Frage von jasonjason123, 25

Unternehmensstruktur - Holding bei Startups, Inkubatoren, VC's?

Hallo,

welche Unternehmensstruktur eignet sich am besten?

Hintergrund: ich bin geschäftsführender Alleingesellschafter einer UG (=Kernfirma = Firma K). Wir bieten Dienstleistungen / Consulting. Zum anderen entwickeln und testen wir neue Geschäftsmodelle. Mittelfristig sollen aus erfolgreich getesteten Geschäftsmodellen eigene Firmen entstehen (Ventures = V). Zudem möchten wir in andere Startups investieren. Aktuell sind wir also nur Dienstleister. Mittelfristig sehen wir uns als Inkubator und VC. Allerdings sind auch Best-Practices für Business Angels interessant, da ich persönlich lange Zeit an allen Firmen den größten Anteil halten werde.

Ziel: Festlegen einer nachhaltigen Unternehmensstruktur, welche insb. Aktivitäten wie Reinvestitionen und Exits berücksichtigt. Hierbei sind folgende Kriterien zu beachten: Steuerfreundlichkeit, Ordnung / Einfachheit

Option A:

1 Kernfirma, 1 Holding, x Ventures Die Kernfirma sowie die Ventures sind Teil der Holding. Sämtliche Geschäftsfälle, die sich keinem Venture zuordnen lassen (Personalausgaben, Umsatz aus Consulting) werden der Kernfirma zugeordnet.

Fragen: Wie sollte die Holding heißen? "Kernfirma Holding": Ist dieser Name für einen VC und Inkubator geeignet? "Kernfirma Ventures": Was wenn die Firma an die Börse geht? Macht das Sinn "Ventures" zu heißen? "Echtname Gesellschafter Ventures": Für Investoren in die Unternehmensgruppe und Börsengang ungeeignet

Option B: Kernfirma und Ventures. Keine Holding.

Überlegungen: Vermutlich aus steuerlicher Sicht nicht geeignet (siehe Angel Gesetz)

Sonstiges Ich konnte bisher nicht rausfinden wie die andere das geregelt haben. Rocket Internet vor dem Börsengang, oder auch Business Angels / Investoren (Frank Thelen, ...). Oder auch VCs (Shortcut Ventures, ...). Haben die alle eine Holding? Und wenn ja wie heißt sie und in welchem Land wurde sie gegründet?

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Antwort
von Stromkant, 25

als Startup, das seine Struktur erst festlegen will (bzw. gerade dabei ist) empfiehlt sich jedenfalls eine Struktur, in der die Gebühren und Kosten für die (Struktur)Gründungen nicht höher sind als die Umsätze minus Kosten zumindest des Vorjahres

und Venture heisst doch eigentlich, dass es sich um eine gemeinsame Firma mit einem Neugründungs-Interessenten handelt, da müsste sich die neue Struktur als Einigung zur gemeinsamen Unternehmensform herausstellen

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 21

Wenn Du es, wie von Dir angedacht machen willst, dann würde ich mich weniger darum kümmern, wie Rocket, Thelen und Plattner das gemacht haben, weil die Geld bis über die Haarspitzen haben, Du aber vorerst nur eine UG und vermutlich mit dem Cent rechnen musst.

Ich mache es jedenfalls so, dass ich dort, wo ich mich an  Unternehmen, die ich berate, selbst beteilige, das immer als Kommanditist, oder atypischer stiller Gesellschafter mache. So habe ich nämlich durch die meist laufenden Anlaufverluste eine Steuerersparnis. Wenn es dann gut läuft, muss ich so, oder so versteuern. 

Für langfristige Kapitalbeteiligungen bieten sich dann Holdinglösungen über Zypern, Malta, oder Liechtenstein an.

Für Finanzierungen bereite ich mit Freunden gerade die GRündung einer SCE (europäische Genossenschaft) vor, weil das ein Konstrukt von großer Flexibilität ist.

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