Frage von Golnii, 116

Unternehmensidee sinnvoll?

Hallo zusammen,

ich möchte gerne ein nebenberufliches Gewerbe eröffnen. Mir kam diese Idee aufgrund meiner jahrelangen ehrenamtlichen Tätigkeit im Tierschutz. Immer wieder musste ich sehen, wie neue Besitzer ihre Hunde wiedere zurückgaben, weil nicht das eingetroffen ist, dass sie vom Hund erwartet hatten.

Die Beschreibung lautet ungefähr: MyDogMatch hat sich die bundesweite Vermittlung von Hunden, u.a. aus dem Tierschutz, zur Aufgabe gemacht. Der Kunde beauftragt MyDogMatch mit der Suche nach einem Weggefährten und wird umfassend vor und während des Adoptierverfahrens beraten und betreut. MyDogMatch erfragt die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden und findet heraus, welcher Hund am besten zu dem Profil des Kunden passt. Wir arbeiten mit einer Vielzahl von Tierschutzvereinen,Tierheimen und zertifizierten VDH-Züchtern zusammen und können somit den perfekten Wegbegleiter auf vier Pfoten finden, der bereits sehnlichst auf ein Zuhause wartet.Hierbeibei vermitteln wir zwischen Kunde und Tierschutzverein/Züchter und sind der kompetente Ansprechpartner während der Vor- und Nachkontrolle. Nach erfolgreicher Vermittlung können wir weiterhin als Ansprechpartner zu Hilfe stehen.

Was haltet ihr davon? Ich würde mich über Ratschläge, Anregungen, Tipps und vor allem über die Teilnahme an meiner Umfrage freuen :)

https://www.surveymonkey.de/r/XKNPXGK

Vielen Dank!

Antwort
von PicaPica, 56

Klingt doch nicht schlecht. Ist eine Art Vergleichsseite mit weitreichender Beratungsfunktion.

Könnte mir schon vorstellen, dass das Zukunft haben könnte.

Antwort
von Jerne79, 39

Die Idee an sich finde ich gut, ich glaube allerdings, dass es dafür keinen Markt gibt und keine Möglichkeit für dich, aus der Arbeit mit einem vernünftigen Stundenlohn rauszugehen.

Ich fürchte auch, es wird schwer, Leute zu finden, die für diese Leistung zahlen wollen.

Das Problem deiner potenziellen Zielgruppe ist ja, dass sie sich vorher nicht informieren und meist auch meinen, alles besser zu wissen. Der Hund wird nach Optik statt nach Rasseeigenschaften ausgesucht und soll dabei in der Regel noch möglichst günstig sein. 

Ordentliche Züchter wünschen sich in der Regel, dass sie sich die neuen Besitzer ihrer Tiere selbst aussuchen können. Willst du ein breites Angebot bieten können, könntest du zudem nicht jeden Züchter persönlich beurteilen.

Ob da Tierheime und andere Vereine mitspielen würden, würde ich ebenfalls hinterfragen. Schließlich gibt es inzwischen zahlreiche kostenlose Möglichkeiten für künftige Tierbesitzer, auch auf nationaler Ebene in Tierheimen zu suchen.

Jetzt könnten wir noch überlegen, wie du dir das finanziell vorstellst.

Nebengewerbe. Das heißt, du willst nicht deine gesamte Energie darauf verwenden. Du müsstest aber auf jeden Fall schon lange VOR dem ersten Kunden Kontakt zu Tierheimen, Tierschutzvereinen und Züchtern aufnehmen. Ob die alle mitspielen, ist wie gesagt fraglich.

Nun kommt der Kunde. Um dessen Wünsche und Bedürfnisse abzuklären, geht schonmal eine Menge Zeit drauf. Dann hast du aber noch kein Tier für ihn gefunden. Jetzt investierst du ordentlich Zeit in die Suche. Du kannst aber nicht dafür bürgen, dass der künftige Besitzer ordentlich mit dem Tier umgeht. Letztlich könntest du also nur den Kontakt herstellen, man müsste sich selbst einig werden.

