Frage von sweetmelonxx3, 56

Unsicherheit bei Mathe sorgt für schlechte Noten?

Hey Leute, Ich bin keine Mathe-Ass schonmal vorweg, aber wenn ich die Vorgehensweise auswendig lernen kann, dann komme ich auf einen guten Durchschnitt. Ich hatte nur immer das Problem, dass ich in der Prüfung immer nie sicher war, welches nun der richtige Weg ist, die Aufgabe zu lösen. Ich dachte immer "so oder so?" und dann war ich so ängstlich, dass ich erstarrt bin und nur noch Schrott hingeschrieben habe und einmal habe ich sogar nicht mehr weiter geschrieben.
Das hat dazu geführt, dass ich im letzten Halbjahr meines Abis extrem abgestiegen bin (von 9 Punkten auf 5 / Ich weiß, hart ×_×). Ich habe mich dann aber zum ersten Mal in meinem Leben richtig hingesetzt und gelernt für den Abschluss, 8 Stunden täglich, zweieinhalb Wochen lang, alle zwei Tage. So habe ich es auf 8 Punkte geschafft. Aber ich habe alles nur auswendig gelernt, da ich den Sinn hinter mathematischen Konstrukten nicht so einfach verstehe. Ich erzähle all das, weil ich bald studieren werde, und keine Ahnung habe ob ich das Wirtschaftsmathe oder Statistik auch hinbekomme. Habt ihr lerntipps besonders für dieses Fach? LG.

Expertenantwort
von Joshua18, Community-Experte für Abitur & Schule, 16

An der Uni (BWL) ist dann mit Auswendiglernen in Mathe nicht mehr viel. Ich fand z.B. in Statistik waren die Aufgaben eigentlich schon fair gestellt, aber so ziemlich problematisch für Leute die das Ganze nicht verstanden hatten und nun nach Schema F vorgehen wollten. Vielleicht ist das in anwendungsorientierten Studiengängen ja anders ?

Für Mathe-Verständnis (nicht Übung !) empfehle ich "Oberstufenmathematik leicht gemacht" von Peter Dörsam sowie die Videos bei thesimpleclub.de .

Ich glaube, ich hätte Teile der analytischen Geometrie ohne dieses Buch nie verstanden, da unser Lehrer nur schlecht erklären konnte und wilde 3D Zeichnungen an die Tafel krizelte, statt mit Folien zu arbeiten.

Kommentar von sweetmelonxx3 ,

Danke, hört sich gut an. the simple Club habe ich auch teilweise genutzt, aber das war mir noch zu wenig detailliert erklärt. lg.

Kommentar von Joshua18 ,

Du kannst wegen Mathe-Fernkursen für die Oberstufe und/oder das Studium auch mal bei "Virtuelle Hochschule Bayern" reinschauen.

Antwort
von PhotonX, 19

Ich finde es super, dass du die Probleme und auch ihre Ursache so klar identifizieren konntest! Ja, Auswendiglernen funktioniert bei Mathe ab einem gewissen Komplexitätsgrad nicht. Stattdessen musst du viel rechnen und ausprobieren, dann bleibt alles ganz automatisch im Kopf hängen.

Du musst dich da unbedingt und ganz dringend umstellen! Anfangs wird es dir wahrscheinlich so vorkommen, als hättest du mit dem Auswendiglernen bessere Ergebnisse erzielt, aber glaub mir (und das wird dir jeder bestätigen, der mit Mathe zu tun hat!), auf lange Sicht führt dich das Auswendiglernen in eine Sackgasse.

Kommentar von sweetmelonxx3 ,

Ja ich merke da schon. Auswendig lernen funktioniert nur dann, wenn ich weiß das dieses eine Aufgabe vor mir zu diesem bestimmten Thema gehört. Ich kann dann meine gemerkten Formeln abrufen und es ganz gut lösen, aber in der Prüfung, wo alles zusammen gewürfelt ist und am besten noch mehrere Themen in einer Aufgabe, dann muss man kombinieren und Zusammenhänge bilden und dann versage ich oft.

Kommentar von PhotonX ,

Genau so ist es. Stell dir vor, du musst durch ein Labyrinth und hast dich vorbereitet, indem du den Weg zum Ausgang gemerkt hast (links, links, rechts, geradeaus, ...). Bei genau einem Labyrinth führt das zum Erfolg, bei jedem anderen bist du aufgeschmissen. Lernst du aber die Taktik (ein Seil mitnehmen und dann nach einem Algorithmus die Gänge durchprobieren, bis man den richtigen Weg findet), dann kommst du mit jedem Labyrinth klar!

