Frage von JanniODL, 478

Muss mir das Amt eine Unterbringung für Obdachlose bereitstellen?

Guten Tag liebe Gutefrage.net Community, folgendes,

ich bin seit guten 3 Monaten "ohne festen Wohnsitz" gemeldet. Hab bisher bei Freunden übernachtet, möchte diesen aber nicht mehr weiter zur last fallen. Aus mehreren Gesprächen mit Freunden und Familie konnte ich entnehmen, dass das Amt mir eine Unterkunft bzw Notunterkunft bereit stellen muss.

Ich bin unter 25, allerdings liegt ein schreiben vom Jugendamt beim Amt vor welches mich nun als über 25 Jahre handhabt. (Unter 25 Jahre geringer Tagessatz, über 25 mehr Tagessatz.)

Habe auch bereits daran gedacht, dass meine Eltern dafür zahlen, brauche aber eine Schulische bzw. Berufliche Ausbildung um Unterhalt einzufordern.

Da ich als über 25 Jährig gehandhabt werde, darf ich mir eine Wohnung suchen. Allerdings ist das in meiner derzeitigen Region sehr schwierig, da auch die Not stellen im Rathaus sagen, dass Flüchtlinge den vortritt haben und die Liste ziemlich Lang ist.

Natürlich möchte ich mich nicht auf dieser "Ausrede" ausruhen. Aber auf der Straße möchte ich nun auch nicht enden.

Nun zu meine Fragen:

  • Muss das Arbeitsamt mir eine Notunterkunft ggf. Hotel oder Pension etc. bereitstellen (Mir ist natürlich klar, dass es kein 5 Sterne Hotel sein wird, eher eine Bruchbude mit der ich aber zufrieden sein werde - besser als auf der Straße.)

  • Wenn ja: Steht darüber was im Gesetz ggf. Paragrafen etc.

  • Sollte ich einen Antrag schreiben oder mündlich bei der Obdachlosenstelle anfragen.

  • Wie lange dauert das, es handelt sich nämlich wirklich um einen Notfall.

Danke im Voraus

~ JanniODL

Antwort
von EstherNele, 311

Wenn "das Amt" das müsste oder könnte, dann gäbe es keine oder kaum Obdachlose.

Aber "das Amt" ist keine Betreuungseinrichtung, das dir die Verantwortung für dein Leben abnimmt - das glauben zwar eine Reihe Leute, ist aber definitiv nicht so ...
Was du erwartest, kannst du ansatzweise von der Betreuungsbehörde erwarten, aber wenn die für dich zuständig sind, dann kümmern sich eh andere Leute und nicht du um solche Belange.

Von welchem "Amt" redest du denn? Sozialamt? Jobcenter? Grundsicherungsamt? Arbeitsagentur?

Im oberen Teil deines Beitrages redest du von höherem Tagessatz für Ü25, also Jobcenter oder Grundsicherungsamt. Später redest du vom Arbeitsamt (das seit mind. 5, 6 Jahren Agentur für Arbeit heißt.)

Von der Arbeitsagentur brauchst du so etwas erst gar nicht erwarten, dafür sind die definitiv nicht zuständig.

Warum hast du dich nicht schon bei drohender Obdachlosigkeit beim Amt gemeldet? Da hätte man vielleicht noch einiges drehen können, je nachdem, warum du deine Wohnung verloren hast. Jetzt ist es dafür allerdings zu spät.

Muss das Arbeitsamt mir eine Notunterkunft ggf. Hotel oder Pension etc. bereitstellen ?

... das Arbeitsamt ohnehin nicht. Und - ein Hotel ??? 
 Eine Unterkunft im Obdachlosenheim zuweisen, sonst eher nichts. Wenn es denn freie Plätze gibt. Du hast, wenn im ALG II-Bezug, eine Obergrenze, was Miete anbelangt. Die hättest du mit einer Woche in der Pension schon überschritten, von Hotel reden wir gar nicht erst.

Habe auch bereits daran gedacht, dass meine Eltern dafür zahlen, brauche aber eine Schulische bzw. Berufliche Ausbildung um Unterhalt einzufordern.

