Frage von Nightsiiver, 116

Unterhalt nachzahlen obwohl man nicht wusste dass man Papa ist?

Ich habe vor ein paar tagen erfahren dass ich eine 8monate alte Tochter hab. Der verlobte der Mutter hat bei Geburt die VaterSchaft anerkannt nun muss er diese anfechten. Ich möchte natürlich Unterhalt zahlen aber muss ich den Unterhalt der letzten 8 Monate auch nachzahlen? Würde das Geld lieber selbst auf die Seite tun für ein Sparbuch für die kleine. Vaterschaftstest hab ich bereits gemacht.

Vielen dank für eure hilfe

Antwort
von PanicStation, 83

Hallo!

Also ich bin nicht vom Fach, aber wenn der Partner deiner Ex-Freundin die Vaterschaft bei der Geburt der Kleinen offiziell angenommen hat, wirst du bestimmt keinen Unterhalt nachzahlen müssen, da immer derjenige für den Unterhalt herangezogen wird, der die Vaterschaft anerkennt.

Schätze, erst wenn das ganze Rechtsprozedere durch ist und du offiziell als Vater anerkannt bist, wirst du regulären Unterhalt zahlen müssen. Aber eine Nachzahlung kann ich mir in diesem Fall wirklich nicht vorstellen.

LG


Antwort
von Goodnight, 62

Wenn er die Vaterschaft einklagen will, musst du ihm nach dem Urteil den geleisteten Unterhalt zurück zahlen. Der gehört ihm, nicht der Tochter.

Zur Seite legen würde ich den Betrag auf jeden Fall.

Antwort
von kreuzkampus, 51

Bezahlen musst Du erst von dem Tag an, an dem Dir vom Jugendamt, Sozialamt, Gericht/Anwalt mitgeteilt wurde, dass Du möglicher Vater bist und dass Du zum Unterhalt herangezogen werden kannst, genauer gesagt: Vom Tag an, an dem Du rechtswirksam in Kenntnis gesetzt wurdest. Der mündliche Hinweis der Mutter z.B. langt nicht.

Antwort
von DerHans, 50

Wenn du der Vater bist, wirst du auch den Unterhalt nachzahlen müssen.

Das ist noch lange nicht verjährt.

Antwort
von Menuett, 35

Nein, der rechtliche Vater kann den Unterhalt von Dir fordern.

Er hat schließlich vorausgeleistet.

Antwort
von Brillance, 43

moin,

nein du musst keinen Unterhalt nachzahlen denn Kindesunterhalt ist immer eine Vorausleistung. Da der Verlobte der Kindsmutter die Vaterschaft anerkannt hatte, gilt er von da an gesetzlich als Vater.

Wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass der gesetzliche Vater nicht der leibliche Vater ist, kann er die Vaterschaft anfechten.

So, an dem Punkt seid ihr ja nun. Wenn der Vaterschaftstest nun ergibt, dass du tatsächlich der biologische Vater bist, hast du vom Zeitpunkt der Feststellung auch alle Rechte UND Pflichten dem Kind gegenüber.

Bereits geleisteter Unterhalt, könnte nur zivilrechtlich vom bisherigen "juristischen" Vater eingeklagt werden. Ich glaube aber nicht, dass hier Aussicht auf Erfolg besteht.

Vielleicht wartest du erstmal das Ergebnis des Test`s ab. Vielleicht ist ja noch ein dritter im Bunde ;-)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community