In meinen Augen ist die Leistung zwangsläufig überschaubar, kostet dich aber eine Menge Arbeit. Da kostendeckend zu arbeiten, halte ich für annähernd unmöglich.

Kommentar von Jerne79 ,

Und jetzt ist noch nichtmal was in die Hose gegangen.

Was, wenn der vermittelte Hund Probleme hat oder macht? Sei es nun durch den Ortswechsel, mangelnde Konsequenz des Besitzers oder Dinge, die im Tierheim noch kein Problem waren. Willst du dafür haften? Schließlich war es ja deine Leistung, einen geeigneten Hund zu finden. Willst du stundenlang am Telefon beraten, zwischen TH und Halter vermitteln? Zu welchem Stundensatz? Willst du an einen Trainer weitervermitteln? Den du aber auf Bundesebene auch nicht persönlich kennst. 

Was, wenn der Halter nicht die versprochenen Bedingungen bietet und bei der 1. Nachkontrolle durchrasselt?

Das funktioniert so alles nicht.

Kommentar von Golnii ,

Danke für die konstruktive Kritik :-)! Die Punkte sind alle einleuchtend. Was würdest du davon halten, wenn man eine Online-Plattform anbieten würde, in der man seine Wunschmerkmale/- Eigenschaften eintragen könnte und die "Datenbank"  potenzielle Tiere herausfiltern würde?

Ob das technisch so treffend machbar ist, müsste ich dann prüfen. Über diesen Weg könnte man den Umsatz über Werbung erzielen. Der Aufwand ist zu Beginn sehr hoch aber anschließend müsste man die Datenbank lediglich aktualisieren.

Kommentar von Jerne79 ,

Mein Grundproblem mit der Online-Plattform: Ein Hund ist keine Ware mit festen Eigenschaften. Eine Menge vom Verhalten des Hundes ist vom Verhalten des Besitzers und seinem Umfeld abhängig.

Beispiel: Ein unsicherer Hund kann bei einem konsequenten, erfahrenen Halter ein ganz normales Verhalten an den Tag legen. Landet er in hundeunerfahrenen oder zu weichen Händen, geht das Drama los. Angstkläffen, fehlgeleitete Aggression, such´s dir aus.

Was willste da nun ankreuzen? Überhaupt, wer soll ankreuzen?

Letztlich müssten dann die Tierheime deine Arbeit übernehmen und die Hunde auf dieser Plattform eintragen.

Es gibt bereits Möglichkeiten, überregional nach Tierheimtieren zu suchen. Es gibt diverse Hundeseiten, auf denen man die gewünschten Eigenschaften eingibt und die einem dann mögliche Rassen mit entsprechendem Grundcharakter ausspucken. Kostenlos.

Und jetzt erwartest du das alles wieder von einer Zielgruppe, die das alles jetzt schon nutzen könnte, es aber nicht tut. Aber ohne menschlichen Gesprächspartner, der regulierend eingreift und die richtigen Fragen stellt.

So leid es mir tut: Das wird nichts.

Kommentar von Golnii ,

Auf diesem Weg müsste man natürlich die Haftung ebenfalls klären

Kommentar von Jerne79 ,

Du würdest nicht um eine Betriebshaftpflicht herumkommen. Für diese Leistung einen Versicherer zu finden... Viel Glück.

Ich bin freiberufliche Archäologin mit extrem geringem Risiko, trotzdem gibt es nur einen Versicherer, der mich betriebshaftpflichtversichert.

Für diese Art Gewerbe hättest du ein ungleich höheres Risiko, dass ein warum auch immer unzufriedener Kunde sein Geld zurück will. Bei denkbar niedriger Vermittlungsgebühr. Wenn dich überhaupt jemand versichert, dann nur sehr teuer. Dazu wäre eine betriebliche Rechtschutzversicherung sinnvoll.

Oder willst du das Risiko allein tragen?

