Frage von master2019, 44

Unsoziales Leben verwerflich?

Hallo, ich bin Julius (m/15). Um vorweg etwas zu klären; ich bin sehr introvertiert aber nicht schüchtern (!). Ich bin am liebsten alleine, habe aber kein Problem damit, andere in der Öffentlichkeit anzusprechen/ mich zu anderen zu gesellen. Nur wenn ich die Wahl habe, bleibe ich lieber alleine (allerdings einkaufen etc. ist kein Problem!). Wenn ich alleine bin, mache und höre ich Musik, bin am PC oder gehe häuslichen Tätigkeiten nach (Spülmaschine, Gehweg fegen, Türen abschleifen etc.). Wenn ich aber unter Menschen bin (sei es meine Familie), bin ich meistens derjenige, der nicht so viel redet, nur wenn es nötig ist oder ich etwas produktives beitragen kann (ich mag smalltalk nicht). Ich habe das Gefühl, ich verstelle mich. Wenn ich bspw. mit Freunden unterwegs bin, schaue ich was die anderen machen und dann ahme ich sie nach (nicht die selben Sachen, eher generelles Verhalten, Anpassung). Von außen bin ich der Typ, der ein gutes Selbstbewusstsein hat, ich hatte/habe einige Mädels bei denen ich Chancen hätte ( Liebe letztes Mal mit ~12 empfunden, wirke erwachsen/reif), kurz ich bin der, der den Leuten die Haare hält, während sie brechen (metaphorisch, ich empfinde das auch nicht unbedingt als nervend).

Ich schaue viele Serien, wenn ich die Zeit dazu habe. Unter anderem Criminal Minds & Dexter, in welchen psychische Störungen teils thematisiert werden. Ich habe bemerkt, dass ich mich an vielen Stellen mit dem Protagonisten der Serie Dexter, welcher ein Psychopath ist, identifizieren kann. Ich weiß zwar nicht, ob die dort vorliegenden Informationen bzgl. Psychopathie der Wahrheit entsprechen, allerdings kann ich mich gut in ihn reinversetzen, gehe seine Taten in meinem Kopf durch. Das führt mich zu den nächsten Punkten...

Ich weiß nicht ob ich den Drang dazu habe, doch ich würde es interessant finden, mal jemanden umzubringen. Zu sehen wie er stirbt, die Macht über den Menschen zu haben (das klingt kitschig/klischeehaft, ich weiß). Wenn ich in der Schule durch die Gänge laufe, direkt hinter anderen Leuten, beobachte ich mich manchmal selber, wie ich im Kopf durchgehe, wie ich die Person die vor mir läuft, am besten zu Boden bringen könnte. Ich weiß nicht ob es dann auch ums töten geht, ich sehe nur, wie ich meine Arme um den Hals lege und zu drücke. Dann fühle ich (in der Phantasie) eine gewisse Befriedigung (die in der Realität nicht da ist, also unbefriedigt). Ich weiß nicht, ob ich nur mit dem Gedanken spiele oder ob es ein echter Drang ist.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich eine psychopathische Veranlagung habe. Ich fühle Empathie, allerdings nur gedämpft. Wenn ich mich am Riemen reiße, ist es mir gleichgültig. Ich denke ich bin in der Lage, einen Menschen zu töten und danach normal weiter zu Leben. Ich bin nicht der Typ, der alles über den Haufen wirft und nach seinen Trieben handelt, ich strebe nach rationalen Denken. Wenn ich jemanden töten werde, werde ich es vorher planen. Ich kann viele Gefühle unterdrücken, wenn ich will.

Antwort
von Chris213, 24

Also erst einmal, dass du darüber nachdenkst jemanden zu töten, muss dich nicht zu einem Psychopaten machen. Viele Menschen spielen mit dem Gedanken, wie es wäre mal jemanden zu töten. Ich auch, aber ich würde diese Gedanken NIE im Leben in die Tat umsetzen. Wenn du aber wirklich ein Verlangen danach hast es umzusetzen oder viel zu oft darüber nachdenkst, dann solltest du mal erstmal mit jemanden sprechen, dem du vertraust, Familie, Vertrauenslehrer, etc.. (Auch wenns vielleicht schwierig für dich ist, dich jemanden gegenüber zu öffnen, es hilft, glaub mir)
Aber mach dir jetzt keine Sorgen, bei dir liegt wahrscheinlich eh alles im grünen Bereich ;)

Zu der Sache mit den sozialen Kontakten: Dass du gerne alleine bist, empfinde ich gar nicht als schlimm, heutzutage heißt es ja immer man solle sich unbedingt immer mit anderen treffen, wenn man oft alleine ist ist man ein Außenseiter, bla bla bla... Ich finde es besteht ein großer Unterschied zwischen Alleine sein und Einsamkeit!
Ich bin auch öfters mal gerne nur für mich.
Dass du der bist, der anderen die Haare hält, wenn sie sich übergeben(metaphorisch :F), finde ich sehr gut und sozial von dir.

