Frage von jajomahalo, 111

Unterhalt trotz nicht eingetragener Vaterschaft?

Hallo. Ich mache mir Gedanken, weil meine Scheidung auf dem Wege ist und ich eine Tochter (4J.) habe, die allerdings keinen eingetragenen Vater hat. Die Gründe dazu möchte ich nicht weiter erläutern weil sie für mein Anliegen irrelevant sind. (Ich möchte aber feststellen, dass mein Mann immer ihr Vater bleiben wird! Salopp gesagt, stand ich schwanger vor seiner Tür-er hat zu mir und dem Kind gestanden, was da nun unterwegs war und durchaus von ihm sein könnte.) Nun zu meiner Frage:Ist er, trotz dessen er (vielleicht) nicht der leibliche und ja auch nicht eingetragene Vater ist, zu Unterhalt verpflichtet? Er hat mir zwar versichert für unsere Tochter den Unterhalt zu zahlen, aber ich glaube lieber was ich schwarz auf weiß habe und hätte gern eine rechtliche Absicherung, damit ich (berufstätig-aber natürlich kein hohes Einkommen) weiß wie ich über die Runden komme. Oder wäre es besser wenn er den Ehegattenunterhalt zahlt?

Antwort
von DFgen, 49

Wenn ihr zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes bereits verheiratet ward, so gilt der Mann als "rechtlicher" Vater des Kindes, selbst wenn er nicht der leibliche wäre - und wäre somit "automatisch" unterhaltspflichtig für das Kind.

Sollte das Kind vor eurer Hochzeit geboren worden sein, so ist der Mann ihm nicht unterhaltspflichtig - du hättest also keine rechtliche Handhabe, von ihm Unterhalt für das Kind einzufordern, solange er die Vaterschaft nicht offiziell anerkannt hat.

Oder wäre es besser wenn er den Ehegattenunterhalt zahlt?

Während des "Trennungsjahres", also bis zur Scheidung, hättest du ggf. Anspruch auf "Trennungsunterhalt" vom Mann, nach der Scheidung müsste er voraussichtlich nichts mehr zahlen.

Denn "nachehelicher Unterhalt" wird nur noch in Ausnahmefällen zugesprochen. In der Regel wird davon ausgegangen, dass nach der Scheidung beide Ehepartner ihren eigenen Lebensunterhalt selbst erwirtschaften.

Antwort
von ichweisnix, 36

Ich mache mir Gedanken, weil meine Scheidung auf dem Wege ist und ich
eine Tochter (4J.) habe, die allerdings keinen eingetragenen Vater hat.

Zunächstmal ist zu bemerken, das wenn eine verheiratete Frau ein Kind bekommt, der Mann automatisch der rechtliche Vater ist. §1592 Abs 1.

Will der Mann das ändern, muß er die Vaterschaft anfechten. Das gilt auch und insbesondere, wenn die Ehe während der Schwangerschaft geschlossen wurde. Hierfür gibt es eine Frist von 2 Jahren ab Kenntnis der Umstände die gegen eine Vaterschaft sprechen. Anders sieht die Sache freilich aus, wenn das Kind vor der Hochzeit geboren wurde.

nicht der leibliche und ja auch nicht eingetragene Vater ist, zu Unterhalt verpflichtet?

Wenn der Mann nicht der leibliche Vater ist, dann muß es einen anderen leiblichen Vater geben. Sollte tatsächlich keine rechtliche Vaterschaft vorhanden sein, so kann die Vaterschaft gerichtlich festgestellt werden.





Antwort
von claudialeitert, 62

Macht einen Vaterschafttest dann seit ihr sicher. Wenn er freiwillig zahlt hast du Glück , denn müssen muss er garnicht. Er steht ja nicht drin als Vater und sowas ehrlich würde ich nur tun wenn das Kind von ihm ist. Es ist eine hohe verantwortlich und Belastung vom Geldlichen her und zeigt Ehrlichkeit und macht nen Test. Lg

Kommentar von passaufdichauf ,
Salopp gesagt, stand ich schwanger vor seiner Tür

Was wird wohl bei diesem Vaterschaftstest rauskommen :-) ? Der Fragestellerin bleibt nur die Hoffnung, dass ihr Noch-Ehemann die Vaterschaft einfach anerkennt, obwohl er genau weiß, das er das nicht muss, oder sie sollte mal in sich gehen, und den wahren Vater benennen.

Ihr Ehemann muss nicht zahlen, außer, das Kind wäre schon in der Ehe geboren und er somit per Gesetz der rechtliche Vater.

Antwort
von peterobm, 61

nicht eingetragen, damit auch kein rechtmässiger Vater. Du hast keinen Anspruch. Im Nachhinein wird das nur ein Vaterschaftsgutachten klären können, oder er erkennt nachträglich die Vaterschaft an und wird eingetragen.

Antwort
von ErsterSchnee, 48

Er zahlt Trennungsunterhalt und nach der Scheidung nichts mehr. Weder für dich noch für das Kind.

Antwort
von passaufdichauf, 41

Ehegattenunterhalt muss dein Noch.-Ehemann gar nicht zahlen, denn dein Kind ist über drei und dir ist eine Vollzeitstelle zuzumuten.

Im Jahr der Trennung muss er dir Trennungsunterhalt zahlen, nach der Scheidung nicht mehr.

Für deine Tochter kannst du nur hoffen, das er freiwillig zahlt, er ist dazu in keiner Weise verpflichtet (wäre deine Tochter in der Ehe geboren, dann wäre er automatisch der rechtliche Vater, aber davon gehe ich mal nicht aus.)

Wenn er nicht zahlt, kannst du beim Amt Unterhaltsvorschuss beantragen (Vater unbekannt) für max. 72 Monate. Oder du gehst in dich und benennst (auch für deine Tochter, die einfach ein Recht auf ihre Wurzeln hat) den richtigen Vater.

Kommentar von DFgen ,

Wenn er nicht zahlt, kannst du beim Amt Unterhaltsvorschuss beantragen (Vater unbekannt) für max. 72 Monate.

Spätestens dann müsste die Fragestellerin den Kindsvater benennen, also ihrer "Mitwirkungspflicht" bei der Vaterschaftsfeststellung nachkommen, da ansonsten staatliche Unterstützungsleistungen versagt werden können...

Kommentar von passaufdichauf ,

Das ist richtig, denn nach den Schilderungen der Fragestellerin kennt sie den richtigen Vater durchaus, will ihn nur nicht benennen.

Antwort
von XC600, 32

du möchtest den Grund nicht erläutern warum das Kind keinen eingetragenen Vater hat ..... nun gut das ist deine Sache , aber wenn du Unterhalt haben willst mußt du wohl den leiblichen Vater benennen , sonst gibt es nichts ........... dein jetziger Mann ist es ja wohl nicht und du kannst doch nicht ernsthaft erwarten das er zahlt für ein Kind welches nicht sein leibliches ist .............. glaub mir , kein Mann macht sowas freiwillig ......................... und noch was , deine Tochter hat das Recht zu wissen wer ihr leiblicher Vater ist , du kannst den nicht auf ewig verschweigen .... also gib lieber den Namen an , dann kann das JA mit ihm Verbindung aufnehmen und das klären ....

Antwort
von promooo, 39

Nein...da er ja, sowohl biologisch als auch auf Papier nicht der Vater ist. Abgesehen davon ist es ne Frechheit finde ich, sich nich absichern zu wollen, dass ein nicht Vater unter jeglichen Umständen zahlen soll

Antwort
von Userrx, 43

Vaterschaftstest?

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