Antwort
von Virgilia, 26

Meinst du eine Internetseite wie www.zergportal.de? Dann dürfte es schwierig werden damit Geld zu verdienen. Denn dort kann sich der potentielle Halter bereits tausende Hunde ansehen und direkt Kontakt zur jeweiligen Orga aufnehmen. Die kümmert sich dann, nach positiver Selbstauskunft, i.d.R. selbst um die Vorkontrolle. Die Vereine, mit denen ich zusammen arbeite, würden die Vermittlung nie in die Hände von jemand fremden geben. Und auch die Züchter, die ich kenne, suchen sich die Käufer ganz genau aus. Viele haben auch eine Warteliste. 

Nur weil das "Profil" wird auch nicht reichen. Was wenn der Hund auf dem Papier zwar perfekt passt, aber nicht aufgelistete Eigenschaften nicht passen? Oder eine Orga falsche Angaben macht? (Was leider viel zu häufig vorkommt -.-) Viele Hunde verändern sich auch, sobald sie wirklich "angekommen" sind. 

Was vielleicht Sinn machen würde, wäre ein Netzwerk, um Vor- und Nachkontrollen besser organisieren zu können. Gerade wenn die Orga bundesweit vermittelt. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man davon auch nur ansatzweise leben kann ^^ 

Antwort
von LLaayyllaa, 12

Klingt ganz gut, aber es würde doch sicherlich was kosten. Ich denke viele gehen lieber selbst Ins Tierheim, etc. um einen Hund zu finden und sparen sich die Kosten.

Schließlich möchtest du genau die Leute erreichen, für die der Hund meistens nur ein Produkt ist. Und gerade diese Leute sind oft nicht bereit viel Geld für das Tier auszugeben.

Antwort
von Revic, 15

Ist das nicht genau dasselbe, was die Tierheimmitarbeiter/Züchter tun (sollten)? Was genau unterscheidet MyDogMatch vom Gang ins Tierheim/zum Züchter?

Antwort
von KIttyHR, 13

Die Idee finde ich sehr gut. Aber wenn ich dir einen Tipp geben darf: ich würde Geschäftsideen niemals in öffentliche Internetportale reinposten, da hier jeder deine Idee klauen kann - er muss in der Umsetzung nur etwas schneller sein als du.
Bespreche sowas lieber mit Freunden und Verwandten,m.

Antwort
von armabergesund, 49

womit willst du da geld verdienen?? die beratung führen die tierheime selbst durch, dort kann sich der interessent vor ort ein bild von dem hund machen; wie der hund auf den zukünftigen halter wirkt. ich halte von einer vermittlung bundesweit nichts, da das kennenlernen problematisch und unrentabel wird.

Kommentar von Golnii ,

Danke für deine Antwort! Natürlich kann man auch in das nächste Tierheim gehen und sich informieren. Wenn aber regional nicht der richtige Hund dabei ist - was macht man dann?

Die Alternative wäre eine kostenlose App zu entwickeln in der man dann über Werbung Umsatz generieren könnte

Kommentar von armabergesund ,

ich fahre in das Tierheim, das online eine vita über das tier veröffentlicht hat, dass mich interessiert.

Antwort
von Gargoyle74, 8

Hmm,Du suchst jetzt nach einer Namensgebung Deiner ORG,oder ? Ich finde es absolut geil.das Du sowas hochziehen möchtest. FETTES Daumen drück dafür °!! Nur,Dein Name passt irgenwie nicht ganz. Was haben AFFEN mit Hundeschutz zutun ?? Du solltest gezielteren Tierschutz betreiben, nicht so einen Animalexklusiv-Betrieb-der auch Wildtierte mitinbegriffen hat, wo Du garkeine Haltungsbedingungen schaffen kannst. Tierschutz ist schön und gut,aber man muss auch realistisch bleiben ! Konzentrier Dich einfach auf Hunde und Katzen,damit hast Du schon genug am Hals,glaube mir !

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