Frage von KikiLiinka, 85

Unsere Wohnung wurde wegen Eigenbedarf gekündigt. Was sind unsere Rechte?

Hallo,

folgendes Problem:

-Wohnung am 30.12. ordnungsgemäß durch Anwalt der neuen Eigentümerin zum 31.03. gekündigt worden. - Wohnung befand sich in einem Zwangsverwaltungsverfahren (deswegen neue Eigentümerin), da Inhaber insolvent. - Vorbesitzer ließ sich aber dennoch durch eine gewerbliche Hausverwaltung vertreten, dh. wir haben mit dieser Firma einen Mietvertrag. Den Eigentümer an sich haben wir nie gesehen, geschweige denn gewusst, wie er heißt, wo er wohnt und so weiter. - Nun also die Kündigung durch die Vertretung der Käuferin. Diese kündigten nun also den Mietvertrag, der aber nicht von denen mit uns geschlossen wurde.

Unsere Frage: geht das überhaupt oder kann uns nicht letzendlich egal sein, was die für Verträge untereinander haben? Der Vertrag zwischen dem Vorbesitzer und der Verwaltungsfirma läuft noch bis Juni 2016.

Haben letzte Woche, da mitten in der Prüfungsphase (geht bis zum 9.3.) auf Kulanz gebeten uns noch einen Monat länger drinnen zu lassen.... Haben wir damit die Kündigung bereits angenommen? Vielleicht nun doch noch einen Widerspruch schreiben?

Vielen Dank für eure Hilfe! :)

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo KikiLiinka,

Schau mal bitte hier:
Eigenbedarf

Antwort
von KikiLiinka, 42

Hmmm, also so ganz klar sind mir eure Antworten noch nicht... Das die neue Besitzerin Anspruch hat ist klar, dass sie reindarf natürlich auch. Trotzdem scheint mir (und euch) das rechtlich noch nicht zu sein...

Nochmal ganz einfach dargestellt:

Besitzer 

--> Verwaltung

--> wir als Mieter.

Verwaltung hat - in IHREM NAMEN - mit uns einen Mietvertrag. Den Eigentümer interessiert es nicht. Die Miete und Mängel und alles weitere geht über die Verwaltung.

Zwischen den beiden muss es also einen Vertrag geben. Dieser kann ja bei Eigentümerwechsel sicher nicht sofort gekündigt werden, sondern bedarf ebenfalss 3 Monate Kpndigungsfrist.

Deswegen glaube ich, dass ich mit denen rechtlich gesehen nicht sprechen muss. Sie können doch nicht einfach einen Vertrag lösen, den sie nie geschlossen haben!

Antwort
von KikiLiinka, 36

Hmmm, aber da ich mit dem Vorbesitzer auch keinen Mietvertrag habe, sondern dieser einen mit der Verwaltung, verstehe ich nicht ganz, wie es rechtlich aussieht. Das der Mietvertrag auf den neuen Besitzer übergeht, ist ja klar. Ich überweise aber immer noch die Miete an die Verwaltung. Um es nochmal übersichtlicher zu machen: Besitzer --> Verwaltung (Mietvertrag, Überweisungen, Mängel und andere Probleme laufen über diesen) --> wir als Mieter (die aber den Eigentümer nicht kennen) Ich meine, es muss ja der Vertrag zwischen Eigentümer und Verwaltung auch irgendwie aufrecht erhalten werden. Da gibt es sicherlich auch Kündigungsfristen o.ä. Anwalt ist leider nicht möglich - > Studenten. Auch der Umzug ist ein finanzielles Desaster, aber jo, die Lady hat ein Recht auf den Einzug. Wobei ihre Geschichte, warum die rein will, sich auch eher an den Haaren herbeigezogen anhört...

Antwort
von Schuhu, 39

Durch den Verkauf der Wohnung ist der neue Besitzer euer Vertragspartner. Wenn der Eigenbedarf anmeldet, könnt ihr wenig dagegen tun. Nur, wenn der Eigenbedarf vorgeschoben ist, könnt ihr der Kündigung widersprechen.

Kommentar von KikiLiinka ,

Warum soll eigentlich der neue Eigentümer den Vertrag übernehmen? Ich hatte ja mit dem Voreigentümer auch keinen Vertrag, da diese Verwaltungsagentur als Vermieter für mich eingesetzt ist...

Kommentar von Schuhu ,

Der neue Eigentümer übernimmt alle Verträge, die der vorherige Eigentümer im Zusammenhang mit dieser Wohnung geschlossen hat. Die Verwaltungsagentur ist nicht euer Vermieter, sondern nur mit der Wahrnehmung der Interessen des Eigentümers beauftragt. Und das Interesse des Eigentümers ist nunmal eure Wohnung selbst zu nutzen. Ob euch das nun der Eigentümer oder die Verwaltung mitteilt ist doch Jacke wie Hose.

