Unterhalt bar bekommen?

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4 Antworten

Dein Vater möchte vermutlich nicht, dass deine Mutter weiterhin Geld bekommt, das eigentlich für dich gedacht ist.... - und dabei kommt es zu einigen "Denkfehlern"....

Erst einmal: deine Mutter hat seit deinem 18. Geburtstag ohnehin keinen Anspruch mehr auf Zahlungen von deinem Vater für dich an sie selbst.

  • Für die Eltern endet mit dem 18. Geburtstag eines Kindes ihre Sorgepflicht - das Kind ist ab dann selbst für alles verantwortlich, auch für seinen eigenen Lebensunterhalt.
  • Die Mutter muss nun keinen "Naturaluterhalt" mehr leisten (Betreuung, Essen zubereiten, Wäschewaschen...).
  • Der Vater muss ihr kein Geld ("Barunterhalt") mehr für deine Ausgaben (Essen, Unterkunft, Kleidung, Freizeit...) geben.

Wenn du nun also weiter bei der Mutter wohnen möchtest, kann sie von dir Geld für deine Verpflegung und Unterkunft verlangen, auch das mögliche Waschen deiner Wäsche, Einkäufe erledigen und Saubermachen... kann sie sich von dir entlohnen lassen...

Da du aber noch Schüler bist und somit nicht in der Lage (und auch noch nicht verpflichtet), deinen eigenen Lebensunterhalt bereits selbst zu verdienen, hast du Anspruch auf Unterhalt von den Eltern.

Aufgrund deiner Volljährigkeit fällt der "Naturalunterhalt" (Betreuung, Essen zubereiten usw...) weg, du hast also nur noch Anspruch auf "Barunterhalt"

Dieser teilt sich nun auf beide Eltern auf - anteilig im Verhältnis ihrer Einkommen zueinander.

  • (Der Unterhalt muss also erst mal neu berechnet werden. Dafür bist du selbst zuständig und musst die Anteile selbst bei den Eltern selbst einfordern. 
  • Wenn du das nach deinem 18. Geburtstag noch nicht getan hast, bräuchte der Vater eigentlich erstmal garnichts mehr zahlen....)

Für dich als Schüler (und danach auch während der ersten Ausbildung/ Studium) haben die Eltern noch Anspruch auf Kindergeld.

Vom Unterhalt (den Anteilen) und vom Kindergeld musst du nun deinen gesamten Lebensunterhalt bestreiten.

Solange du noch bei der Mutter wohnst, kann sie dir ihren errechneten Anteil in Form von Verpflegung und Unterkunft statt Bargeld gewähren. Sie hat dann auch Anspruch auf das Kindergeld und kann es dafür verwenden.

Der Vater muss dir seinen Anteil bar auszahlen - ihn dir entweder auf ein von dir benanntes Konto überweisen oder dir direkt übergeben... Von diesem Geld musst du dann deine weiteren Ausgaben bestreiten (Kleidung, Freizeit... und eben ggf. auch der Mutter noch etwas geben für's Einkaufen, Saubermachen usw....

Es ist also letztendlich völlig egal, ob der Vater dir den Unterhalt überweist oder direkt in die Hand auszahlt - das hat keinen Einfluss darauf, wie du das Geld verwendest. (Bei einer Überweisung hätte er allerdings immer einen Nachweis über die Zahlung).

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eröffne dir ein eigenes Konto,so kann dein Vater es dir direkt überweisen.Ist unverantwortlich mit soviel Geld im Sack durch die Stadt ziehen.Was dein Unterhalt angeht kannst du machen was DU willst,dass du deiner Mutter etwas abgibst ist doch ganz normal ,da du ja bei ihr Wohnst.

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solange du bei deiner Mutter lebst, steht ihr der Unterhalt zu, ziehst du aus, sieht es anders aus!

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Kommentar von DFgen
04.08.2016, 07:16

falsch......

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Wenn er dir den Unterhalt überweist, hat er den schriftlichen Beleg für die Unterhaltszahlung. Braucht er diese nicht für das Finanzamt? Du könntest ihn aber trotzdem einmal monatlich treffen. Ich vermute, dass dies der Hintergrund ist, denn so hat er ein Druckmittel, dich regelmäßig zu sehen.

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