Frage von Malavatica, 157

Unterschätzt die Politik die Folgen der Niedriglohn -Politik der letzten Jahre?

Vor dem Hintergrund von ständig steigenden Mieten und Altersarmut.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SKR700, 67

"Unterschätzt"Ist wohl ein Schreibfehler.

UNTERSTÜTZT wäre die korrekte Aussage.

Gas- Gerd und Konsorten haben damals die CDU und FDP rechts überholt mit ihrer Null- Steuer- Politik für Casino- Kapital und gleichzeitiger Niedrigstlohn- Zwangsarbeit für die ehrlich arbeitende Bevölkerung.

Und die Lämmer schweigen weiter.

(die Übergriffe auf die Opfer der Wirtschaftspolitik zähle ich mehr zum gelegentlichen Blöken)

Kommentar von Malavatica ,

War schon immer so. Nur wo schon was ist, kommt noch was hin. Die ehrlichen und Kleinen sind die Dummen und zahlen drauf. Und werden überdurchschnittlich belastet. 

Kommentar von wolfgang11 ,

Altes deutsches Sprichwort: Der Teufel setz sich immer auf den größten Haufen.

Antwort
von herakles3000, 49

Ja teilweise ist es so den zb mit Einführung des 450€ Jobs wurden viele voll zeit stellen  zerstört..!

Aber  Es war schon lange nötig das der mindes Lohn eingeführt wurde da selbst das noch unterboten wurde zb auf 2.50€ die stunde was zu wenige ist.

Aber was viele vergesen ist aber wer kein Geld hat kann es auch nicht ausgeben wen jeder ein Minimum von ca 1000 € hätte dan kann man was ausgeben und die Wirtschaft wird besser. und es gibt mehr Steuereinnahmen.

A´m besten wäre es wen jeder der kann  eine Arbeit bekommen könnte damit wäre sehr viele Steuer einnahmen verbunden .

Kommentar von Malavatica ,

Ja,ich denke, es ging nur darum Stellen zu schaffen und sich dafür auf die Schulter zu klopfen. Wieviel Geld gezahlt wird, war denen egal. 2,50 €, ich bin noch nachträglich geschockt. 

Kommentar von herakles3000 ,

Das war sogar schon in DM Zeiten so das waren aber Damals zb Ausländer die unter den Tariflohn arbeiten geganen  sind soagr auf den Bau für  5 dm Die stunde wo der Satz bei 10-15 Dm lag.(hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun sonder mit Geschichten und tatschen.)Heute liegt der absolute mindestlohn bei 1 € wen man Länger Arbeitslos ist und das obwohl es meistens sicher ist dort kein Stelle zu bekommen.An dieser Ausbeutung verdient nichtt nur die Industrie sonder auch der Staatdt weil zb 1€ Jobber auch in schul Kantine oder andere Staatliche Einrichtungen eingesetzt werden und das sind keine Teenager sonder ältere Menschen die arbeite wollen und könne wen die Gelegenheit dazu bekommen.!In wirklich keit ging es nie darum Stellen zu schaffen sonderen die Reichen noch reicher zu machen den fast nur die Profitieren davon.

Antwort
von brummitga, 26

nicht unterschätzt, sondern erst möglich gemacht. Und heute will uns die SPD mit Krokodilstränen weismachen, dass sie daran je etwas ändern würde.

Kommentar von Malavatica ,

Aber das ist nicht wirklich überzeugend :)

Antwort
von wolfgang11, 42

Der wahre Grund liegt wo anders.

Nach dem 2. Weltkrieg gab es vielmehr produktiv arbeitende Menschen und weniger Menschen, die mit Dienstleistungen beschäftigt waren.

Die produktiv arbeitenden Menschen müssen nicht nur die Sozialbeiträge aufbringen, sondern auch die Dienstleister unterhalten.

Viele der produktiven Arbeitsplätze sind durch Roboter ersetzt worden. Die Roboter zahlen keine Sozilabgaben. Die fehlen in den Kassen. Ebenso die Lohnsteuer.

Politiker sehen diese Schieflage nicht, oder wollen sie nicht sehen. Angenommen, es gäbe gar keine produktive Arbeitsplätze mehr, gäbe es bald keine Renten mehr. Die Krankenkassen könnten die Leitungen nicht mehr erbringen. Zudem könnten die Dienstleister nicht mehr unterhalten werden. Schließlich hätten die Menschen kein Geld mehr, die Waren zu kaufen, die die Roboter produzieren.

