Frage von sserhat38, 52

Unternehmen Gründen monatliche Fixkosten?

Hallo Freunde,

ich und mein Vater möchten ein klein Unternehmen gründen. Das Unternehmen wird anbieten:

Handyvertrag Handyreparatur Versicherung Zubehör

Hochzeitsfotografie Passfotos Hochzeitvideos etc...

Da mein Vater es schon seit 15 Jahren macht und sehr bekannt dabei ist, haben wir uns beschlossen ein Geschäft zu gründen. Wir haben in der nähe ein Laden gefunden und mit dem Vermieter schon alles abgesprochen das Geschäft hat 2 seiten aber eine Tür was genau unseren Wünschen entspricht. Zu meiner Frage: Was kommen für Kosten auf mich zu(Monatliche)? Muss ich meine Krankenasse Kosten selbst bezahlen? Muss ich irgendwelche Versicherungen abschließen? Muss ich vorUmsatzsteuer zahlen? Wird ein kleingewerben sein. Würde mich auf hilfreiche Antworten sehr freuen Dumme Kommentare könnt ihr bei euch behalten.

Freundlichen Grüßen

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Antwort
von wfwbinder, 25

1. Frage: Wollt Ihr ein gemeinsames Gewerbe gründen was beides Bereiche abdeckt, oder macht jeder eine Sache, also einer Fotografie, der andere die Reparaturen?

2. Frage: Mietet Ihr den Laden gemeinam, oder mietet einer an und macht eine Untervermietung an den anderen?

3. Kleingewerbe gibt es nicht. Nur Gewerbe als Haupt- oder Nebenerwerb.

4. Wenn Du Kleinunternehmer meinst (Begriff aus der Umsatzsteuer) kann es da ab dem zweiten Jahr eng werden, denn 17.500,- Euro Umsatz (Einnahmen, nicht Gewinn) ist schnell erreicht und wenn Ihr darüber kommt, seid Ihr ab dem Folge Jahr Regelbesteuerer.

5. Krakenkasse musst Du selbst zahlen, wenn Du keine Hauptbeschäftigung als Angestellter hast. Das dürfte aber schwierig werden, wenn Du ein Ladengeschäft machen willst. Bei den Beiträgen für die Krakenkasse bitte beachten, als Selbständiger zahlst Du auch den Arbeitgeberbeitrag, nicht nur den Arbeitnehmeranteil.

6. Natürlich brauchst Du eine Betriebshaftplicht.

Kommentar von sserhat38 ,

1. Nein Gewerbe wird nur auf eine Person angemeldet

2. Nur ich Miete das Geschft

3. Was empfehlst du für eine Gewerbe? Ich denke das wir über die 17.500€ kommen.

5. Soweit ich weis ist es bei der AOK 355€

6. Wie viel kostet Betriebshaftplficht?

Würde mich auf ein Telefonat mit dir sehr freuen.

Antwort
von sr710815, 15

am besten wird wohl eine GbR sein als Gesellschaft Bürgerlichen Rechts. Zu den Fixkosten kann ich wenig sagen, das hängt stark davon ab, in welcher Stadt man das Geschäft hat, 1 A Lage.

Eine Fa. hat z. B. eine Filiale geschlossen, weil der Altbau dermaßen teuer war wegen hoher Engeriekosten.

Kleinunternehmen nach § 19,1 USTG - somit brauchst Du keine UST zu zahlen.

Am besten trennt Ihr das mit beiden Geschäftszweigen, der Eine macht dies, der Andere dann das wie Photobox usw.

Ein GbR Vertrag ist auch nicht Ohne.

Wenn Du noch als Arbeitnehmer tätig bist, bist Du ja sozialversichert

Antwort
von Griesuh, 16

Deine privaten Sozialabgaben KV/PV, Rente und Steuern haben mit den Betriebskosten nichts zu tun.

Und ja, diese Abgaben und Steuern musst du in voller Höhe selbst tragen.

Welche Betriebskosten ihr haben werdet hängt von euerer Betriebsform und dem Aufwand den ihr betreibt  ab.

Zu den Betriebskosten gehören alle Kosten, die zum betreiben des Betriebes erforderlich sind.

Dazu gehören Miete, Telefonkosten, Fahrzeugkosten, Strom, Gas, Wasser für das Büro,  diverse Betriebsversicherungen, Waren und Materialeinkäufe alle Betriebsmittel und so weiter.

Ich denke einmal, dass ihr bei euerem Wissen zur Selbstständigkeit dringenst einen Kurs für Existenzgründer besuchen müsst um zumindest einmal die grundlegenden Begriffe gehört zu haben und zwingend einen Steuerberater ins Boot holen solltet.

Denn so lauft ihr in das offene Messer.

Ach noch was es gibt kein Kleingewerbe. Es gibt ein Gewerbe und fertig.

Das was du meinst ist die Kleinunternehmerreglung nach § 19 UstG. Danach seit ihr bis zu einem Jahresumsatz von 17.500€ von der Zahlung der MwST befreit.

Das bedeutet, ihr dürft auf eueren Rechnungen keine MwST ausweisen und ihr dürft auch keine verausgabte MwST beim Finazamt gegenrechnen. Somit bleibt ihr auf der MwSt sitzen.

Und es hat noch den Nachteil, dass ihr keine Geschäftskunden erwarten könnt, da ihr die MwSt nich ausweisen dürft und somit die abzugberechtigeten Firmen darauf sitzenbleiben würden.

