Frage von pinkUnicorn28, 52

Unterhalt als Volljährige?

Hey, also meine Mum bekommt von meinem Dad unseren Unterhalt (Meine Schwester ist 15 und ich 18 Jahre alt.Wir gehen beide noch zur Schule.) Nun bin ich mir nicht sicher, aber würde denn nicht mir selbst der Unterhalt zustehen? Und an wen wende ich mich am besten? Ich sehe wirklich nichts davon. Meine Mum schuldet mir sogar Geld. Taschengeld bekommen wir auch nur “wenn es uns gut geht“. Aber hauptsache sie ist fast jedes Wochenende nicht zu Hause, gibt ihr Geld für Konzert-Karten, Hotels,... aus. Versucht mich bitte zu verstehen.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo pinkUnicorn28,

Schau mal bitte hier:
Unterhalt

Antwort
von passaufdichauf, 29

Ab deinem 18. Geburtstag steht dir der Unterhalt direkt zu, und zwar Barunterhalt von Mutter und Vater. Lass dir den Unterhalt von deinem Vater direkt überweisen. Dann zahlst du von diesem Geld anteilig deine Kosten im Haushalt deiner Mutter (anteilig Miete für dein Zimmer, Strom, Wasser, Telefon, Internet, Lebensmittel, Hygiene, Waschmaschine....etc), mal schauen was dir unterm Strich bleibt, deine Mutter wird dir deine Kosten schon ausrechnen.

Übrigens: Deine Mutter kann ihr eigen verdientes Geld ausgeben wofür sie möchte. Kannst du übrigens auch, wenn du mal eigenes Geld verdienst. Also, wie wäre es damit: such dir einen Nebenjob.

Kommentar von pinkUnicorn28 ,

ja, is mir klar das sie das kann. aber sie kann mir nicht Geld schulden und ihr geld ausgeben, so dass sie es mir wieder nicht zurück zahlen kann, oder?

können kann sie es, keine frage.

Aber etwas komisch is es halt, finde ich. wenn ich bei ner freundin schulden habe, zahle ich es ihr doch auch gleich zurück, sobald ich geld habe. dann kauf ich keine weiteren neuen sachen. hätte auch ein zu schlechtes Gewissen dabei.

Kommentar von passaufdichauf ,

Die Schulden, die sie bei dir hat, sind eine ganz andere Sache. Du kannst das Geld von ihr zurückfordern, wenn du einen Nachweis hast.

Vielleicht musst du das Geld auch anschreiben, ich kenne nicht den Charakter deiner Mutter. Finde es schon seltsam, wenn man sich als Mutter Geld bei den Kindern leihen muss...

Expertenantwort
von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 20

Solange du noch minderjährig warst, war dir deine Mutter zum "Naturalunterhalt" verpflichtet (Betreuung, Einkaufen, Kochen, Waschen...) und berechtigt, den "Barunterhalt" von deinem Vater  für dich zu erhalten und davon deine Kosten zu bestreiten (deine Lebensmittel, Kleidung, Mietanteil, Stromanteil, Schulsachen, Fahrtkosten usw.).

Ab deinem 18. Geburtstag entfällt die Sorgepflicht der Eltern für dich und du bist in erster Linie selbst für dich und deinen Lebensunterhalt verantwortlich. 

Solange du aber noch zur Schule gehst (und auch, wenn du dich in deiner ersten Ausbildung/ Studium befindest und selbst nicht "ausreichend" verdienst), hast du noch einen Anspruch auf Unterhalt an deine Eltern - da nun kein "Naturalunterhalt" mehr gewährt werden muss, auf Barunterhalt von beiden Elternteilen.

Diesen Unterhalt musst du aber erst selbst bei ihnen einfordern, denn sonst bräuchte dir auch keiner etwas zahlen.

Solange du noch bei deiner Mutter wohnen kannst (zumutbarer Weg zur Schule/ Ausbildungsstätte...), kann diese dir ihren Anteil am Unterhalt allerdings auch in Form von Verpflegung und Unterkunft statt Bargeld erbringen und dazu das Kindergeld verwenden. Mögliche Leistungen (Einkaufen, Kochen, Wäschewaschen, Putzen...) kann sie dir nun "in Rechnung stellen". Sollten ihr eigener Unterhaltsanteil und das Kindergeld nicht für deine Kosten reichen, müsstest du ihr ggf. etwas vom Barunterhalt des Vaters zahlen... 

