Frage von Jenniferbuh, 69

Unterhalt vom Kindsvater, Vater dagegen?

Also ich hab seit April ne Tocjter. Der Vater hat sich verpi.sst und ja. Da er noch Schüler is will ich ihm bis wr verdient eig ned den stress wegen unterhaltsvorschuss machen abee dann eig scho unterhalt verlangen. Ich bin komplett verzweifelt mein Vater findet das moralisch doof und sagt das gibt dann nur n hin und her fürs kind und dass das geld doch nich so wichtig ist. Ich mein jnd selbst wenn ich halbwegs über die runden käme es steht dem kind doch zu.. ich weiss nich was ich machen soll.. ich will auch nich, dass dann alle nur mies von mir denlen und so.. bin am verzweifeln.. würdet ihr unterhalt beantragen oder nicht?

Expertenantwort
von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 23

Wenn du dein Kind und dich nicht aus eigenen Mitteln versorgen kannst, wirst du vom Kindsvater erstmal Unterhalt einfordern müssen (bzw. nachweisen müssen, dass er nicht "leistungsfähig" ist zum Unterhalt), bevor du Unterhaltsvorschuss und andere staatliche Unterstützung beanspruchen könntest.

Antwort
von Tuplo, 10

Ich würde auf jeden Fall Unterhalt einfordern, allein schon um den Anspruch deines Kindes aufrecht zu erhalten. Zwar wäre der Vater auch noch nach Jahren, auch rückwirkend, unterhaltspflichtig, aber es ist fairer ihn quasi jedes Jahr an seine Pflicht zu erinnern, statt sechs Jahre später auf einmal die große Kinderhand aufzumachen.

Wenn dein Ex derzeit selbst wegen Ausbildung nicht unterhaltsfähig ist, sind es ggf. aber seine Eltern, von denen der Unterhalt erst mal kommen kann. Sonst würde erstmal der Staat für ihn einspringen.

Wenn man von jemandem mies denken sollte, dann doch wohl von deinem Ex. 

Antwort
von petrapetra64, 23

Natürlich würde ich Unterhalt beantragen und auch Unterhaltsvorschuss. Habe ich bei meinen beiden Kindern gemacht, jeweils Unterhaltsvorschuss und Beistandschaft gleichzeitig. Wenn er noch in Ausbildung ist und das dem Jugendamt regelmäßig auf Nachfrage nachweisst, muss er auch nicht rückwirkend zahlen (kann aber sein, dass das Jugendamt das dann trotzdem einfordert, dagegen muss er sich dann wehren). 

Aber spätestens, wenn er arbeitet, kann man einen Titel erstellen und er muss Unterhalt leisten, wenn er genug verdient. Die 6 Jahre Unterhaltsvorschuss sind besser als nichts.

Wenn dein Vater das nun so verwerflich findet, den jungen Mann auf seine Verantwortung hinzuweisen, dann soll er sich halt verpflichten, dass er dir den Unterhalt zahlt für dein Kind. Ein Kind kostet viel Geld und jeder Cent zählt da, den man bekommen kann. 

Und in welcher Form sollte es ein Hin und Her fürs Kind geben,das kriegt davon doch gar nichts mit. Das ist ja nichts, was man mit seinem Kleinkind ausdiskutiert, wo genau welches Geld herkommt. Für das Kind ist es nur wichtig, dass es versorgt ist und dass es der Mutter gut geht und bei ständigen Geldsorgen der Mutter leidet auch das Kind.