Da wäre ich als Elternteil echt froh, dass ich nicht auch zahlen muss, wenn der Sprössling sein Leben nicht auf die Reihe bekommt. 
Wovon lebst du denn derzeit? Wenn du arbeitslos bist und ordnungsgemäß arbeitslos gemeldet, dann müsste das Amt sehr interessiert sein, dich sofort wieder in Arbeit zu kriegen oder in eine Ausbildung. Gerade bei den U25 gibt es da viele Hilfsangebote und Ausbildungsprogramme.
Wieso nutzt du die nicht primär?

Du müsstest doch nach 3 Monaten gemerkt haben, dass das so eine Geschichte ist: ohne Wohnung kein Job, ohne Job keine Wohnung.

Glaubst du denn, dass sich deine Jobchancen verbessern, wenn du ein Hotel als Adresse angibst oder eine Pension?

Es ist ja nicht so das ich nicht vorhabe etwas zu tun, aber von meiner Sicht aus, steht eine Regelleistung für jeden in Deutschland zu, 

Ja, Regelleistung + angemessene Miete (nicht Hotel). Und um zu zeigen, dass du was tun willst, hättest du diese Fragen, die du jetzt stellst, schon vor drei Monaten stellen können. An Internet kommst du ja scheinbar heran.

Je öfter ich deine Antworten bzw. deinen Post lese, um so mehr halte ich das für eine Trollfrage.

Kommentar von ParagrafenChef ,

Das Jobcenter zahlt sehr wohl Kosten für Ferienwohnungen oder Pensionen! Unangemessene(!) Kosten nach 22 SGB 2 !

https://openjur.de/u/596169.html

Deine falschen Moralvorstellungen ersetzen nicht die Rechtsprechung und/oder Gesetzeslage!

Kommentar von DahleRieger ,

Das trifft zu wenn eine Familie obdachlos geworden ist. Jedoch nicht ohne weiteres fur Junggesellen.

Nur dann wenn man einen Antrag stellt und da scheitert es ja schon an der Faulheit des Fragestellers.

Denn sonst hätte er ja schon ein Zimmer mit Dach uber dem Kopf

Kommentar von EstherNele ,

@Paragraphenchef

Dein Link: Die dort beschriebene Situation ähnelt nur bedingt der Situation unseres Fragestellers. Dort ein offenbar älterer Mensch, angeschlagene Gesundheit, Leistungsbezieher, der von A-Stadt nach B-Stadt geht.
Offen bleibt, ob und warum er seine Wohnung in A-Stadt nicht mehr hat. B-Stadt bringt ihn erst mal in einer Pension unter. 
(Möglicherweise ist das dort gang und gäbe, weil es keine anderen Notangebote der Kommune gibt.)
Zudem wird eine Betreuung für den entsprechenden Leistungsbezieher beantragt - noch ein Indiz mehr für mich, dass derjenige nicht in der Lage ist, sich selbst zu helfen.

Hier haben wir einen jungen Menschen, der offenbar nicht mehr zu Hause wohnen will oder kann und sich dann sogar das JA ins Boot geholt hat. Und dann?
Normalerweise wird er, wenn er ausziehen muss oder auf Anraten des JA ausziehen sollte, auch untergebracht - nicht im Hotel, sondern in Wohnungen oder einer städtischen Einrichtung für wohnungslose Menschen, einer Wohngruppe (ja, gibt es auch noch für junge Erwachsene) oder in einer Einrichtung wie Treberhilfe, Caritas, die an vielen Orten existent sind und dort oft auch eine lockere bedarfsorientierte sozialpädagogische Betreuung anbieten.

Wenn sehr junge Leute ausziehen aus beschriebenen Gründen, ist das JC ganz besonders hinterher, dass sie Fuß fassen - in einer Ausbildung, einer Tätigkeit und mit einem Wohnumfeld, das genau das ermöglicht.
(Ich arbeite seit 13 Jahren in der sozialen Beratung/ Betreuung von Menschen im Leistungsbezug des SGB II (auch Menschen mit Suchtproblematik / Wohnungsverlust etc.). Wenn in Berliner JC auch vieles nicht optimal funktioniert, das hat so gut wie immer geklappt - außer die Betreffenden sorgen selbst durch Nicht-Mitarbeit oder eigenes Verhalten dafür, dass ihnen diese Möglichkeiten nicht mehr zur Verfügung stehen.

Ich lese den Text unseres FS offenbar anders als du: wenn
das JA schon involviert ist, welche Aktivitäten gab es da?
Wieso ist er überhaupt "obdachlos" bei Freunden gelandet?
Wieviel stimmt von seiner Darstellung bzw. wieviel fehlt darin?

