einen Beitrag erhoben wird.

Ein Privatpatient bekommt für seine Behandlung immer eine Rechnung, die er bezahlt und dann zur Erstattung bei seiner Versicherung einreicht. Im Gegensatz dazu geben gesetzlich Versicherte bei Behandlungen einfach ihre Versichertenkarte ab und die Ärzte/Krankenhäuser rechnen direkt mit der Krankenasse ab.

Ich hoffe, dass ich dir einen guten Überblick geben konnte.

Viele Grüße,

Denis vom Barmenia-Team


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