Soweit denken die Politiker nicht voraus. Sie machen Wahlgeschenke und verteilen Subventionen, damit sie wieder gewählt werden.

   

Antwort
von atzef, 43

Was meinst du mit "Niedriglohnpolitik der letzten Jahre"?

In Deutschland wurde der Niedriglohnsektor drastisch besser gestellt durch die Einführung des Mindestlohns. Im Weiteren ist der Staat gehalten, sich weitgehend aus dem Regelungsbereich der Tarifparteien herauszuhalten. Das betrifft insbesondere Lohnverhandlungen.

Insofern gibt es keine "Niedrig-Lohnpolitik", weil die Lohnhöhe dem Grundsatz nach keine Angelegenheit politischer Regulierung darstellt.

Kommentar von Malavatica ,

Ja, die Einführung des Mindestlohns war ein Anfang, kam aber viel zu spät. Man darf gespannt sein, wie es sich entwickelt. Der Mindestlohn hätte viel früher kommen müssen. 

Kommentar von atzef ,

Besser spät als gar nicht. "Zu spät" gibt es in der Politik eh nicht. Zuletzt - auch wg. des Mindestlohns - sind die reallöhne in Deutschland wieder gestiegen.

Kommentar von wolfgang11 ,

Ist das wahr?

Schau mal über den Zaun nach Frankreich. Da ist der Mindestlohn höher und die Sozialleitungen sind nicht schlechter (kann man Googeln).

Bei der Gesetzgebung geht es den Deutschen natürlich besser. Die Frage ist nur wem.  

Kommentar von atzef ,

Nicht nur der Mindestlohn ist höher, auch die Mieten und das allgemeine Preisniveau. Ferner die Arbeitslosigkeit. Die ist doppelt so hoch.

Aber du kannst ja gerne im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit nach Frankreich übersiedeln und dort das vermeintlich höhere Niveau an Lohneinkommen und Sozialleistungen "genießen"...

Kommentar von wolfgang11 ,

 Atze. Woher nimmst du die Weisheit?

Meine Kinder leben in Frankreich. Ich bin oft dort.

Nur ein Beispiel. In Frankreich gehen die Kinder ab 3 Jahre in den Kindergarten. Der ist kostenlos. Meine Enkel sind diesen Weg gegangen. sprechen perfekt französisch und studieren inzwischen. Sie sprechen aber auch perfekt deutsch.


Kommentar von atzef ,

Welche Weisheiten meinst du? Die doppelt höhere Arbeitslosigkeit kannst du im Handumdrehen ergoogeln. Das deutlich höhere Preisniveau entspricht einfach meinen Pariser Erfahrungen. Lässt sich aber auch umstandslos objektivieren: http://www.bild.de/geld/wirtschaft/aldi/wo-shoppt-man-bei-aldi-am-guenstigsten-3...

Das der Kindergarten kostenlos ist, ist schön. Fragt sich wiederum, wieviel dort dann die Kindergärtnerinnen verdienen. Dagegenhalten könnte man z.B. die abnorm hohe Jugendarbeitslosigkeit aufgrund des fehlens eines dualen Berufsausbildugssystems.

Lange Rede kurzer Sinn: Plausible Vergleiche erfordern mehr, als sich nur einseitig Rosinen herauszupicken. "Besonders in der Schweiz müssen Verbraucher tief in die Taschen greifen:
Die Lebenshaltungskosten liegen bei den Eidgenossen um satte 58 Prozent über dem EU-Schnitt. Aber auch Österreich, Frankreich, Luxemburg oder Belgien sind für Verbraucher teurer als Deutschland."

http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/preisvorteile-in-deut...

Antwort
von piobar, 94

Es ist eine Teufelaküche. Wenig Gehalt bedeutet mehr Arbeitsplätze. Höheres Gehalt bedeutet weniger Arbeitsplätze.

Wenn man wenig aber dafür gut bezahlte Löhne haben möchte spaltet man die Gesellschaft sehr schnell und stark. Wenn wenig Lohn bezahlt wird, aber dafür mehr Arbeitsplätze gibt, finden viele einen Job und die Spaltung der Gesellschaft lässt auf sich warten.