Vielleicht sind im Vorfeld auch Dinge passiert, so dass es keine Unterstützung der Ämter mehr gibt?

Mir sind - und da vertraue ich auf meine Erfahrung - im Post einfach ein paar Dinge im Text suspekt.

Unser FS hält sich für einen Notfall und meint, das JC sei ihm eine Unterbringung (gern auch Hotel) schuldig. 
Unter Notfall werden auch die "Ämter" wahrscheinlich etwas anderes verstehen. "Notfall" ist i.A. unverschuldet und unvermeidbar. Von beidem ist hier nichts zu hören. ----

Bevor ich hier auf deinen Kommentar antworten wollte, Telefonat bzw. Gespräch mit Fachkollegen: weder in HH noch Berlin, auch nicht hier in der brandenburgischen Provinz werden Plätze in den Städtischen Obdachlosenheimen zugunsten der Flüchtlinge abgebaut. Diese Plätze gibt es nach wie vor.

Und zu meiner falschen Einstellung zum Thema - glaub mir: ich mache meinen Job verdammt gern, mit sehr viel persönlichem Herzblut und freue mich jedes Mal, wenn ich etwas bewegen kann für meine Klienten. Was oft und nachhaltig der Fall ist

Die allermeisten Leistungsempfänger haben ihre Bedürftigkeit nicht selber verschuldet und es regt mich immer auf, wenn jemand wieder die Klischees vom faulen Hartz IV-Empfänger bemüht.

Solche Meinungsäußerungen allerdings wie dieser Post (zuviel "man muss für mich", viel zu wenig "ich muss" oder "ich sollte mal") verstärken allerdings gerade diese Vorurteile.

Kommentar von BellaBoo ,

Para...dann bezahl du ihm das Hotel, ich finde es von jungen Menschen moralisch verwerflich, wenn sie erwarten, das alles für sie gemacht wird.

Und er mag unverschuldet obdachlos sein, er hatte aber 3 (!!!!) Monate Zeit das zu regeln und hat es nicht getan, da kannst du sagen was du willst, das IST selbstverschuldet.

Antwort
von beangato, 304

Muss das Arbeitsamt mir eine Notunterkunft ggf. Hotel oder Pension etc. bereitstellen

Nicht, dass ich wüsste.

Du musst Dir selbst eine Wohnung suchen. Lauf in Deiner Stadt rum und schau, wo keine Gardinen an den Fenstern sind. Schreib die Adressen auf und/oder finde raus, wer der Vermieter ist. Da fragst Du dann nach. Hast Du so eine Wohnung gefunden, gehst Du mit der Adresse zum Amt.

Du kannst dem Vermieter anbieten, dass das Amt die Miete direkt an ihn überweist.

Da Du offenbar Zugang zum Internet hast, kannst Du auch Folgendes tun: Suche bei z. B. Immobilienscout nach Wohnungen und schreibe die Vermieter an - so hat meine Tochter ihre Wohnung gefunden.

Du kannst ja auch woanders eine Wohnung nehmen, nicht nur in Deiner Stadt.

Kommentar von ParagrafenChef ,

"Nicht das ich wüsste."

https://openjur.de/u/596169.html

Kommentar von beangato ,

Das ist nur ein Beschluss - kein bundesweit gültiges Urteil.

Antwort
von herakles3000, 235

Wen Klar ist das deine Wohnung vom Amt bezhalt werden mus kanst du dir mithielfe des Wohnberechtiegungsscheins eine Sozialwohnung suchen und wen du einen Vermieter gefunden hast must du nur mit dem noch nicht unterschrieben  Mietvertrag zum amt oder frage direkt bei deinem fallmanager ob es möglich ist an eine Genossenschaft Wohnung zu kommen obwohl da die bedingungen etwas anders sind aber da stehen oft Wohnungen Frei.Ansonsten kanst du auch mal beim Sozialamt nachfragen Eventuel haben die auch eine Wohnung.

Antwort
von BellaBoo, 260

Das nennt sich Obdachlosenheim. Und wenn kein Platz ist, dann ist da kein Platz. Es gibt dann noch Notschlafplätze.

