Frage von NeedHelpFromPro, 25

Unternehmen Gründen allgemeine Fragen?

Welchen Abschluss brauche ich um ein Unternehmen zu Gründen und kennt ihr eine Seite wo alles steht was ich dafur brauche?

Antwort
von PicaPica, 25

Um dein eigener Chef zu sein, brauchst du keinerlei Abschluss, außer du möchtest in deinem Unternehmen mal ausbilden, dann musst du Meister sein. Etwas von wirtschaftlichen Abläufen zu verstehen, ist natürlich hilfreich. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat für Startup-Gründer recht hilfreiche Tipps, wie was gehört in einen businessplan etc.. Auch auf den Seiten der KfW-Bank kann man, was Tipps angeht, fündig werden. Frag mal bei deinem Landratsamt nach sog. businessangeln.

Expertenantwort
von Dirk-D. Hansmann, Unternehmensberater, 9

Zu einer Unternehmensgründung kann man wenig allgemeines sagen. Häufig wird eine Gewerbeanmeldung benötigt, die kann man ohne Zustimmung des Gerichtes erst ab 18 abgeben. Mache nichts wo Du keine Erfahrungen hast.

Es gibt drei Gruppen von Unternehmen nach der Gründung. Die kleinste Gruppe ist die der Glückskinder, dass gilt aber nicht mal für ein 1%. Weil man an vielen Stellen gleichzeitig Glück benötigt und irgendwann klappt so etwas in sich zusammen. Fast immer eigentlich. Wer früh genug aussteigen kann, wie manchmal bei einem Start-Up hat vielleicht tatsächlich Erfolg.

Die zweite Gruppe besteht aus denen, die das sogenannte Kerngeschäft beherrschen. Also ein Elektronik-Einzelhändler, der die unterschiedlichen Elektronikteile kennt und auch deren Verwendung und wie sie verbaut werden usw. Oder ein Blumenhändler, der auf dem Großmarkt gute Ware einkauft, über die Preise im Einkauf und Verkauf im Bilde ist, die Lagerung gut macht usw.

Dazu kommen Kenntnisse die ein Kaufmann braucht. Wie berechnet man die Preise? Wie errechnet man einen vorläufigen Gewinn? Wann wird wie investiert usw.

Die in dieser zweiten Gruppe befindlichen Gründungen wurden durch gute Vorbereitung auf den richtigen Weg gesetzt. Dabei sind rechtliche, technische und andere Probleme schon so weit wie möglich erledigt worden. Für unvorhersehbares sind bereits Handlungsweisen vorgeplant und auch wenn etwas nicht geht oder unerwarteter Weise nicht funktioniert hat man häufig schon Alternativen fertig. Man braucht viel Wissen in den Bereichen um auch da kreativ tätig sein zu können.

Die größte Gruppe kommt zum Schluss. Es ist die Gruppe derer ohne Erfolg. In der Regel haben die zu wenig Ahnung vom Kerngeschäft. Aber auch das allgemeine und spezielle kaufmännische Wissen lässt zu wünschen übrig. In dieser Gruppe finden sich etwa über 90% aller Gründungen ein.

Unausgereifte Konzepte und naive Vorstellungen könnte man die Überschrift nennen.

Die Tage wurde über zwei Jugendliche berichtet, die in den USA Erfolg haben. Der eine verkauf Fliegen, der andere einen veganen Sport-Riegel.

Diese Erfolgsgeschichten gibt es zwar, doch muss man in aller Regel sich ein ganz breites Grundlagenwissen geschaffen haben. Der eine trägt seit seinem 5. Lebensjahr Fliegen und hat sich (weil es kaum welche in schönen Stoffen gab) von Oma nähen beibringen lassen. Jetzt er wohl 12. Und lässt nähen. Allerdings unter Bedingungen... Er lebt in einem der ärmsten Landstriche...

Der andere ist etwa 18 und macht seit vielen Jahren Kraftsport und hat einfach angefangen, zu probieren einen Riegel zu erfinden. Wissen um sinnvolle Nahrungs-Bestandteile und sicher auch über die Verarbeitung von Lebensmitteln waren vorhanden. Wobei er selber auch von Glück sprach. Der erste Versuch wäre kein Riegel geworden, sondern sei eine Flüssigkeit gewesen. Der zweite war markttauglich. Davon kann man nicht immer ausgehen.

Beide bauen sich gerade ganz unterschiedliche Vertriebsstrukturen auf. Wobei der Kleine von den Beiden sehr viel von seiner Oma lernt.

Bill Gates hat auch sehr jung angefangen. Er hatte das boomen des Computers erlebt und die damals nicht ganz einfache Bedienungsweise der Rechner erkannt. Er wollte die Bedienbarkeit für Laien implementieren und hat seine erste Windows-Version an IBM verschenken können. Damit war die Software beim damals größten Hardware-Hersteller Standard.

Alle drei sind mehr oder weniger hoch spezialisiert in Marktbereiche rein gegangen. Bieten/Boten eine extrem leistungsfähige Problemlösung, die von ihrer Zielgruppe bereits erkannt war. Und laufen genau neben den üblichen Angeboten.

Das notwendige Wissen, was hier hoffentlich deutlich wird, ist enorm. Ob die Entwicklung der Mode, Bewegung im Bereich Ergängzungsnahrung oder die Möglichkeiten im technischen Bereich sind bei allen dreien in extremster Form ausgeprägt.

Dazu kommen "unschlagbare" Ideen im Bereich Vertrieb und Marketing. Wobei Marketing sich eben nicht auf das Schalten von Werbung in der Tageszeitung bezieht. Suche mal nach Bildern im Internet, die die Marketinginstrumente nennen. Hierbei ist die Anwendung der richtigen Kombination von entscheidender Wichtigkeit.

Aber auch rechtliches muss beachtet werden. Fernabsatzgesetz, TMG, usw.

Nach eigenen Erfahrungen aus der Beratungstätigkeit: Mache Dein Abitur, dann eine Ausbildung und darauf setzt Du am Besten noch ein Studium. Nach weiterer Berufspraxis kann man dann einen geeigneten Zeitpunkt für die Selbständigkeit suchen und an der Geschäftsidee arbeiten. Wie Du Dir vielleicht denken kannst: Nicht jede Idee ist so, dass die potentiellen Kunden die Idee für so gut halten. Manche Produkte bekommt man noch nicht einmal verschenkt an die Leute!


Antwort
von angy2001, 20

Das kann man allgemein nicht beantworten - das hängt von der Art des geplanten Unternehmens ab. Geh doch mal zu Existenzgründungsberatungsstellen in deiner Nähe. Kostet meistens nichts, da das staatlich finanziert wird.

Antwort
von kenibora, 17

Seiten hin Seiten her, lass Dich bei einer IHK über alles fachmännisch, auf Dich bezogen, beraten!

Kommentar von NeedHelpFromPro ,

was ist eine IHK

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