Unterhaltszahlungen im nachhinein anrechnen?

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5 Antworten


da wir bisher eine Vereinbarung hatten und ich ihm nur 50€ monatlich abdrücken musste.

Heißt, der Vater wußte von den Verdienst. Dann kann er eine Änderung nur für die Zukunft verlangen.

Meine Frage lautet ob er diese Anrechnung im nachhinein trotz dieser mündlichen Vereinbarung gesetzlich machen darf.

Nein. Eine rückwirkende Anrechnung käme nur in Betracht, wenn sie ihm den Verdienst entgegen Treu und Glauben verschwiegen hätten. Eine Vereinbarung ist nicht nötig, denn es ist am Unterhaltsverpflichteten eine Änderung zu verlangen.

Gezahlter Unterhalt gilt in aller Regel als verbraucht. Erfolgreiche Rückforderungen sind da die Ausnahme.

Er kann natürlich für die Zukunft anrechnen, bzw eine Änderung des Titels verlangen. Mit der Volljährigkeit sind übrigens beide Elternteile im Verhältnis der Leistungsfähigkeit barunterhaltspflichtig. Unterhalt durch Betreung und Pflege gibt es da nicht mehr.

Da es sich um eine überobligatorsiche Tätigkeit handel wäre der Verdienst nur zum Teil anzurechen. Von 450€ sind 90€ Werbungskosten abzuziehen und der Rest etwa zur Hälfte auf den Bedarf anzurechen.







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Damit  kann es u.U. sein dass er länger zahlen muss (zu wenig Zeit zum lernen). Mit 18 kannst Du es mit ihm aushandeln. Einigt Euch. 

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Bei Schülern und Studenten sind Nebenjobs überobligatorisch.

Dein Vater kann Deinen Nebenjob zu genau NULL Euro anrechnen.

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Im Nachhinein anrechnen kann er es nicht, denn auch zu viel bezahlter Unterhalt kann von dir nicht zurück gefordert werden. Er gilt als verbraucht.

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Das kann er unter Umständen, trotzt mündlicher Vereinbarung.

Er hält sich in diesem Fall nur an die gesetzlichen Bestimmungen.

Die von Dir erwirtschafteten 450 € zählen als anrechnungsfähiges Einkommen.

Im Grunde braucht er gemeinsam mit der Mutter nur die Differenz zu Deinem Regelbedarfssatz an Unterhalt zahlen.

Wie Du sicher weisst, sind ab dem 18.Lj. beide Elternteile anteilig zum Unterhalt verpflichtet.

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