Deine Mutter hat zwar nun keinen Anspruch mehr, dass der Vater Unterhalt für dich an sie zahlt, aber wie viel sie von dir künftig verlangt, ist "Verhandlungssache" zwischen euch.

Antwort
von Bushwick, 52

Ich verstehe dich, meine Freundin hatte die selbe Situation, Folgendes:
Unterhalt ist für die Kinder, u.a. Essen, Kleider, Schulzeug etc.
Sobald die Mutter/der Vater dieses Geld für eigene Zwecke missbraucht ist das soweit ich weiß Gesetzeswiedrig.

- Zunächst meldest du dich beim Jugendamt und schilderst ihn die Situation.
- Im normalen Fall meldet sich das Jugendamt beim Jobcenter die sozusagen was mit den Unterhalt zu tun haben.
- Falls nicht gehst du selber hin (vielleicht sei dies auch nicht möglich)
- Falls du noch kontakt zum Vater/zur Mutter hast solltest du  diesen aufnehmen und diese Person dieses Geschehen schildern.

Wie gesagt das GELD (u.a. UNTERHALT) steht dir zu!

Antwort
von DerHans, 16

So lange du bei deiner Mutter lebst, dient die Unterhaltszahlung für euren gemeinsamen Lebensunterhalt-

Einen Anspruch auf direkte Zahlung an dich hättest du nur, wenn du eine eigene Wohnung hättest.

Deine Mutter leistet ihre Unterhaltspflicht in Sachleistungen. Wenn ihr beiden Kinder vernachlässigt werdet, bleibt nur der Weg zum Jugendamt.

Kommentar von DFgen ,
Einen Anspruch auf direkte Zahlung an dich hättest du nur, wenn du eine eigene Wohnung hättest.

Falsch. Die Mutter hat keinen Anspruch mehr auf direkte Zahlungen vom Vater für das nun volljährige Kind - sondern nur noch das "Kind" selbst.

Die Mutter ist ja nun auch barunterhaltspflichtig, kann ihren Anteil aber in Form von Kost und Logis erbringen und dafür auch das Kindergeld verwenden, solange das "Kind" bei ihr leben kann. Und wenn ihr das zusammen nicht reicht, könnte sie ggf. beim Kind noch einen Anteil des väterlichen Unterhaltes einfordern.

Antwort
von XC600, 6

wenn du 18 bist kannst du von deinem vater verlangen das er deinen Unterhalt auf DEIN Konto überweist , deine Mutter ist nicht mehr berechtigt deinen Unterhalt vom Vater in Empfang zu nehmen , da sie ja nun ebenfalls dir gegenüber barunterhaltspflichtig bist ....................du mußt dann mit deiner Mutter aushandeln mit welcher Summe von diesem Unterhalt du dich am gemeinsamen haushalt beteiligst ...... dafür gibt es keine Vorgaben , das ist verhandlungssache zwischen dir und deiner Mutter .................wie gesagt , dein Vater muß das geld jetzt an dich zahlen wenn du das so verlangst , deine mutter hat in der sache nichts mehr zu bestimmen da du ja volljährig bist ........und du mußt dich dafür auch an niemanden anders wenden , du mußt das nur deinem vater , am besten schriftlich , mitteilen ...... dann muß er sich daran halten , auch wenn deiner Mutter das vielleicht nicht passt ...

Antwort
von FeeGoToCof, 50

Wenn ein Kind 18 Jahre alt ist, so steht diesem Kind von BEIDEN Elternteilen Barunterhalt zu. Und nun zum schwierigen Teil:

Solange Du bei Deiner Mutter lebst, quasi ALLES von ihr erhältst (dazu gehört wirklich alles, was in so einem Leben nun mal anfällt, wie Miete, Essen, Kleidung, Strom, Gas, Wasser, Heizung, quasi jeder kleine Krümel), kann und wird sie hoffentlich dies gegenrechnen.

Kinder haben eben normalerweise absolut keine Ahnung von den Kosten des Lebens.