Am besten erkundigst du dich direkt beim Rathaus oder der Diakonie /Caritas

Kommentar von JanniODL ,

Obdachlosenheime sind alle überfüllt. Außerdem ist es mir dort nicht möglich über länger Zeitraum zu bleiben um einen Job und oder Wohnung zu suchen. Danke trotzdem

Kommentar von BellaBoo ,

Ja, aber zu was anderem sind die auch nicht verpflichtet. Und das ist um die Jahreszeit einfach auch so.

Du wohnst seit 3 Monaten bei Freunden und "Habe auch bereits daran gedacht, dass meine Eltern dafür zahlen, brauche aber eine Schulische bzw. Berufliche Ausbildung um Unterhalt einzufordern." wie wäre es mit Handeln ?

Ich lebe seitdem ich 19 bin nicht mehr zu Hause und habe meine Eltern niemals auf Unterhalt verklagt, sondern bin arbeiten gegangen und hab mein Abi nachgeholt.

Kommentar von JanniODL ,

Etwas schwierig wenn man auf der Straße verweilen muss und sich Gedanken machen muss wo hin.

Ich brauche ja nichts wo ich für immer bleiben muss, sonder lediglich eine bleibe für max 2 Monate um Job so wie Wohnung zu finden.

Oder soll ich zu Vorstellungsgesprächen mit Sack und Pack erscheinen, am besten noch runtergekommen wie jemand von der Straße.

Kommentar von BellaBoo ,

Du warst doch 3 Monate bei Freunden, da hat es auch nicht geklappt, warum sollte es bei 2 Monaten im Hotel funktionieren ?

Nee, mir ist das zu dumm.

Kommentar von JanniODL ,

3 Monaten bei freunden heißt nicht, tagtäglich bei denen Sitzen und nichts tun. Vereinbarung war: am Abend um 20 Uhr da sein und morgens um 8 Uhr wieder raus.

Nach Wohnungen habe ich ebenfalls ausschau gehalten, aber: wenn sich auf eine Wohnung 5 Leute bewerben, 2 Davon eine Arbeit haben, einer eine Ausbildungstelle und einer vom Amt mit vorheriger Wohnung und dann jemand der Obdachlos ist, was denkst du, wer wird wohl am ehesten genommen? :)

Mir ist klar, dass es für jemanden, der alles hat und wahrscheinlich nie in so einer Situation war, schwer ist sich da hinein zu versetzen.

Kommentar von BellaBoo ,

hahaha, alles hat und nie in einer solchen Situation war. ich war lange Jahre alleinerziehende Mutter, wusste manchmal nicht, was ich am nächsten Tag essen sollte (mein Kind hatte immer was !), habe keinen Unterhalt von niemandem bekommen, auch nicht vom Kindsvater, dafür das es mir heute besser geht, habe ich hart gekämpft und verdammt viel gearbeitet.

Aber wie gesagt, es ist mir zu dumm. In drei Monaten hättest du einfach dich mehr bemühen müssen, meine Meinung.

Kommentar von KaeteK ,

Hast du denn keine Familie, die dich unterbringen können? In 3 Monaten hättest du sicher schon einen Job haben können - Die Zeitarbeit wäre eine Möglichkeit. Wer Arbeit hat, bekommt auch eine Wohnung, meistens. lg

Kommentar von ParagrafenChef ,

Boo:  Deine unmenschlichen Beiträge sind moralisch ein tiefer Griff ins Klo und rechtlich haltlos!

Niemand(!!) muss in einem Obdachlosenheim hausen!

Kommentar von BellaBoo ,

Para: hab ich nirgendwo gesagt, das er es muss, wenn er aber nunmal in der Situation ist, das er obdachlos ist, dann sollte er a) den Hintern endlich in Gang setzen (was er 3 Monate lang nicht getan hat) und b) nicht meinen, das der Staat alles für ihn zu richten hat, er auch noch ein Hotel bezahlt bekommt, weil kein Platz im Obdachlosenwohnheim ist, worum er sich aber auch nicht im Geringsten gekümmert hat.

Kurz vor Weihnachten fällt ihm jetzt ein, das er ja die anderen nicht mehr belästigen will und dann soll alles innerhalb kürzester Zeit passieren, das kann er nun mal auch nicht erwarten...

Und wo bitte habe ich mit juristisch geäußert, komm mir bitte also nicht damit... und moralisch, klar es ist ja auch moralischer viel besser, aus was weiß ich für Gründen (es gibt ja für alles eine Entschuldigung), vom Staat zu erwarten, das er alles richtet.

