Frage von deathstorm91, 63

Unterhalt - wer kann kurze Infos geben?

Wer muss für den 15 Jährigen Sohn aufkommen ? Er lebt bei dem Vater und will auch dort bleiben. (Verhältnis zur Mutter gestört, Kind will kein Kontakt zur Mutter). Die Mutter hat den Vater betrogen, hat die gemeinsame Wohnung verlassen und lebt mit dem neuen Partner zusammen. Mutter und neuer Partner sind Geringverdiener. Vater des Sohnen hat normalen Vollzeitjob. Ist die Mutter in irgendeiner Form unterhaltspflichtig für den 15jährigen Sohn oder ist dies nicht möglich da Mutter Geringverdiener ist ?

Vielen Dank für ein paar Infos und Anregungen :)

Antwort
von DerHans, 12

Theoretisch ist die Mutter natürlich zum Unterhalt verpflichtet.

Aber wo nichts ist, hat der Kaiser sein recht verloren.

Antwort
von turnmami, 43

Wenn die Mutter unter dem Selbstbehalt verdient, dann ist sie zwar grundsätzlich zum Unterhalt verpflichtet, aber: wo nichts ist, kann man nichts wegnehmen!

Wenn die Mutter nur Geringverdienerin ist, dann kann sie den Unterhalt nicht zahlen!

Antwort
von Menuett, 18

Die Mutter ist verpflichtet, sich einen Job zu suchen, mit dem sie den Mindestunterhalt bestreiten kann.

Findet sie keinen und kann sie das nachweisen, gibt es natürlich keinen Unterhalt.

Der Vater kann zur Beistandschaft beim Jugendamt gehen.

Diese kümmert sich kostenfrei um die Berechnung und Eintreibung des Kindesunterhalts.

Antwort
von blackforestlady, 28

Aus dem Internet. Höhe des Barunterhalts

Die Höhe des zu leistenden Barunterhalts hängt vor allem vom aktuellen Einkommen des Unterhaltszahlers und vom Alter beziehungsweise Unterhaltsbedarf des Kindes ab. Die Berechnung erfolgt in der Regel nach der sogenannten Düsseldorfer Tabelle, die durch Leitlinien des jeweils zuständigen Oberlandesgerichts ergänzt wird.

Der Barunterhalt ist monatlich im Voraus zu zahlen. Der gesetzliche Mindestunterhalt ist mit dem steuerrechtlichen Existenzminimum verknüpft. Von dem nach der Düsseldorfer Tabelle geschuldeten Unterhalt kann der barunterhaltspflichtige Elternteil die Hälfte des Kindergelds abziehen.

Wenn der Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, keinen Barunterhalt leisten kann oder leistet, besteht unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Unterhaltsvorschuss.

Der betreuende Elternteil hat einen Anspruch auf Beratung und Unterstützung durch das Jugendamt und kann bei Bedarf darüber hinaus eine Beistandschaft beantragen.

Ist das Kind volljährig, hat es bis zum vollendeten 21. Lebensjahr auch die Möglichkeit einer Beratung und Unterstützung des Jugendamtes zu seinem Unterhaltsanspruch.

Antwort
von petrapetra64, 14

Die Mutter ist zwar zum Unterhalt verpflichtet, aber wird diesen wohl nicht leisten können, da sie unter dem Selbstbehalt verdient. Daher wird der Vater wohl für das Kind aufkommen müssen, bei dem es lebt, mit 15 gibt es ja keinen Unterhaltsvorschuss mehr un H4 nur für alle.

Geht mir als alleinerziehende Mutter auch nicht anders, musste meine Kinder auch alleine gross ziehen und alles zahlen, der die Väter nichts bezahlen mussten.

Warum die Ehe auseinanderging, spielt für den Unterhalt keinerlei Rolle.

Antwort
von rasperling1, 15

Die Mutter muss wenigstens den Mindestunterhalt zahlen, der für ein 15-jähriges Kind bei 355,- Euro monatlich liegt. Wenn ihr Einkommen allerdings unter der Pfändungsfreigrenze liegt, kann man von ihr tatsächlich kein Geld erlangen. Aber der Rückstand addiert sich: sollte sie irgendwann zu mehr Einkommen oder zu Vermögen kommen, muss sie den Rückstand nachzahlen.

Kommentar von Menuett ,

Wenn da kein Titel besteht, muß sie gar nichts nachzahlen.

Und wenn sie den Titel ändern lässt, auch nicht.

Kommentar von rasperling1 ,

Falls eine Zahlungsaufforderung und eine Mahnung erfolgen, muss die Mutter den Rückstand auch ohne Titel nachzahlen. 

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