Unterhaltsrecht Volljährigkeit rückwirkend Methode?

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4 Antworten

Am 18. Geburtstag des Sohnes endeten die Beistandschaft des JA, die Sorgepflicht und der Anspruch der Mutter auf Unterhaltszahlungen für den Sohn.

Das bedeutet aber nicht, dass die Unterhaltspflicht des Vaters nun generell endet. Denn unter bestimmten Voraussetzungen hat der Sohn weiterhin einen Unterhaltsanspruch an die Eltern - dann wären beide unterhaltspflichtig.

Allerdings nur, wenn der Sohn selbst nachweislich

  • seinen Anspruch nachgewiesen hat, 
  • anhand der Einkommen beider Eltern (und ggf. seines eigenen bzw. seiner eigenen "Vermögensverhältnisse")  die Höhe seines Anspruchs ermittelt hat,
  • diesen Gesamtanspruch auf beide Elternteile anteilig aufgeschlüsselt hat, 
  • (den väterlichen Anteil ggf. titulieren lassen hat,)
  • und den Vater zur Zahlung seines (titulierten) Anteils aufgefordert hat (mit Angabe der Kto-Nr., auf die der Anteil zu überweisen ist...)

Darauf hat das Jugendamt in seinem Brief verwiesen...

  1. Der Vater müsste zahlen ab dem Zeitpunkt, da der Sohn seine Forderung nachweislich geltend gemacht hat. Für zurückliegende Zeiträume könnte nichts mehr geltend gemacht werden.
  2. Der Sohn muss zuerst einmal seinen Anspruch nachweisen (Schulbescheinigung...) und den Vater zur Offenlegung seines Einkommens auffordern, auch die Nachweise der Mutter einfordern.. und auch nachweisen, ob/ in welcher Höhe er selbst Einkommen erzielt oder Vermögen oberhalb seines "Freibetrages" besitzt... (welches auf seinen Anspruch anzurechnen wäre, diesen ggf. mindern würde...).
  3. Sie muss "nachweisbar" sein. Das wäre per Einschreiben auf jeden Fall gegeben, ggf. reicht aber auch eine E-Mail..., das kommt dann auf das Verhältnis zwischen Sohn und Eltern an....
  4. Diesen beiden Forderungen haben nichts miteinander zu tun...
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Meine Güte. Man sollte halt einfach mal miteinander reden und den weiteren Unterhalt ausmachen.

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Kommentar von fraka007
29.07.2016, 15:57

ohne Worte

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Ich würde auch sagen: redet miteinander! KV, KM und K. 

Mit 18 Jahren muss das K selbst seinen Unterhalt von BEIDEN ELTERNTEILEN einfordern. Zur Berechnung werden die Einkünfte beider Elternteile herangezogen. Jedem arbeitenden Elternteil bleibt ein Selbstbehalt von 1080€ für sich und seine Kosten. Sind da noch Geschwister/ Halbgeschwister, die jünger sind und denen vorrangig Unterhalt zusteht, sieht die Berechnung auch anders aus. Unterhalt kann auch nachträglich noch beantragt werden. 

Btw: mein Sohn bekam bis zum Abschluss seiner Schullaufbahn Unterhalt von seinem Vater. Der Vater hatte dann gerichtlich die Abänderung des Unterhaltstitels beantragt. LG

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Das Jugendamt hat ab dem 18 Lebensjahr nichts mehr mit dem Unterhalt zu tun,dann muss das volljährige Kind seinen Unterhaltsanspruch bei beiden Elternteilen selber einfordern !

Wenn er das bis jetzt nicht gemacht hat,dann gibt es auch nichts rückwirkend zu zahlen.

Er muss dir nachweisen das er einen Anspruch hat und wie hoch dieser ist,also z.B. eine Schulbescheinigung vorweisen,was er ggf.selber an Einkommen / Vermögen hat.

Die Forderung nach seinem Ersparten hat mit der Unterhaltsforderung nichts zu tun,die muss separat mit dementsprechenden Nachweisen kommen.

Ob das nun per Mail oder per Einschreiben geschieht ist normalerweise egal,es muss nur nachweisbar sein,denn erst ab der schriftlichen Aufforderung Unterhalt zu zahlen würde er dich mit der Zahlung in Verzug setzen und ab da könnte er dann auch rückwirkend den Unterhalt einfordern.

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