Frage von fraka007, 28

Unterhaltsrecht Volljährigkeit rückwirkend Methode?

Hallo , vlt kann mir bitte jemand folgende Sache erklären?

EIN KV zahlte UH regelmäßig bis zur Volljährigkeit ( So stand es auch im Titel). Ein Schreiben von der Beistandschaft des Jugendamtes bestätigte nochmals , das nun Ihre Arbeit beendet ist.

Das JA informierte in dem Brief, das der Sohn derzeit die 11. KLasse besucht und den KV bittet zu beachten, das die UH-Pflicht der Eltern nicht in jedem Fall mit der VJ endet. Und dann folgte folgender Satz: " Ihre Zahlungen wollen Sie bitte wie bisher auf das ihnen bekannte Konto der KM oder auf das Konto des Sohnes ( sofern er das wünscht und die Kontonummer mitteilt) zahlen."

  1. Nun sind seither 2 Monate vergangen. Der Sohn forderte noch keinen UH. Wenn da jetzt eine Aufforderung kommen sollte, muss dann der KV auf Grund des Schreibens des JA ( ..sie WOLLEN ..weiterzahlen) rückwirkend zahlen oder erst ab dem Zeitpunkt, wo die Forderung kommt?
  2. Wenn Sohn fordert, was kann der KV fordern? Das er vorlegt, Schulbescheinigung und Einkommen KM? Also kann der KV das als erstes fordern ?
  3. Muss die Forderung des Sohnes per Einschreiben erfolgen oder würde auch eine Email reichen?
  4. Der Sohn bekommt noch Geld ( was der Vater von einem aufgelösten Sparbuch noch hatte). Das hat der Sohn jetzt per mail mit neuer Kontonummer gefordert. Zählt die Information der Kontonummer inBezug auf das Schreiben des JA ( Sie WOLLEN zahlen..) schon als UH-Aufforderung? Oder ist das unrelevant, das Wissen der Kontonummer?

Schon mal Danke im Voraus für Eure Hilfe

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo fraka007,

Schau mal bitte hier:
Unterhalt volljährig

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 25

Am 18. Geburtstag des Sohnes endeten die Beistandschaft des JA, die Sorgepflicht und der Anspruch der Mutter auf Unterhaltszahlungen für den Sohn.

Das bedeutet aber nicht, dass die Unterhaltspflicht des Vaters nun generell endet. Denn unter bestimmten Voraussetzungen hat der Sohn weiterhin einen Unterhaltsanspruch an die Eltern - dann wären beide unterhaltspflichtig.

Allerdings nur, wenn der Sohn selbst nachweislich

  • seinen Anspruch nachgewiesen hat, 
  • anhand der Einkommen beider Eltern (und ggf. seines eigenen bzw. seiner eigenen "Vermögensverhältnisse")  die Höhe seines Anspruchs ermittelt hat,
  • diesen Gesamtanspruch auf beide Elternteile anteilig aufgeschlüsselt hat, 
  • (den väterlichen Anteil ggf. titulieren lassen hat,)
  • und den Vater zur Zahlung seines (titulierten) Anteils aufgefordert hat (mit Angabe der Kto-Nr., auf die der Anteil zu überweisen ist...)

Darauf hat das Jugendamt in seinem Brief verwiesen...

  1. Der Vater müsste zahlen ab dem Zeitpunkt, da der Sohn seine Forderung nachweislich geltend gemacht hat. Für zurückliegende Zeiträume könnte nichts mehr geltend gemacht werden.
  2. Der Sohn muss zuerst einmal seinen Anspruch nachweisen (Schulbescheinigung...) und den Vater zur Offenlegung seines Einkommens auffordern, auch die Nachweise der Mutter einfordern.. und auch nachweisen, ob/ in welcher Höhe er selbst Einkommen erzielt oder Vermögen oberhalb seines "Freibetrages" besitzt... (welches auf seinen Anspruch anzurechnen wäre, diesen ggf. mindern würde...).
  3. Sie muss "nachweisbar" sein. Das wäre per Einschreiben auf jeden Fall gegeben, ggf. reicht aber auch eine E-Mail..., das kommt dann auf das Verhältnis zwischen Sohn und Eltern an....
  4. Diesen beiden Forderungen haben nichts miteinander zu tun...
Antwort
von Elfi96, 26

Ich würde auch sagen: redet miteinander! KV, KM und K. 

Mit 18 Jahren muss das K selbst seinen Unterhalt von BEIDEN ELTERNTEILEN einfordern. Zur Berechnung werden die Einkünfte beider Elternteile herangezogen. Jedem arbeitenden Elternteil bleibt ein Selbstbehalt von 1080€ für sich und seine Kosten. Sind da noch Geschwister/ Halbgeschwister, die jünger sind und denen vorrangig Unterhalt zusteht, sieht die Berechnung auch anders aus. Unterhalt kann auch nachträglich noch beantragt werden. 

Btw: mein Sohn bekam bis zum Abschluss seiner Schullaufbahn Unterhalt von seinem Vater. Der Vater hatte dann gerichtlich die Abänderung des Unterhaltstitels beantragt. LG

Antwort
von isomatte, 21

Das Jugendamt hat ab dem 18 Lebensjahr nichts mehr mit dem Unterhalt zu tun,dann muss das volljährige Kind seinen Unterhaltsanspruch bei beiden Elternteilen selber einfordern !

Wenn er das bis jetzt nicht gemacht hat,dann gibt es auch nichts rückwirkend zu zahlen.

Er muss dir nachweisen das er einen Anspruch hat und wie hoch dieser ist,also z.B. eine Schulbescheinigung vorweisen,was er ggf.selber an Einkommen / Vermögen hat.

Die Forderung nach seinem Ersparten hat mit der Unterhaltsforderung nichts zu tun,die muss separat mit dementsprechenden Nachweisen kommen.

Ob das nun per Mail oder per Einschreiben geschieht ist normalerweise egal,es muss nur nachweisbar sein,denn erst ab der schriftlichen Aufforderung Unterhalt zu zahlen würde er dich mit der Zahlung in Verzug setzen und ab da könnte er dann auch rückwirkend den Unterhalt einfordern.

Antwort
von turnmami, 28

Meine Güte. Man sollte halt einfach mal miteinander reden und den weiteren Unterhalt ausmachen.

Kommentar von fraka007 ,

ohne Worte

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