Die Frage ist natürlich, wie man sich da umstellen kann. Ganz einfach: Statt die Zeit, die du bisher ins Lernen investiert hast (ganz toll übrigens, dass du so viel Zeit investiert hast, obwohl es dir nicht leicht fiel!), fürs Merken von Lösungen zu nutzen, versuche möglichst viele Aufgaben selbst zu lösen. Anfangs musst du vielleicht noch etwas in den Musterlösungen spicken, aber nach einiger Zeit hast du den Dreh raus und kommst selbst schnell zur Lösung!

Antwort
von SocialCat, 31

Auswendiglernen geht eben nur bis zu einem gewissen Punkt und eigentlich ist etwas höhere Mathematik damit auch nicht mehr zu lösen. Deswegen würde ich dir raten, nicht nur auswendig zu lernen. Wer so viel Zeit investiert, beschäftigt sich doch eigentlich auch intensiv mit dem Stoff und sollte zwangsläufig Zusammenhänge erkennen. 

Auch im Studium lässt sich sicherlich einiges mit Auswendiglernen bewältigen, sodass ich nicht sagen würde, dass du es auf keinen Fall schaffst. Aber empfehlenswert ist diese Strategie natürlich nicht

Kommentar von sweetmelonxx3 ,

Ich will es auch lieber verstehen, aber was ich so an der Schule hasse, ist einfach, dass man nur mit Theorie und Formel vollgepummt wird. Die Lehrer machen es offensichtlich so, dass man einfach nur stupide die Regeln ablernt, aber wozu all das gut ist, die Hintergründe und die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Themen, werden einfach vernachlässigt. Darum fällt es so schwer und ich hoffe, dass man im Studium etwas mehr in die Tiefe geht.

Kommentar von Korrelationsfkt ,

Das liegt daran, dass Lehrer die Zusammenhänge selbst nicht verstehen. Ist für die Schule im Prinzip auch nicht nötig. Wer alles verstehen möchte, lernt nicht mit dem Mathebuch, sondern schaut im Internet nach und zieht sich Videos rein.

Antwort
von iokii, 22

Wenn du schon mit Schulmathe vollkommen überfordert bist, kriegst du Universitätsmathe auf keinen Fall hin.

Kommentar von sweetmelonxx3 ,

Die Meinungen gehen wie immer überall auseinander. Gut, dass ich ja nicht auf die Uni gehe.

Antwort
von gilgamesch4711, 7

  Gerade angewandte Matematiker wie Statistiker lernen ihr Zeug doch nur auswändig oder sehen im Buch nach.

  Und in 99 % der Fälle hast du sowieso ein Mathpack, wo du dein Zeug eingibst ( Hier wer würde 4 711 Unbekannte von Hand lösen? ) Mein Chef, der ein ausgezeichneter Mattetiker und verhinderter Prof war

  " Man muss nix wissen; man muss nur wissen, wo's steht ... "

Antwort
von Korrelationsfkt, 16

Hallo,

Mathematik ist kein Fach zum auswendig lernen.

Was lernt man in Mathe auswendig? Mathe muss man verstehen.

Im Studium ist das ganze nochmal schwieriger. Nichts mit auswendig lernen.

Kommentar von sweetmelonxx3 ,

Die Grundlagen versteht man ja noch. Aber du kannst auch zu jedem Thema die Formeln und Abläufe Auswendig lernen. z.B. Polynomdivision, Ableitungen, Gleichsetzen, Bernoulli kann man sich alles einprägen wie die Rechnung geht. Aber beim anwenden gibt es dann Probleme.

Kommentar von Korrelationsfkt ,

Die Probleme gibt es, weil du nicht verstehst, was du da machst.

Kommentar von sweetmelonxx3 ,

Ja genau, aber wie lernt man es zu verstehen? Ich möchte verstehen was ich eigentlich mache, aber mich nervte der Unterricht in der Schule immens aus dem Grund, dass wir einfach dazu gedrillt wurden uns diese trockene Theorie reinzuziehen , es fehlte einfach an tiefe und Details um genau den Hintergrund zu verstehen. Ich wünschte mir, dass es im Studium tiefer geht und man auch mal einen Sinn in dem ganzen Thema sieht. lg.

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