Frage von Tine49, 53

Unterhalstpflichtiger ein P-Konto eingerichtet. Wie kommt mein Sohn jetzt an sein Unterhalt?

Hallo ihr Lieben Helfer! Mein 18 jähriger Sohn hat mit Hilfe seines Anwalt per Kontopfändung von seinem selbstständigen Vater den Unterhalt eingeklagt. Nach vielen Wochen hat er nun Bescheid bekommen, das der Vater ein P-Konto hat und nun keine Zahlung zu erwarten ist. Das war alles. Ich selbst habe kein Einkommen, da ich Erwerbsminderungsrente eingereicht habe.Wir wohnen bei meinem Partner und haben keinAnspruch auf SGB2. Mein Sohn geht noch zur Schule und da soll er auch bleiben, um sein Fachabi zu machen. Es kann doch nicht sein, dass sein Vater, der gut lebt und 2 Doggen ernährt einfach so aus der Verantwortung gezogen wird. Was kann mein Sohn jetzt tun, um den Unterhalt zu bekommen. Ist es nicht so, dass der Pfändungsfreibetrag erhöht wird, bei Unterhaltspflicht? Freue mich auf eure Antworten und bedanke mich schon mal. 😊

Antwort
von OnkelSchorsch, 25

Nach vielen Wochen hat er nun Bescheid bekommen, dass der Vater ein P-Konto hat

Was ist das für ein Bescheid? Von wem?

An sich ist das doch eine klare Sache: Unterhaltsklage und gut ist. Der Unterhaltspflichtige muss zahlen, da hilft auch kein P-Konto, weil Unterhalt vor geht.

Infos dazu: http://www.unterhalt.net/unterhaltsrecht/unterhaltsklage.html

Kommentar von Tine49 ,

Er hat ein Schreiben von der Bank bekommen, dass ein P-Konto besteht.

Und sein Anwalt hat dies bestätigt und mitgeteilt, dass mit einer Zahlung nicht zu rechnen ist. 

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Was Anwälte schreiben, ist völlig egal. Wie gesagt, Unterhaltsklage beim Familiengericht veranlassen.

Kommentar von Tine49 ,

Danke Onkelschorsch, jetzt hab ich es verstanden. Mit der Kontopfändung, die der Anwalt in die Wege geleitet hat, wurde ja nicht verklagt. 

Also dem Anwalt auf die Füße treten, daß er den Vater verklagt. Der Vater ist seit November2015 in Verzug. 

Kommentar von rasperling1 ,

Das ist Unsinn. Wenn man den Vater verklagen würde, würde man bestenfalls einen Zahlungsbeschluss bekommen. Dieser Zahlungsbeschluss ist ein Vollstreckungstitel, mit dem man vollstrecken kann. Offenbar gibt es aber bereits einen Vollstreckungstitel, denn sonst wäre die Kontopfändung gar nicht möglich. Mit einer Klage würde man also nur etwas bekommen,was man schon hat. 

Kommentar von Tine49 ,

Ja klar, du hast recht. Einen Titel hat mein Sohn. 

Aber müssen wir das so hinnehmen, dass einfach gesagt wird, Konto ist dicht, da ist nichts zu holen? Der Anwalt hat mal Taschenpfändung von gesprochen. Es ist ganz offensichtlich, das er schwarzes Geld hat. 

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Einen Titel hat mein Sohn

Wieso eigentlich fragt jemand was und teilt nicht die nötigen Infos dauzu mit? Was für ein Titel? Liegt ein Beschluss des Familiengerichtes vor?  Wurde auf Unterhalt geklagt?  Gab es ein Urteil? Wurde gemahnt, ein Mahnbescheid erwirkt, die Pfändung beantragt und durchgeführt? Auch Besitz kann gepfändet werden. Und so weiter und so fort.

Oder schreiben sich da bloß die Anwälte gegenseitig Briefe und freuen sich über die immer länger werdenden Rechnungen?

Kommentar von Tine49 ,

Ja, im Moment sieht es tatsächlich so aus, das die Anwälte hin und her schreiben. Mein Sohn hat schon seit längerem einen Ubterhaltstitel. 

Natürlich wurde der Vater auch angemahnt und die Kontopfändung wurde ihm auch angedroht. Er hat trotzdem nicht gezahlt und somit wurde von unserem Anwalt die Pfändung beim Familiengericht angeordnet. Das hat gute 6Wochen gedauert. Mit dem Ergebnis, dass vom Vater nichts zu holen ist. 

Wir haben nächste Woche einen Termin beim Anwalt und ich hoffe, das irgendetwas passiert, damit mein Sohn zu seinem Unterhalt kommt. 

Antwort
von Bestie10, 21

sich aus der Verantwortung zu stehlen ist in unserer Gesellschaft Mode geworden

der eine in dem er sich ein Pfändungssicheres Konto einrichtet

der andere, der durch Nichtarbeit gar nicht in die Situation kommt, zahlen zu müssen

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