Frage von cheerpoint, 83

unterhalt für einen monat ausgesetzt?

hallo, ich habe letztes jahr in einen monat den unterhalt nicht überwiesen, dafür aber die kita kosten übernommen. die monate davor und danach wurde regelmäßig unterhalt überwiesen. es gab eine mündliche absprache. jetzt sag die KM, diese absprache habe es nicht gegeben und will über einen anwalt den ausstehenden betrag (250,-) auch gerichtlich einfordern. als beweis habe ich nur die regelmäßigen unterhaltsüberweisungen vorher und nacher. ansonsten wort gegen wort. wie sehen meine chancen aus, damit vor gericht nicht schuldig gesprochen zu werden? und warum kommt sie auch erst 12 monate später mit dieser vorderung auf mich zu? besten dank. cp

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Antwort
von DerHans, 17

Wenn es einen Unterhaltstitel (Urteil) gibt, kannst du nicht einfach das Geld anderswo hin leiten. Den Unterhalt schuldest du dann trotzdem

Expertenantwort
von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 36

Wenn es über den Unterhalt einen "Titel" gibt, so könnte die Kindsmutter den ausstehenden Betrag tatsächlich noch bei dir einfordern - wenn du ihn nachweislich nicht als "Unterhalt" gezahlt hast... Denn Unterhalt kann nicht mit anderen Zahlungen "verrechnet" werden.

Sollten allerdings alle Zahlungen - auch der Unterhalt - auf mündlichen Absprachen bestehen, könnte überhaupt nichts von dir eingeklagt werde - das wäre generell nur mit einem "Titel" möglich.

Antwort
von LiselotteHerz, 42

Wie übertrieben ist das denn, wegen 250,-- Euro zum Anwalt zu rennen und das gerichtlich einzufordern.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich wegen 250,-- Euro ein Gericht mit dieser Sache befaßt, aber ich weiß es nicht.

Nur gut, dass Du noch alle Belege hast - ist halt blöd, dass Ihr das nur mündlich abgesprochen habt. Du hast doch bestimmt auch noch den Beleg, dass Du die Kita bezahlt hast, evtl. wird das damit verrechnet und die Klage wird einfach abgewiesen.

Deine Ex-Frau muss zuviel Geld haben, auch ein Anwalt will schließlich sein Honorar - völlig überzogene Reaktion. Alles Gute für Dich. lg Lilo

Verjährungsfristen (trifft hier nicht zu):

Unterhalt verjährt grundsätzlich drei Jahre nach Fälligkeit, wobei allerdings die Verjährungsfrist erst am Ende des Jahres zu laufen beginnt, in dem der Unterhalt fällig geworden ist.

Ein Beispiel:
der Ehemann hat für Juni 2007 keinen Unterhalt gezahlt. Die Forderung der Ehefrau auf Zahlung des Unterhalts verjährt in drei Jahren. Die Verjährungsfrist beginnt aber erst am 1.1.2008 um 0:00 Uhr zu laufen. Sie endet damit am 31.12.2010 um 24 Uhr

Kommentar von cheerpoint ,

überweisungsbeleg habe ich und sie ist zum anwalt gegangen, weil ich im rückstand war, den aber ausgegelichen habe. meinen ratenvorschlag für die rückzahlung, den ich mit dem jugendamt ausgemacht hatte, passte ihr nicht und so ging sie zum anwalt. und jetzt sind noch diese 250 euro übrig, aber die mündliche (leider) absprache war, ich übernehme kita, daher für den monat kein unterhalt.

Kommentar von LiselotteHerz ,

Das mit dem Rückstand und der Ratenzahlung hättest Du auch gleich mitteilen können. Deine Ex will Dir evtl. jetzt ans Bein pinkeln, weil Du mal im Verzug warst

Antwort
von Thather, 44

Wenn Du die 250 € zahlen kannst, dann mach das. Der Betrag ist den Aufwand und das Risiko nicht wert.

Und lerne: in Zukunft mit der KM nur noch schriftlich. 

Antwort
von rasperling1, 8

Die Kindesmutterfordert Unterhalt für einen Zeitraum in der Vergangenheit. Für die Vergangenheit kann man aber nur unter zwei Bedingungen Unterhalt nachfordern:

Entweder, wenn ein Titel über den Unterhalt vorliegt. Das wurde hier bereits angesprochen, Du hast Dich dazu aber nicht geäußert.

Oder, wenn Du damals - also spätestens bis Ende des Monats, um den es geht - nachweislich aufgefordert bzw. gemahnt wurdest, den fälligen Monatsbetrag zu zahlen. Erfolgte eine solche Aufforderung nur mündlich, kann die KM das wohl nicht nachweisen, und Du bist fein raus.

Antwort
von Amen3, 5

Wenn die Absprache mit dem Kindergeld gänzlich mündlich getroffen wurde kannst du beruhigt sein.

Sollte eine schriftliche Forderung bestehen von einer gewissen Summe pro Monat, die auch rechtswirksam ist, dann wirst du das wohl oder übel nachzahlen müssen.

In jedem Fall sollte man solcherlei Absprachen immer "quittieren" oder unterzeichnen lassen vom "Vertragspartner".

Antwort
von brennspiritus, 42

Bezahl lieber, deine Chancen sind schlecht, wenn du nicht einen Haufen Zeugen bringen kannst, die deine Absprache mit der KM bezeugen können.

Lerne für die Zukunft, nur noch alles schriftlich.

Antwort
von Killerkatze11, 4

Mit einer Ex-Frau niemals mündliche Absprachen machen. Frauen fühlen sich ganz gerne mal im Recht, besonders wenn es um das Geld des Mannes geht und Anwaltskosten haben sie auch nicht wirklich zu befürchten.

Antwort
von beast, 29

in  der  KITA  muss  ein  doppel  der Quittung vorhanden  sein....  Oder die  Buchung  steht   auf  Deinem  Kontoauszug.  Irgendein schriftliches  Beweisstück  ist  mit  Sicherheit  vorhanden

Kommentar von brennspiritus ,

Und? Das entbindet ihn nicht vom Unterhalt

Kommentar von cheerpoint ,

die quittung hab ich ja bzw. den überweisungsbeleg. aber bei wort gegen wort ziehe ich den kürzeren?

Kommentar von LiselotteHerz ,

Das muss nicht sein - warum soll ihr Wort mehr wert sein, als Deines? Jeder Richter sieht ja, dass Du immer regelmäßig gezahlt hast und in dem betreffenden Monat auch eine Zahlung geleistet hast, nur eben in Form der Rechnungsbegleichung für die Kita. Was kostet denn sowas?

Kommentar von cheerpoint ,

mehr als das doppelte vom unterhalt.

der anwalt kommt halt immer ganz forsch daher und droht mit gericht und dann werden aus 250, gleich mal 500... bla bla... aber ich kann doch nachweisen, vorher und nacher regelmäßig den unterhalt bezahlt zu haben und für den monat habe ich den beleg für die kita kosten.

ich würde es auch drauf ankommen lassen. nur, habe ich in jedem fall die gerichtskosten zu tragen?

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