Frage von Buerohengst, 12

Unternehmensberater verlangt Honorar ohne Leistung?

Sehr geehrte Damen und Herren

vor 8 Wochen haben wir (unser Unternehmen) einen Beratungsvertrag unterschrieben bzgl. Kaufmännischer Beratung und Unterstützung. Da wir Investoren für unsere Firma suchen, hat uns diese ´Beratungsfirma zugesichert diese binnen kürzester Zeit zu finden. Vorab hat diese alle relevanten Unterlagen erhalten. Sofort mussten wir das Monatshonorar überweisen. Dann hatten wir, nach Bezahlung, eine Telefonkonferenz. Hier sagte man uns, dass nur eine Umfirmierung und Umstrukturierung zum Erfolg führt Investoren zu finden. Sprich: - Neue Firma gründen, Kaufverträge in die neue Firma und die alte Insolvenz anmelden.

Das war nie Thema und das wünschen wir auch nicht, da der Geschäftsführer mit seinem Privaten Vermögen komplett in der Firma ist.

Nun haben wir den Vertrag aufgrund Vertrauensverlust fristlos gekündigt, da sie keine Arbeit mehr für uns machen können! Diese Kündigung wurde von ihnen nicht angenommen, da sie uns bei der unumgänglichen Umstrukturierung unterstützen werden.

Müssen wir jetzt die weiter bezahlen? Die machen doch jetzt nichts mehr!

Vielen Dank vorerst

Antwort
von fraschi, 3

Zunächst mal gelten die im Vertrag vereinbarten Rechte und Pflichten.

Das bedeutet, um dazu eine Aussage tätigen zu können, muß man die im Vertrag festgelegten Bedingungen kennen und zusätzlich juristisch gebildet sein.

Jedoch denke ich, wenn der Vertrag bereits gekündigt wurde, ist das eine klare Willenserklärung, die nicht einfach ignoriert werden kann.

Das bedeutet auch, daß der Vertragspartner nun einfach so weitermachen kann, wie es gerade so passt mit der Folge, daß es kein Geld mehr gibt außer dem, was im Vertrag vereinbart war.

Nun bin ich auch kein Profi, sondern habe das mal versucht, von meinem kaufmännischen " alten " Wissen her zu betrachten.

In Ihrem Fall hilft nur ein Anwalt, am besten ein Fachanwalt für Vertragsrecht.

Der kostet zwar, aber dieser komische Vertragspartner könnte noch viel teurer werden. " Komisch " deshalb, weil ich die beschriebene Methode für ziemlich risikoreich und auch dubios betrachte.....schon von der Logik her.....

Also Vorsicht !...und wirklich schnellstens einen Anwalt einschalten !

Mit freundlichen Grüßen,

fraschi

Antwort
von wfwbinder, 5

Ein etwas seltsames vorgehen.

Einfach nicht mehr zahlen und ggf. verklagen lassen. Wenn eine Lösung präsentiert wird, die man nicht will, kann man mit Recht kündigen.

Antwort
von Dirk-D. Hansmann,

Dubiose Geschäftspraktiken. Wie kann ich als Berater anbieten 'Investoren' zu vermitteln? Unterstützung bei der Suche natürlich, erst recht bei den Verhandlungen und damit ggf. auch beim Aufhübschen.

Aber das ist jetzt meine persönliche Geschäftsauffassung zu dem Thema.

Und für mich wäre auch vollkommen eindeutig, wenn ein Kunde sagt 'Vertrauensbasis' ist angegriffen, dann wird bis zum Zeitpunkt der Kündigung abgerechnet. Peng aus.

Sogar dann, wenn das jemand aus anderen Gründen behaupten würde.

Kann mich da also auch nur wfwbinder anschließen: Sollen die mahnen und gerichtlichen Mahnbescheid beantragen. Dann sofort Widerspruch und die Klage abwarten.

Es ist - wenn man so etwas hört - peinlich. Da wird wie sich das hier für mich darstellt mit Drückermethoden gearbeitet. Natürlich kann sich im Laufe einer Beratung oder Erledigung ein Beratungsziel verschieben.

Doch wenn ich vorgebe, ich besorge einen Investor, dann gucke ich erst ob das auf der jetzigen Grundlage überhaupt geht. Sonst muss halt gesagt werden, da müssen erst noch Prüfungen stattfinden bzw. diese oder jene Bedingungen erfüllt werden.

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