Kommentar von Jenniferbuh ,

kurzer zwisxhenstand: hab mir die rechtslagr genau angeschaut, ich könnt zwar verzichten müsst dann aber theoretisch meiner tochter genau die summe die er gezahlt hätte ja zahlen sollte sie dies iwann fordern, denn wenn ichs ned brauch hätt ichs ja au anlegen können. mein vater sieht das jtz auch so, dass ichs aufjedenfall amchen soll und ich werde meinen ex ersteinmal darauf ansprechen und versuchen das so zu lösen dass ich mit ihm vorher das auch rede und dann beantragen. :)

Antwort
von lasterfahren, 34

wenn du sozialleistungen beziehst, bist du verpflichtet unterhaltsvorschuss zu beantragen. wenn du denkst, dass du dato auch ohne auskommst mit kindergeld und elterngeld, dann lass es sein und hebe es dir auf für zeiten wo du es vielleicht dringender brauchst. immerhin geht es momentan bis max. 12. lebensjahr und nicht mehr als 72 monate.

es hängt also von dir selbst ab. natürlich wird der vater aufgrund schulbesuch nicht leistungsfähig sein, also würde die unterhaltsvorschussstelle das geld bis zur leistungsfähigkeit auch nicht zurückverlangen.

wenn du es also beantragen willst, weil du es brauchst, dann tu das. dem kindesvater passiert dadurch nix, außer das er seine unterlagen über sein einkommen vorlegen muss: kindergeld, bafög oder unterhalt der eltern.  wie alt ist denn der kv?

Kommentar von Jenniferbuh ,

21...

Kommentar von lasterfahren ,

warum geht er nach der schule nicht arbeiten? wovon lebt er denn?

Kommentar von Jenniferbuh ,

will er ja duales studium.. wenn er da was bekommt..

Antwort
von Sandkorn, 10

Wer volljährig ist und Kinder "machen" bzw. sich "Kinder machen lassen" kann sollte auch den Arsch in der Hose haben und für den Unterhalt des Kindes aufkommen. Ein Kind zu zeugen/bekommen bedeutet Verantwortung zu übernehmen und darüber sollte man sich vorab Gedanken machen und nicht erst hinterher. 

Ich bin immer wieder entsetzt über so viel Naivität bzw. Gleichgültigkeit. Egal, der Staat wird's schon richten.

Antwort
von Menuett, 27

Auf Unterhalt darf in Deutschland überhaupt nicht verzichtet werden. Das Kind bekommt von den Unterhaltsstreitigkeiten überhaupt nichts mit, von daher gesehen ist das eh Unfug.

Du bist verpflichtet, den Unterhalt für Dein Kind einzufordern.

Das kann Dich im schlimmsten Fall das Sorgerecht kosten.

§ 1614
Verzicht auf den Unterhaltsanspruch; Vorausleistung

(1) Für die Zukunft kann auf den Unterhalt nicht verzichtet werden.

(2) Durch eine Vorausleistung wird der Verpflichtete bei erneuter Bedürftigkeit des Berechtigten nur für den im § 760
Abs. 2 bestimmten Zeitabschnitt oder, wenn er selbst den Zeitabschnitt
zu bestimmen hatte, für einen den Umständen nach angemessenen
Zeitabschnitt befreit.

Kommentar von Jenniferbuh ,

oha wo is das dokumentiert, dass mich das das sorgerecht kosten kann? :0

Kommentar von Menuett ,

NIrgends. Das ergibt sich aus den Gesetzen zur elterlichen Sorge.

Wenn Du nicht in der Lage bist, die Rechte Deines Kindes zu vertreten, dann bist Du meist auch nicht in der Lage, ein Kind aufzuziehen.

Kindesunterhalt ist Geld des Kindes. Das darfst Du nicht veruntreuen, auch nicht, in dem Du es einfach nicht forderst.

Kommentar von lasterfahren ,

die aussage ist genau so ein blödsinn. wenn sie den unterhalt nicht benötigt, weil sie angenommen genügend einkommen hat, dann muss sie überhaupt nichts einfordern. wer will sie dazu zwingen? der weihnachtsmann? dem gericht ist es egal, dem jugendamt ist es egal, da die eltern das untereinander klären.

fordern und uvg beantragen muss sie erst, wenn sie gelder aus der sozialkasse benötigt: alg2 oder grundsicherung.