Dass du andere Leute nach machst, wenn du mit ihnen unterwegs bist, ist nicht so gut. Versuch doch einfach mal dich nicht auf sie zu konzentrieren, sondern auf etwas anderes, so dass du gar nicht in Versuchung kommst, sie zu studieren und nach zu ahmen.

Ich hoffe, ich konnte dir wenigstens ein kleines bisschen helfen. Mach dir nicht allzu viele Sorgen ;)

Hab noch en schönen Tag!

Antwort
von Akka2323, 38

Klingt alles ganz normal so nach Pubertät und so. Das regelt sich schon alles. Mach Dir keine Sorgen. Jeder denkt mal darüber nach, jemanden umzubringen, es tun aber die allermeisten nicht. Ich hatte in der Pubertät eine Liste mit ca. 10 Leuten, die ich foltern und umbringen wollte, ich habe sie jeden Monat aktualisiert. Und irgendwann war es vorbei. Die Leute leben alle noch, wenn sie nicht eines natürlichen Todes gestorben sind. Und ich war sehr erfolgreich in einem sehr sozialen Beruf.


Kommentar von master2019 ,

Vielen Dank für deine Antwort. Hast du auch manchmal davon geträumt?

Kommentar von Akka2323 ,

Ja, man träumt manchmal auch blödes Zeug, aber das sollte man auch nicht überbewerten, wenn man nicht jede Nacht schreiend aufwacht.

Antwort
von Backliebe, 44

Vielleicht solltest du eine Therapie machen.

Kommentar von master2019 ,

Ich will damit warten, bis ich volljährig bin. Ich will nicht, dass jemand aus meinem Umfeld (Mutter/Vater) das erfährt, die haben schon genug Probleme. Ich mache mein eigenes Geld und dann meine eigene Therapie

Kommentar von Akka2323 ,

Bis dahin hat sich das schon alles geregelt und Du ganz andere Gedanken.

Antwort
von master2019, 44

Sorry, die Zeichen haben mir lange nicht gereicht. Ich bin vom Thema abgeschweift. Ich wollte eigentlich beschreiben, wie ich mich von allen sozialen Kontakten entferne, mein eigenes Leben führe. Ich bin Nachmittags alleine zu Hause, gehe alleine sportl. Tätigkeiten nach, gehe studieren, mache mein eigenes Geld. Ich habe keine Freunde, einziges soziales Umfeld ist die Familie. Wäre ein solches Leben in allen Hinsichten verwerflich? (es ist nicht so, ich spiele nur mit dem Gedanken, da ich mich aufgrund der in der Frage genannten Punkte nicht wohlfühle, mit anderen. 
Btw. sollte man mehr Zeichen haben, hat man ja sogar bei den Antworten sehe ich gerade :D

Antwort
von Papabaer29, 35

Und? Was willst du jetzt tun?

Kommentar von master2019 ,

Sorry, die Zeichen haben nicht gereicht. Siehe Antwort

Kommentar von Papabaer29 ,

Solange du niemandem schadest, ist es nicht verwerflich.

Du kannst dein Leben führen, wie du e für richtig hältst. Nicht jeder hat 500 (mehr oder weniger echte) Freunde und muss ständig anderen Leuten mit seiner guten Laune auf den Sack gehen.

Du musst dann nur zusehen, dass du einen geeigneten Job findest. Das wird u. U. nicht ganz einfach.

Kommentar von master2019 ,

Ich weiß nicht, ob das mit dem Job ein Problem sein wird. Ich kann mich ja verstellen oder meintest du etwas anderes? Ich mag andere Leute zwar nicht, aber ich kann nichts dagegen tun, ihnen manchmal über den Weg zu laufen

Kommentar von Papabaer29 ,

Stell dir das nicht so einfach vor. Der kritische Punkt ist das Vorstellungsgespräch.

Kommentar von master2019 ,

Falls der Gegenüber es bemerkt?

Kommentar von Papabaer29 ,

Du wirst es ja sehen...

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