Das einzige, was ich ihm vorwerfe, ist das er drei Monate Zeit hatte und nichts getan hat, und jetzt jammert ? Wo bitte ist das moralisch verwerflich ? Aber ist in Ordnung, ihr Gutmenschen richtet sowieso mit übermässiger political correctness alles zugrunde, bloss keinem die Wahrheit sagen, er könnte ja beleidigt sein und sich angegriffen fühlen.

Antwort
von ParagrafenChef, 177

In besonderen Situationen, zum Beispiel bei bestehender Obdachlosigkeit nach Wohnungskündigung, längerer Haft von mindestens 7 Monaten ( bis zu 6 Monate Haft werden vom Sozialamt gezahlt, gilt nicht für Untersuchungshaft ) Rausschmiss aus einer Wohnung ohne Bleibeberechtigung, Wohnungsbrand usw. ,

muss dir das Jobcenter bis zu 6 Monate die unangemessen Kosten der Unterkunft nach 22 SGB 2 für eine Pension oder Ferienwohnung zahlen. Es darf dich nicht pauschal auf das Obdachlosenheim verweisen. Das ist unzulässig.

Mit der Unterbringung in einer Pension oder in einer Ferienwohnung hast du wieder eine Basis. Die Post vom Jobcenter kannst du dir immer dort mindestens einmal pro Woche am Empfang des Jobcenter abholen, wo sie für dich gesammelt wird.

Problem ist, dass ein Jobcenter keine vorherige Zusicherung für eine Kostenübernahme zu einer Pension oder Ferienwohnung geben wird. Dazu wohl auch nicht verpflichtet ist.

Man müsste also den Vermietern der Ferienwohnung oder Pensionen davon überzeugen, dass sie eine Monatsrechnung ausstellen ( z. Bsp. vom 1.01.2016 bis 31.01.2016 ), man diese einreicht und das Jobcenter diese Kosten übernehmen muss.

Das machen nur ganz wenige Vermieter mit. Weil sie sich das nicht vorstellen können.

Ich habe es 2 mal in der Praxis durch. Je 2 mal 6 Monate Ferienwohnungen vom Jobcenter bezahlt bekommen.

Beim ersten mal war es noch etwas kompliziert, aber ok. Beim zweiten mal haben die die oftmals 800 € bis 900 € monatlichen Kosten innerhalb von 7 Tagen nach Einreichung der Rechnungen bewilligt und bezahlt. (?!)

Teilweise hatten die Vermieter am 10. eines Monats schon ihr komplettes Geld. Wohl gemerkt bei Ferienwohnungen.

Weil sie es schon von meinen früheren Fall kannten, wussten das ich im Recht bin und mich auskenne. Ein Vermieter einer ( Stamm- ) Ferienwohnung kannte mich auch, so das alles erstaunlich einfach lief.

Bei dir ist das anders. Es ist fast unmöglich einen Vermieter von Ferienwohnungen oder Pensionen davon zu überzeugen, dass das Jobcenter die Kosten komplett übernimmt.

Dann muss es das Jobcenter ja auch noch wirklich tun. Erstmal werden die dir mehrmals sagen, dass du dazu nicht verpflichtet sind usw. .

Daher suche ich dir noch einige Urteile oder Beschlüsse hierzu raus.

Im Übrigen bist du nicht nur auf Durchreise. Daher steht dir monatlich der komplette Regelsatz von 399 € mtl. zu. Ab 1.01.2016 sind es 404 € mtl. .

Kürzungen wegen Minderausgaben beim Alg 2 sind unzulässig. Auch hier gibt es Urteile/Beschlüsse, die ich noch nachreiche.

Du kannst und solltest daher einen Überprüfungsantrag stellen. Mit dem Inhalt das dir seit deiner Wohnungslosigkeit der volle Alg 2 Regelsatz zusteht.

Denn du bist seitdem immer in Deutschland gewesen. Ohne festen Wohnsitz ist kein Problem. Du musst aber in irgendeiner Weise für das Jobcenter postialisch erreichbar sein.

Und wenn du die Jobcenter Post einmal wöchentlich bei selbigen abholst - das reicht vollkommen. Die Post von dir kann auch an ( zuverlässige ) Dritte gehen.

Zum Beispiel Adresse:

Fragesteller

bei Freund XY

Musterweg 5

00000Musterstadt

Dir steht definitiv der volle Alg 2 Satz zu. Solange du keine feste Wohnung hast, kann und darf dich das Jobcenter nicht zur Arbeit zwingen.