Kommentar von Menuett ,

Wenn sie genug Geld verdient, dann kräht da so schnell kein Hahn.

Wenn sie ALG 2 beantragt, dann muß sie eh Unterhalt fordern.

Es gibt da aber auch die dämlichen Tanten, die keinen Unterhalt einfordern, obwohl sie nicht ausreichend verdienen und das Kind wächst dann ärmlichst auf.

Und da gibt es dann richtig Ärger, wenn das auffliegt.

Kommentar von ratatoesk ,

Am besten Du holst Dir mal einen Ternin beim Jugendamt.Dort bekommst Du genau gesagt , wie , wo und wann ,sie mit der Anschuldigung der

,,Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht"

auf Dich drauf zukommen und Dir das Sorgerecht abnehmen.

Alternativ kannst das mal im NET suchen.

Die Gesetze dazu stehen im BGB und STGB.


Kommentar von lasterfahren ,

so ein schwachsinn

Antwort
von Hundele, 34

Beantrage unterhalt.das steht dir und dem kind zu!

Antwort
von BertRollmops, 33

Beantragen! Das Jugendamt geht in Vorleistung, wenn er nicht zahlen kann. Später bekommt er die Rechnung, wenn er zahlen kann. Ist ja nicht die Schuld des Kindes, wenn Du Mitleid mit nem Typen hast, der es einfach sitzen lässt. Geht gar nicht. Nennt sich Verantwortung. Die rechtliche Lage wurde ja schon beschrieben. Kann ich nicht verstehen, wie man den Kerl schützen will und Eure Tochter hat das Nachsehen. Sorry.

Kommentar von Menuett ,

Nein. Für die Zeit, in der er nicht genug verdient hat, muß er nichts nachzahlen.

Kommentar von BertRollmops ,

Ok, die Kosten übernimmt für die Zeit also die Staatskasse?

Kommentar von Menuett ,

Wenn er während des Bezugs von Unterhaltsvorschuss schuldlos nicht ausreichend verdient, dann zahlt die Staatskasse den UVG. Oder den ALG 2 Bedarf.

Kommentar von Jenniferbuh ,

danke aber wenn du richtig gelesn has will ich eig keine rücksicht nehmen bin in nem zwiespalt ..

Kommentar von Menuett ,

Da nimmst Du mal besser auf Deinen Vater keine Rücksicht.

Dein Vater gibt Dir moralisch sehr verwerfliche Ratschläge.

Kommentar von Jenniferbuh ,

ja is vermutlich so. werd mich die tage denk noch mit nem anwalt in verbindung setzen und dem jugendamt

Kommentar von Menuett ,

Du kannst beim Jugendamt eine kostenlose Beistandschaft einrichten.

Die kümmern sich darum, dass der Unterhalt berechnet und eingetrieben wird.

Ist doch wesentlich günstiger als ein Anwalt.

Kommentar von lasterfahren ,

wenn er kein einkommen hat, kann auch nix eingetrieben werden. dann lehnt die beistandschaft die arbeit ab und verweist an die unterhaltsvorschussstelle und das jobcenter. bis uvg versiegt, kümmert sich keine beistandschaft, da die uvg-stelle die unterlagen einfordert und prüft.

Kommentar von petrapetra64 ,

Mit der Beistandschaft hast du schon zum Teil recht, wenn er sich regelmäßig meldet und seine Unfähigkeit zur Zahlung nachweist der Unterhaltsvorschusskasse, dann kommt man mit der Beistandschaft auch nicht weiter.

Ich hatte allerdings trotzdem bei meinen beiden Kindern zeitgleich eine Beistandschaft, die dann den Unterhalt eingefordert hat. Da die Väter sich aber nicht gemeldet haben, bekam ich vom Gericht trotz zahlungsunfähigkeit je einen Titel. Die Pfändung verlief aber dann trotzdem im Sande. 

Antwort
von aloisff, 35

ja, natürlich.....

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