Durch diese § 19 UstG Reglung spart ihr kein Geld, ihr spart nur ein paar Blätter Papier. Mehr aber nicht.

Abgesehen davon bleiben von dieser Reglung alle weiteren Steuerarten und Abgaben unberührt.

Antwort
von Franz159, 24

Hallo,

um ein Geschäft zu gründen, müsst ihr euch vorher viele Gedanken machen, wie z. B. welche Rechtsform ihr nehmt, dort gibt es z. B. den Einzelunternehmer (vl. mit Prokura), die Offene Gesellschaft (OG), die Kommanditgesellschaft (KG) und die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Diese Gesellschaften, kämen denke ich, für euch in Frage. Jede Rechtsform unterscheiden sich von der Haftung, Mindestkapital, Rechte, Beteiligung, Firmennamen, Versteuerung, Verpflichtung für die Eintragung ins Firmenbuch (= Doppelten Buchhaltungspflicht), Gewährung von Fremdkapital usw. Ich hatte schon angefangen, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Rechtsformen haben, bzw. was die Unterschiede sind, aber das war zu lang. Jedoch würde ich es schreiben, wenn du willst bzw. ihr wollt.

Ja, du musst dich bei der Krankenkasse selbst anmelden und es auch selbst überweisen. 

Ja, auch deine eingenommenen Umsatzsteuerbeträge von deinen Kunden (abzüglich der Vorsteuer) musst beim Finanzamt voranmelden und überweisen.

Versicherungen glaube ich nicht, dass man welche abschließen muss, aber man kann. 

LG

Kommentar von Griesuh ,

Ja, auch deine eingenommenen Umsatzsteuerbeträge von deinen Kunden
(abzüglich der Vorsteuer) musst beim Finanzamt voranmelden und
überweisen.

Eben nicht, er schreibt:
Wird ein kleingewerben sein

Da er die Reglung nach § 19 UstG nutzen möchte, darf er keine MwST ausweiesen und auch keine MwST bei FA geltent machen.

Franz159 Du schreibst weiter:
Versicherungen glaube ich nicht, dass man welche abschließen muss, aber man kann.

Doch er muss: eine Betriebshaftpflicht und eine Betriebsrechtschutzversicherung, dann noch eine Betriebsmittelversicherung denn er lager Hnady und CO in seinen Geschäftsräumen, dann brauch er zusätzlich zu seinen KV u. PV auch noch eine Berufunfähigkeitsversichrung, eine Krankenhaustage und Krankengeldversicherung

Kommentar von Franz159 ,

@Griesuh, dann sag ich mal sorry für die falschen Informationen. Ich hätte noch erwähnen sollen, dass ich in Österreich wohne und dort die Regelungen etc. abweichen können. Mit Versicherungen kenne ich mich leider nicht viel bis gar nicht aus.

Griesuh, ich bedanke mich für deine Korrektur und deinen Hinweisen :)

Kommentar von sserhat38 ,

Würde mich sehr freuen wenn du es weiter schreibst :D

Kommentar von Franz159 ,

Sorry für die Verspätung, hatte letzte Zeit viel zu tun. Diese Rechtsformen, können auch wieder abweichen, da ich in Österreich wohne.

  • Einzelunternehmer: Da ist nur einer der Geschäftsführer und haftet persönlich unbeschränkt für die Schulden des Unternehmens, d. h. auch mit seinem Privatvermögen. Es wird kein Mindestkapital erfordert. Das Unternehmen entsteht durch die Gewerbeanmeldung bzw. der Bewilligung. Unterliegt der Einkommenssteuer (bis 55 %). Eintragung ins Firmenbuch und Doppelte Buchführungspflicht, wenn Jahresumsatz über 1.000.000 € oder in 2 aufeinanderfolgenden Jahren über 700.000 €; Eingetragene Unternehmen (d. h. sie stehen im Firmenbuch und der Name ist geschützt), können ein gewünschten Namen nehmen, jedoch mit den Zusatz "e. U." oder "eingetragener Unternehmer", bei nicht eingetragene Unternehmen, besteht der Name aus Vor- und Zuname und optional die Art des Unternehmens.Der Geschäftsführer kann auch Arbeitnehmer einstellen. 
  • GmbH: Gründung mit einer Person möglich; Eintragung ins Firmenbuch; Doppelte Buchhaltung immer verpflichtet. Mindestkapital bei Neugründung: 10.000 €, nach 10 Jahren: 35.000 €; Haftung der GmbH: mit dem gesamten Stammkapital einschließlich der Rücklagen, Haftung der Gesellschafter: Stammenkapital einschließlich der möglichen Nachschusspflicht. Unterliegt der Körperschaftssteuer (KSt) und der Kapitalertragssteuer (KESt) (zsm. 45,625 %); Aufnahme weiterer Gesellschafter und Arbeitnehmer möglich.

Das sind denke ich mal die wichtigsten für euch, bei der OG müssen mindestens 2 Vollhafter sein, bei der KG mindestens 1 Vollhafter und 1 Teilhafter usw.

Antwort
von jenshiller, 1

Also deine Frage fand ich interessant und beantworte sie dir gern.

Da du aber frecht geworden bist, dabei allerdings auch lustig, lasse ich es.

Nur dumme Menschen schreiben "dumm", groß....

Hey, nutze die Vorlage.....und denk an den Satzanfang.

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