Kommentar von pinkUnicorn28 ,

klar weiß ich, wie teuer das Leben ist. aber ich verstehe es eben nicht, warum sie sich von mir geld ausborgen kann und spaß hat, während meine Schwester und ich eben den haushalt machen und zuhause bleiben müssen, weil wir ja “kein geld“ haben

Kommentar von FeeGoToCof ,

Ich schlage vor, Du verschaffst Dir einen Überblick über die Ausgaben, Deiner Familie. Dann sehen wir uns hier wieder. Ich gehe davon aus, dass die Ausgaben für Deine Schwester und Dich weit ÜBER Deinen Forderungen liegen.

Kommentar von pinkUnicorn28 ,

 ...

Kommentar von FeeGoToCof ,

Oh man, ja, der Unterhalt geht theoretisch an Dich. Aber eben auch wieder nur theoretisch. Es spielt keine Rolle, welchen Unterhalt Du meinst. In so hartnäckigen Fälle empfehle ich gerne, auszuziehen, sich, Umzug, Wohnung, Kaution, Courtage, Möbel, Renovierungsmaterialien und Kosten generell zu verdienen. Dann kommt die Miete, Krankenversicherung, Essen, Trinken, Kleidung, Versicherungen. Medikamente. Dann willst Du bestimmt Deine Hobbies pflegen. Ausgehen, Friseur, Nägel, Handyvertrag, Handy, blablabla...

Bezahle dies alles selbst und dann fordere den Barunterhalt von Deinen Eltern. Die können nur gewinnen, beim Zugrundelegen von Normalsterblichen Arbeitnehmergehältern. Du kommst sie wesentlich teurer, wenn Du bei ihnen lebst.

Antwort
von JulchenXXY, 47

Schau bei google unter Düsseldorfer Tabelle. In diesem Kontext wird auch erklärt, wieviel Volljährigen bis zum Abschluss ihrer Ausbildung zusteht. Es ist ein Unterschied, ob Du einen eigenen Haushalt hast oder zuhause wohnst.

Antwort
von Kandahar, 44

So lange du bei deiner Mutter wohnst, steht ihr das Geld zu, da sie euch unterhält. Einen Anspruch auf Taschengeld gibt es meines Wissens auch nicht. Aber ihr seid beide alt genug, um euch ein bißchen was nebenher zu verdienen.

Kommentar von DFgen ,

Falsch. 

Die Mutter hat keinen Anspruch mehr auf direkte Zahlungen vom Vater für das nun volljährige Kind - sondern nur noch das "Kind" selbst.

Die Mutter ist ja nun auch barunterhaltspflichtig, kann ihren Anteil aber in Form von Kost und Logis erbringen und dafür auch das Kindergeld verwenden, solange das "Kind" bei ihr leben kann. Und wenn ihr das zusammen nicht reicht, könnte sie ggf. beim Kind noch einen Anteil des väterlichen Unterhaltes einfordern.

Das Kind muss aber erst mal selbst seinen Unterhaltsanspruch bei den Eltern geltend machen - sonst bräuchte ihm keiner von beiden überhaupt Unterhalt gewähren.

Antwort
von Annabell2014, 43

Ich vermute mal du wohnst auch noch zu hause! Dann hast du keinen Anspruch auf den Unterhalt. Deine Mutter finanziert ja alles für dich (also Miete, Essen und so)

Kommentar von FeeGoToCof ,

Das ist so in der Aussage nicht richtig. Sie hat in der Tat einen Anspruch gegen BEIDE Eltern auf Barunterhalt. Nur wird in der Praxis eben gegengerechnet werden müssen, was die Mutter leistet.

Kommentar von DFgen ,

Die Mutter hat keinen Anspruch mehr auf direkte Zahlungen vom Vater für das nun volljährige Kind - sondern nur noch das "Kind" selbst.

Die Mutter ist ja nun auch barunterhaltspflichtig, kann ihren Anteil aber in Form von Kost und Logis erbringen und dafür auch das Kindergeld verwenden, solange das "Kind" bei ihr leben kann. Und wenn ihr das zusammen nicht reicht, könnte sie ggf. beim Kind noch einen Anteil des väterlichen Unterhaltes einfordern.

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