Frage von MiraTaria, 75

Untermieter will nicht ausziehen, was kann ich tun?

Hallo Ihr Lieben!

Ich stecke grade in der Zwick Mühle... mein Schwager wohnt aktuell bei uns, las Untermieter der Mietvertrag läuft bis zum 1.2.2016. Wir haben Ihn für drei Monate geschlossen, da wir alle (auch mein Mann und Ich) grade aus der Schweiz hergezogen sind. Wir hatten davor schon mal einen Mietvertrag für 3 Monate, eigentlich dachten wir das würde reichen um eine Wohnung zu finden, aber bei dem ganzen Anfangsstress kam die Wohnungssuche viel zu kurz.

Nun sieht die Situation aber wie folgt aus... er sollte sich Finanziell beteiligen am Lebensunterhalt, Versicherung, Internet etc etc. Aber das passt alles nicht so wie es soll. Wenn wir mal die Miete bekommen ist das schon viel. Finanziell stehen wir also ziemlich am Abgrund. Außerdem kommt im März unser Kind zur Welt, weswegen wir auf das Zimmer angewiesen sind, es muss ja vorher Renoviert werden etc etc. Alle Vorbereitungen müssen getroffen.

Wir liegen Ihm nun schon vier Wochen in den Ohren das er endlich ausziehen muss bzw. sich endlich darum bemühen muss eine Wohnung zu finden, außerdem muss er zusehen das er seine Schulden bei uns bezahlt. Wir haben Ihn durchgefüttert und nun brauchen wir einfach das ganze Geld für unser Kind. Es wird immer später und später und ich weiss einfach nicht mehr weiter.

Vor 2 1/2 Wochen wäre beinnahe unser Kind zur Welt gekommen... und hier ist nichts vorbereitet, alles machen wir alleine obwohl ich das aus Gesundheitlichen Gründen überhaupt gar nicht dürfte.

Wie kann ich nun vorgehen? Muss ich warten bis der Mietvertrag ausgelaufen ist? Was wenn er nicht freiwillig auszieht? Räumungsklage? Das dauert dann ja bestimmt ewig oder etwa nicht? Unseren Vermieter will ich mit den Fragen nicht belästigen, er war zwar damit einverstanden aber letztlich sind es ja unsere Probleme nicht seine.

Kann ich auf die Zahlungen die im Mietvertrag festgelegt worden sind bestehen? Sie ggfs. einklagen?

Ich weiss es ist mein Schwager aber ich habe so die sch voll und will einfahc mal ruhe haben vor der Geburt und vor allem nach der Geburt.

Wäre super wenn mir jemand helfen könnte.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 75

Muss ich warten bis der Mietvertrag ausgelaufen ist?

Da er befristet ist, ja.

Ist das Zimmer des Mieters mit überwiegend Euren Möbeln ausgestattet?

Was wenn er nicht freiwillig auszieht? Räumungsklage? Das dauert dann ja bestimmt ewig oder etwa nicht?

Leider ja.

Kann ich auf die Zahlungen die im Mietvertrag festgelegt worden sind bestehen? Sie ggfs. einklagen?

Ja natürlich. Ist er mit Mietzahlungen im Rückstand? Wenn ja, wie viele?

Kommentar von MiraTaria ,

Das zimmer haben wir damals "Leer" vermietet alles sein Eigentum.
Mietzahlungen 2 Monate aber wir haben auch schriftlich festgehalten wie viel er zum Lebensunterhalt dazulegen muss.... diese Zahlungen blieben teilweise ganz aus... wofür wir Anfangs Verständnis hatten.... aber nun haben wir raus gefunden das er uns besch**** hat. 

Expertenantwort
von Gerhart, Community-Experte für Mietrecht, 64

Ich fürchte, ihr habt im Mietvertrag nicht den Grund der Befristung angegeben. Daher gälte dieser MV unbefristet, sofern er nicht als MV "Wohnen zum vorübergehenden Gebrauch" getitelt wurde. Im Fall, der MV gilt also unbefristet, sollte sofort ordentlich mit der Begründung "Eigenbedarf" schriftlich und beweisbar gekündigt werden. Die Geldforderungen laut Mietvertrag, sofern sie sich auf die Mietzahlungen beziehen, könnten auch als Grund für eine ordentliche, u.U. außerordentliche und damit fristlose Kündigung herhalten. Eure Ausgaben für Verpflegung genau nachzuweisen dürfte nur sehr schwer möglich sein. Welche Kosten fordert ihr weiterhin?

Kommentar von MiraTaria ,

Der Mietvertrag wurde Befristet gemacht mit begründung der Arbeits- und Wohnungssuche. Arbeit hat er ja bereits gefunden nur die Wohnung will er sich nicht suchen. 

Tatsächlich können SÄMTLICHE Zahlungen für Lebensunterhalt nachgewiesen werden, wir haben alle Quittungen aufgehoben und Detaillierte Listen geführt. 

Kommentar von Gerhart ,

Dieser von dir genannte Befristungsgrund ist als Rechtskategorie nicht zulässig. Jeder Richter würde ihn vom Tisch wischen. Solange dir der Schwager keinen Grund zur Kündigung liefert, bliebe er in der Wohnung. Die angehäuften Schulden für Lebensunterhalt solltest du fällig stellen und unter Fristsetzung einfordern. Zahlt er nicht, musst du klagen. Eventuell gäbe des einen Kündigungsgrund wegen zerrütteten Vertrauensverhältnisses, wenn im Mietvertrag, wie du angedeutet hast, die Zahlungen für Lebensunterhalt fixiert sind. Ich kann mir zunächst nichts darunter vorstellen. 

Antwort
von WosIsLos, 64

Dein Mann muß mit seinem Bruder mal ein ernstes Wort reden.

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