Die Politik soll dafür sorgen, dass sich Mieter nicht grundlos Bereichern und für mehr Wohnungsbau, welches bezahlbar ist. Jeder der eine Penthouse habe möchte soll ruhig in die Tasche greifen, die anderen sollen nicht bestraft werden. Man müsste Lohn und Miete prozentual anpassen und exponential verrechnen, so meine Meinung...

Kommentar von Malavatica ,

Wenn wer wenig verdient trotz Arbeit aber kaum davon leben kann, stimmt etwas nicht. War es nicht mal Aufgabe der Politik, die Schwachen zu schützen und unterstützen?  Vielleicht sehe ich das ja falsch. Und der Staat setzt ja auf private Vorsorge. Nur, wer nichts hat, kann nichts zurücklegen. Deshalb denke ich, dass der Staat etwas verschlafen hat. 

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Der Staat hast hier nicht s verschlafen ,er setzt eine klare Agenda um .

Du glaubst Politik würde die Interessen des Volkes vertreten ? 

Weit gefehlt.

Kommentar von Malavatica ,

@ waldfrosch, ok, das war naiv von mir. :(

Kommentar von piobar ,

Das meinte ich ja. Die Theorie von Niedriglöhne ist eventuell nicht verkehrt wenn die anderen Faktoren stimmen. Dann bedeutet es, dass man durch Arbeit im Niedriglohnsektor kein Luxus leisten kann jedoch moderat leben könnte wenn eben Wohnung und Nahrung und Fernwärme stimmen würde.

Antwort
von voayager, 6

du hast da eine ganz naive und blauäugige Vorstellung von "unserem" Staat. Der ist nun wahrlich nicht daz uda, die Wohlfahrt der Massen zu bedienen, sondern er ist vielmehr dazu da, für die Mehrung von Kapital zu sorgen ganz allgemein, sowie die Wohlfahrt der Konzerne insbesondere. Besonders gilt dies für alle zurückliegenden Regierungen sowie der jetzigen, besonders ausgeprägt seit der Schröder/Fischer-Regierung.

Weisst du was ein bürgerlicher Staat eigentlich ist? Nun, er ist der ideelle Gesamtkapitalist, was dann eine eindeutige Aufgabenstellung ergibt. Alles was Altersarmut und steigenden Mieten so eintritt, ist wohlbedacht von Regierung, der Mehrheit des Parlaments sowie der Justiz, das nennt man gemeinhin auch Umsetzen der vorgenommenen Agenda.

Der Ausdruck "die Politik" ist unsinnig, macht keinen Sinn, denn das ist nur was Nebulöses, dieseer Begriff. Es handelt sich stets um Politiker/innen, die eine ganz bestimmte Politik betreiben, das ist ganz konkret und keinesfalls diffus, wie z.B. "die Politik".

Antwort
von DerHans, 61

Diese Politik hat dazu geführt, dass Deutschland mit Abstand am besten in der EU dasteht.

Oder warum glaubst du, dass die "Flüchtlinge" alle nach Deutschland wollen?

Wenn daraus tatsächlich vermehrte "Altersarmut" erzeugt wird, müssen sich später ganz andere Leute damit beschäftigen.

Politiker schauen nur höchstens auf die NÄCHSTE Wahl.

Kommentar von Malavatica ,

Ich glaube, du hast noch nie für wenig Geld arbeiten müssen. Sei froh. 

Kommentar von DerHans ,

Ich bin Rentner und ich arbeite, weil es mir Spass macht, zusätzlich für 9 €/h.

Bin aber in der komfortablen Lage, jederzeit sagen zu können, ich hab keine Lust mehr.

Antwort
von jimpo, 10

Das alles ist nur schrecklich, was in der heutigen Zeit abläuft. Die Arbeitnehmer werden ausgebeutet. Schlimmer gehts nimmer.

Antwort
von soissesPDF, 25

Das war und ist die erklärte Absicht neoliberaler Politik und naiver Globalisierungsfetischisten.
Den Vogel vollens abgeschossen hat die SPD zusammen mit den Grünen, mit ihrer unsinnigen Agenda 2010.

Ohne diesen Krampf gäbe es die AfD heute nicht.

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