Frage von Paulo1984, 17

Unterjähriger Anstieg des Jahresurlaubs, konkrete Konsequenz für meinen Fall?

Hallo, im kommenden Jahr (2017) steigt mein Urlaubsanspruch ab Oktober von 28 auf 30 Tage. Welche Konsequenz hat dies für das den Anspruch im Jahr 2017? Meine Berechnung ergibt genau 28,5 Tage, was auf 29 Tage aufgerundet würde. Meine Firma kommt auf 28,49 Tage, was auf 28 Tage abgerundet würde. Wie ist die genaue Regelung? Vielen Dank für Ihre Info.

Antwort
von wilees, 13
Expertenantwort
von Familiengerd, Community-Experte für Arbeitsrecht, 13

Meine Berechnung ergibt genau 28,5 Tage, was auf 29 Tage aufgerundet würde.

Das ist richtig: (28 ./. 12 * 9 [= 21]) + (30 ./. 12 * 3 [=7,5]) = 28,5 = 29 Tage Jahresurlaub in 2017.

Meine Firma kommt auf 28,49 Tage, was auf 28 Tage abgerundet würde.

Wie kommt Dein Arbeitgeber denn auf diese "krumme" Zahl?

Das solltest Du Dir von ihm einmal erklären lassen.

Kommentar von Paulo1984 ,

Seine Berechnung: von Januar bis Ende Sept. 28 Tage. D.h. 28 ./. 12 = 2,333 Tage * 9 = 20,99 Tage plus für den Zeitraum von Oktober bis Jahresende: 30 ./. 12 * 3 = 7,5 Tage.

Macht in Summe 28,49 Tage. Die rundet er dann auf 28 Tage ab. Das Abrunden ist laut meiner Recherche aber auch nicht zulässig.

Kommentar von Familiengerd ,

Also bei mir ergibt die Rechnung 28 ./. 12 * 9 immer 21 (+ 7,5 = 28,5 =29), bei Bildung einer Zwischensumme 2,333 allerdings tatsächlich 20,997 - wenn der Arbeitgeber schon mit 3 Kommastellen rechnet, dann auch gefälligst beim Endergebnis.

Aber: Hier ist der Urlaubsanspruch für 2 verschiedene Anspruchszeiträume zu ermitteln.

Der erste Zeitraum ergibt einen Anspruch gemäß der Rechnung von 21 Tagen. Auch der Arbeitgeber hat den Anspruch für den gesamten 9-monatigen Zeitraum zu bestimmen und nicht für jeden einzelnen der 9 Monate.

Aber selbst von man von seinen so ermittelten 20,99 Tagen ausginge, beträgt Dein Anspruch für diesen Berechnungszeitraum 21 Tage durch Aufrundung;

Dazu kommt dann der Anteil von 7,5 Tagen für den 2. Anspruchszeitraum.

Das Vorgehen Deines Arbeitgebers wegen 0,003 Tagen ist in seiner Kleinkariertheit geradezu lächerlich!

Das Abrunden ist laut meiner Recherche aber auch nicht zulässig.

Grundsätzlich dürfen Urlaubstage von weniger als 0,5 abgerundete werden - nur nicht dann, wenn (bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses) der Urlaub unter Umständen ausgezahlt werden muss.

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