Untermieter fristlos oder mit einer 1 Monatsfrist kündigen?

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2 Antworten

Das ist eine sowohl rechtlich , wie auch für aussenstehende eine schwierig zu beantwortende Frage. ( wenn eine fristlose Kündigung das Ziel sein sollte )

Wenn nachweislich:

 - Mietschulden von insgesamt 2 MM gegenüber Dir als Hauptmieter als vereinbarter Anteil

 - oder / und eine absolute Unzumutbarkeit des weiteren Zusammenlebens Eurer eigenen Mietverhältnisse zueinander ... ( Geruch, Hygiene und Gefahr von Schädlingsbefall )

 - und diesbezüglich vorherige Abmahnungen nichts brachten....

so KÖNNTE sich daraus durchaus ein Grund für eine "fristlose" konstruieren lassen. Ziehe aber besser ( zum Schutz vor womöglich unnötigen Kosten ) einen Fachanwalt für Mietrecht zumindest als Beratung und Bezeuger ( Geruchsbelästigung ) mal vorab mit in beratenden Bezug.

Besser vergleichsweise wenig Geld für eine Rechtsberatung vorab, als womöglich im Nachgang das Risiko von Verfahrensgebühren im Falle einer unberechtigten "fristlosen Kündigung".

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Du musst zunächst die Schulden trennen:

Mietschulden beziehen sich nur auf die Grundmiete.

Betriebskostenschulden sind keine Mietschulden.

Private Schulden dürfen nicht mit den Schulden für Wohnen vermischt werden.

Ist mehr als eine Nettomiete als Mietschuld anhängig, kann sofort fristlos und außerordentlich gekündigt werden. Sind nur Betriebskosten als Schulden anhängig, dann muss einmal gemahnt und dann ordentlich gekündigt werden. Private Schulden haben mit Kündigung nichts gemein.

Verstöße gegen Hausordnung und Hygiene sollten mit 2 Abmahnungen bereits "belohn" worden sein, bevor eine Kündigung erfolgen kann.

Da es sich hier um einen Untermieter handelt, vermute ich eine Pauschalmietvereinbarung. Das ist für den Kündigungsgrund eine Besonderheit, weil die Nettomiete nicht ausgewiesen ist.

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