Frage von Piepi92, 43

Unternehmen verliert mehrmals vor Gericht - Auswirkungen?

Hallo, es geht um folgendes: Ich war längere Zeit bei einer kleinen Firma angestellt, die ihre Mitarbeiter sorry wie den letzten Mist behandelt, was mit daran liegen mag, dass es der Firma finanziell momentan chronisch schlecht geht und sie wenn es so weitergeht bald Insolvenz anmelden muss. Die "Wut" des Chefs lässt er bei seinen Mitarbeitern ab und so kommen von Beleidigungen, über Nichtauszahlung der Lohns, bis hin zu plötzlichen fristlosen Kündigungen wie es gerade passt. Ein Großteil der Arbeitnehmer/Azubis hat schon gekündigt bzw. wurde eben fristlos entlassen und ein Großteil derer ging auch vors Arbeitsgericht (wie auch ich vor ein paar Wochen). Es waren also um die 15 und mehr Klagen (zumeist gegen die fristlosen Kündigungen), die ALLESAMT von den Mitarbeitern gewonnen wurden. Sogar die Arge im Ort weiß mittlerweile schon über die miese Arbeitsweise der Firma Bescheid und vermittelt keine Leute mehr dorthin.

Jetzt frage ich mich ganz allgemein - macht es einer Firma überhaupt irgendetwas aus, wenn sie laufend vor Gericht verliert? Bekommen die da irgendwelche...ähm..naja "Strafpunkte" oder sowas in der Art, ihr wisst hoffentlich, was ich meine? Ich meine, die zahlen dann den Restbetrag der fristl. Kündigung nach und das wars? Oder hat das Verlieren vor Gericht, je öfter es passiert, doch irgendwelche Auswirkungen?

Antwort
von michi57319, 24

Nein, einen Malus aufgrund der Vielzahl von Fällen gibt es nicht.

Jeder Fall wird für sich betrachtet. Es mag allerdings bei späteren Fällen schneller gehen, weil die Richter nicht erst aufwändig die Sachlage klären müssen. Man weiß aus der Vergangenheit um die Bedingungen.

Antwort
von Nightstick, 19

Die Richter des zuständigen Arbeitsgerichts sind sehr wohl in der Lage, "schwarze Schafe" unter den Arbeitgebern zu erkennen.

Selbstverständlich werden die Richter jeden Fall so neutral und objektiv wie notwendig prüfen und darüber Recht sprechen, aber ich bin mir sicher, dass sie das "schwarze Schaf" im Hinterkopf haben.

Anders ausgedrückt: Solch ein Arbeitgeber muss sich nicht wundern, wenn die zukünftigen Urteile im Zweifel zu Gunsten der Arbeitnehmer ausfallen... 

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