Solange du in Ferienwohnungen/Pensionen lebst, bleibst du bitte ohne festen Wohnsitz gemeldet.

Antwort
von himako333, 162

nur wenn ein Platz frei ist, wäre eine Einweisung in eine Obdachlosenwhg. möglich .. das regelt das örtliche Sozialamt.. alleinstehende Menschen teilen sich Räumlichkeiten mit anderen.

.zusätzlich mußt Du bestimmte Eingliederungsanforderungen zustimmen, denn häufig ist so ein Platz nur auf 3 Monate begrenzt und bis dahin solltest Du in der Lage sein selber für Dich zu sorgen.. 

viel Glück

Antwort
von Franticek, 200

Da gibt es einen Punkt, der immer wieder vergessen wird. Das Amt kann dir nur dann etwas zur Verfügung stellen, wenn es auch irgendwo etwas gibt.

Kommentar von JanniODL ,

Also wenn ich zb. eine Preiswerte Pension finde und diese aufzeige und darauf einen Antrag zur Übernahme der Kosten stelle, sollte es funktionieren?

Kommentar von Franticek ,

Solche Pensionszimmer sind erst mal vermietet, da verdienen die sich ihren Lebensunterhalt.Da könntest du ja fast auch die in den Möbelhäusern herumstehenden leeren Betten konfiszieren.

Es muss etwas getan weerden. Aber es geht auch nicht, dass man Leuten ihren Verdienst (mit dem sie auch ganze Familien ernähren) wegnimmt, um das anderen zukommen zu lassen, die dafür nicht mal eine Gegenleistung erbringen. Es ist nun mal nicht so einfach, wie man sich das oft denkt.

Kommentar von JanniODL ,

Es ist ja nicht so das ich nicht vorhabe etwas zu tun, aber von meiner Sicht aus, steht eine Regelleistung für jeden in Deutschland zu, natürlich gibt es welche die sich darauf ausruhen. Aber ich habe nicht gesagt, dass ich vorhabe ewig Arbeitslosengeld zu beziehen.

Davon lässt sich nur schwer Leben. Es ist nur schwierig irgendetwas zu erledigen wenn man auf der Straße verweilen muss und sich Gedanken machen muss wo man denn heute die Nacht verbringen kann.

Kommentar von KaeteK ,

Es gibt Zimmer in Gaststätten oder Monteurunterkünfte.. aber Arbeit gibt es auch, wenn man bereit ist, bundesweit zu suchen. lg

Antwort
von KaeteK, 172

Nachfragen bei der Caritas, Diakonie - je nachdem wer bei euch dafür zuständig ist. Einfach mal googeln. lg

Antwort
von DahleRieger, 156

Du verwechselst hier ganz offensichtlich den Staat mit dem Hotel Mama.

Ein Beispiel: Harz IV steht auch als Grundsicherung bedingungslos nicht jedem zu, denn sonst hätte die auch jeder Obdachlose.

Du bist sehr blauäugig an die Sache rangegangen und als Deine Eltern wäre ich froh so einen Sohn nicht mehr im Haus zu haben.

Bewege also Deinen Hintern zum Amt und Frage Dich höfflich durch, bis du gut informiert bist was Dir zusteht.

Kleiner Tipp. Solange Du bei Freunden wohnst bist du kein Notfall denn es droht oder bestät keine Obdachlosigkeit.

Kommentar von ParagrafenChef ,

Was für ein moralischer und rechtlicher Unsinn!!

Der Fragesteller ist nicht(!) blauäugig an die Sache ran gegangen! Und zum Glück bist DU kein Elternteil von ihm!

Selbstverständlich besteht ein Notfall, wenn ein Wohnungsloser bei Freunden wohnt! Ohne ( Unter- ) Mietvertrag, ohne sonstiges Bleiberecht!

Er kann jederzeit von seinen Freunden raus geschmissen werden, da er von diesen nur geduldet wird!

Anstatt ihn aufzubauen, machst du ihn sinnfrei und herzlos runter! Was für ein "Mensch"!

Antwort
von DerHans, 134

Die Schlafplätze im Obdachlosenasyl werden nach dem Windhundprinzip vergeben. Viele Gemeinden haben gar nicht genug Unterbringungsmöglichkeiten.

Ich würde mich da nicht unbedingt "auf dein Recht" verlassen.

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