Frage von elaz2007, 119

Unterhaltszahlungen werden beim Wohngeld nicht in voller höhe berücksichtigt?

Hallo, wir haben vor drei Monaten Wohngeld beantragt. Man sagte uns das der Unterhalt nur in voller Höhe abzugsfähig sein, wenn wir einen Titel haben. Ansonsten würde nur die pauschale von 3000 Euro jährlich angerechnet. Wir zahlen jedoch 3430 Euro im Jahr Unterhalt. Einen Titel über die Unterhaltsverpflichtung haben wir mit eingereicht. Nun kam der Bescheid. Es wurden nur die 3000 Euro angerechnet. Auf nachfragen sagte man uns das alles so seine Richtigkeit hätte und mehr wie die 3000 nicht angerechnet würden. Die gesetztestexte im Internet versteh ich nicht wirklich und ich google mir schon seit Stunden die Finger wund. Kann mir jemand helfen?

Antwort
von Ralkana, 91

Legt einen Widerspruch gegen den Bescheid ein. Nach §18 WoGG muss der Unterhalt in voller Höhe abgesetzt werden wenn ein Titel vorliegt. Siehe folgenden Link: http://www.gesetze-im-internet.de/wogg/__18.html

Kommentar von elaz2007 ,

ja, aber ganz unten steht das es nur für Satz 1 gilt. Und das trifft ja bei uns nicht zu. Ich versteh es einfach nicht

Bei der Ermittlung des Gesamteinkommens sind die folgenden zu erwartenden Aufwendungen zur Erfüllung gesetzlicher Unterhaltsverpflichtungen abzuziehen:

1.
bis zu 3 000 Euro jährlich für ein zu berücksichtigendes Haushaltsmitglied, das wegen Berufsausbildung auswärts wohnt, soweit es nicht von Nummer 2 erfasst ist;
2.
bis zu 3 000 Euro jährlich für ein Kind, das Haushaltsmitglied nach § 5 Absatz 4 ist; dies gilt nur für Aufwendungen, die an das Kind als Haushaltsmitglied bei dem anderen Elternteil geleistet werden;
3.
bis zu 6 000 Euro jährlich für einen früheren oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner oder eine frühere oder dauernd getrennt lebende Lebenspartnerin, der oder die kein Haushaltsmitglied ist;
4.
bis zu 3 000 Euro jährlich für eine sonstige Person, die kein Haushaltsmitglied ist.
Liegt in den Fällen des Satzes 1 eine notariell beurkundete Unterhaltsvereinbarung, ein Unterhaltstitel oder ein Bescheid vor, sind die jährlichen Aufwendungen bis zu dem darin festgelegten Betrag abzuziehen.
Kommentar von TreudoofeTomate ,

Das steht "in den Fällen des Satzes 1" nicht der Nummer 1. Der gesamte Satz 1 beinhaltet die Nummer 1 bis 4. Wie Ralkana schon sagt, Widerspruch einlegen.

Es sei denn, ihr haltet etwas für einen Titel, was tatsächlich keiner ist. Ich will euch ja nichts unterstellen, aber ihr wisst mit dem Begriff schon etwas anzufangen, oder?

Kommentar von Ralkana ,

Danke für den Kommentar, mir fiel nicht ein, wie ich das den Fragesteller erklären konnte.

Kommentar von elaz2007 ,

Ja natürlich. Wir haben einen Unterhaltstitel vom Jugendamt. Also alles richtig

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