Frage von eycey, 68

Unterlassungserklärung wegen Flyer im Briefkasten (keine Werbung). Wie reagieren?

Mein Schwager hat ein Imbiss eröffnet. Dazu Flyer gedruckt. Diese habe ich verteilt. Ich habe die Flyer in keinem Briefkasten hinein geworfen, wo drauf stand: keine Werbung. Nach 1 Woche bekam mein Schwager eine Unterlassungerklärung. Den er unterschreiben und zurück senden soll. Angeblich waren 3 Flyer in seinem Briefkasten! was soll er tuen?

wie geschrieben. Es wurden darauf geachtet das kein Flyer in einem Briefkasten landet, wo keine Werbung drauf steht.

Soll er antworten ? Was soll er schreiben?

Antwort
von Latexdoctor, 44

Wenn das Schreiben nicht von einem Anwalt ist, ignorieren, anderen falls mit dem Anwalt in Verbindung treten un mitteilen dass der Vorwurf ungerechtfertigt ist.

Den Flyer kann auch ein Nachbar aus seinem Briefkasten genommen haben und da eingeworfen, oder kinder die sich einen Scherz erlaubten oder...oder..oder...

Dass der Flyer von deinem Schwager / dir eingeworfen wurde muss ja erst mal bewiesen werden, wenn ich wegen jeder Ramschpost / Flyer so einen Aufwand betreiben würde, dann könnte ich nicht mal deine Frage beantworten, da hätt ich nicht die Zeit für *g*

Kommentar von eycey ,

ok Danke

Antwort
von belem3, 33

Beim Verteilen kann es immer mal vorkommen, das man einen solchen Aufkleber übersieht. An seiner Stelle würde ich mich mit dem Kläger in Verbindung setzen, um Entschudligung bitten und die Unterlassung selbstverständlich zusichern - auch schriftlich, wenn gefordert.

In Zukunft ist darauf zu achten, daß beim Verteilen von Werbung um diesen Briefkasten einen großen Bogen gemacht wird. Sollte der Austräger versehentlich dort erneut Werbung einwerfen, sollte der Beklagte nachweisen können, daß er seinen Angestellten Weisung auf Unterlssung gegeben hat. Das geschieht z.B. mit einem schriftlichen Vermerk, der jedem Austräger vor dem verteilen überreicht wird.

Kommentar von eycey ,

Warum sollte man sich Entschuldigen, für das was man nicht getan hat? Und wenn mein Schwager die Unterlassung unterschreibt und der Kläger wirft selbst den Flyer in seinem Briefkasten. Was dann ?

Kommentar von belem3 ,

Es spielt keine Rolle ob er das Getan hat oder nicht. Wenn der Fall vor Gericht landet, dann wird der Kläger den Flyer zeigen können und er wird beweisen können, daß ein Aufkleber auf seinem Briefkasten klebt. Dein Schwager oder du wirst nicht beweisen können, daß ihr den Flyer nicht eingeworfen habt.

Recht haben und Recht bekommen sind leider zwei völlig unterschiedliche Dinge. Es kommt immer darauf an was man Beweisen kann.

Und deswegen wird eine - meinetwegen - nicht ernst gemeinte Entschuldigung nebst Unterlassungserklärung für euch weit weniger problematisch sein, als ein Gerichtsurteil, was definitiv nicht zu euren Gunsten ausläuft, selbst wenn ihr im Recht seid.

Kommentar von eycey ,

So wie ich gelesen habe, laut Urteil Bonn. Muss der Kläger einwandfrei beweisen das ich die Flyer in seinem Briefkasten hinein geworfen habe. Wie will er das machen? Einfach den Flyer vom Imbiss zeigen geht nicht.

Kommentar von belem3 ,

Dabei geht es um Wahrscheinlichkeit und Glaubwürdigkeit. Ich wäre bei sowas sehr vorsichtig. Der Richter muss nur selbst Werbung hassen und schon sieht er es als bewiesen an.

Solche Urteile werden meist sehr schnell gesprochen. Ihr könnt Glück haben, oder Pech.

Und dann muss man sich fragen was man dabei "Gewinnen" oder "Verlieren" kann. Ihr könnt nichts gewinnen, aber sehr viel Verlieren. Also wozu das RIsiko eingehen?

Antwort
von HelmeSchmidt, 31

Ignorieren sollte er dies auf keinen Fall. Auch unterschreiben oder selbst Antworten sollte er nicht. Dies könnte nachteilige Folgen für ihn haben.

Er sollte zu einem Anwalt gehen und sich beraten lassen.

Antwort
von halalulu, 34

Wenn einem die Werbung nicht interessiert, kann man die doch einfach entsorgen.

Manch einer hat echt nichts besseres zu tun, traurig.

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