Kommentar von KikiLiinka ,

Nein, da verstehst du etwas falsch. es gibt eben diese gewerbliche Zwischenvermietung. Das bedeutet, dass der Eigentümer diese Firma nicht nur beauftragt, sondern eben auch alles an die abgibt. Die Firma ist also berechtigt, selber Mieter zu suchen, sich für den zu entscheiden, den sie möchte, die Verträge zu machen (als Vermieter ist eben auf dem Vertrag auch eben diese Firma eingetragen, logischerweise), kümmert sich um die Immobilie, bekommt die Miete. Das bedeutet also ergo, dass der Eigentümer keinen Vertrag mit uns hat. Dieser beauftragt nicht nur die Firma sondern gibt seine Rechte an diese ab. ich werde gleich noch einmal googlen, wie genau sich dieses Modell nennt. Dann wird es vielleicht klarer, wo mein Problem liegt.

Kommentar von KikiLiinka ,

Siehst du jetzt, warum ich nicht sicher bin, ob die Kündigung rechtskräftig ist?

Kommentar von Schuhu ,

Puuh, das war eine schwere Geburt. Na, dann wird der neue Eigentümer den Vertrag mit der Zwischen-Vermietfirma kündigen, und danach dir. Vielleicht hast du dadurch einen kleinen Aufschub.

Antwort
von ALEMAN2015, 43

Die Erwerberin hat offenbar von ihrem Sonderkuendigungsrecht bei Erwerb durch Zwangsversteigerung Gebrauch gemacht. Da hat ein Widerspruch i.a. wenig Aussicht auf Erfolg, allerdings muss sie ein berechtigtes Interesse geltend machen, wie z.B. Eigenbedarf. Ist dies nicht erfolgt, dann koennt ihr widersprechen.

Antwort
von Bitterkraut, 43

der Mietvertrag geht automatisch auf den neuen Eigentümer über und er kann ihn dann auch wegen Eigenbedarf kündigen. Ihr könnt der Kündigung widesprechen, ob das sinnvoll ist, sagt euch ein Anwalt von Mieterverein, dem ihr für 50-80 Euro jährlich beitreten könnt.

Kommentar von KikiLiinka ,

Der Mieterschutzbund hilft nun wirklich nicht weiter. War dort Jahre lang Kundin und man konnte mir in keiner Sache helfen. Zumal wenn es vor Gericht geht keiner von denen mehr hinter dir steht, weil sie nur Briefe schreiben.  Ich wurde damals sogar nur von einer Rechtsanwaltsgehilfin vertreten. Einen Anwalt für Mietrecht habe ich dort vergeblich gesucht.  Da, wie oben erwähnt, Studentin,  spare ich mir die Euros lieber!

Antwort
von larry2010, 13

die neue besitzerin übernimmt die bestehenden verträge. das heisst abe rnicht, das nur die verwaltungsfirma euren vertrag kündigen darf bzw. damit beauftragt werden kann.

Kommentar von KikiLiinka ,

Warum übernimmt sie unsere Verträge. Sie übernimmt doch nur die Verträge des Voreigentümers, oder nicht? Und der hat keinen Vertrag mit uns.... Dementsprechend sie auch nicht. 

Kommentar von larry2010 ,

die hausverwaltung arbeit für den hauseigentümer und schliesst für diesen auch neue mietverträge bzw. kündigt sie. die handelt in dessen auftrag.

da aber nicht die hausverwaltung in deine wohnung ziehen will, schreibt eben der hauseigentümer die kündigung selbst bzw. sein anwalt.

bei so etwas fragt man eh erstmal einen anwalt und der kann dann gleich ein schreiben aufsetzen, eh man sich damit hinsetzt.

da geht kaum einer den weg über die hausverwaltung, die er eh vom alten eigentümer übernehmen musste

Kommentar von KikiLiinka ,

Eben nicht. Der Eigentümer hat seine Rechte mit dem Vertrag mit dieser Firma an eben diese abgegeben. Wir wohnen hier mit 16 Parteien und die werden schließlich auch von der Firma gekündigt und so weiter. Ich betone nochmal, die Verwaltung ist keine Hausverwaltung! Im Mietvertrag steht außerdem diese Firma als Vermieter und niemand anderes. Nicht mal ein Hinweis, dass es einen Eigentümer gibt. Wir haben erst nach einem halben Jahr gemerkt, dass dieser Firma die Wohnung gar nicht selber gehört. Miete und so weiter geht ja auch diese Leute... Ich suche mal im Internet nach dem richtigen Begriff für diese, relativ neue Art der Vermietung.

Kommentar von KikiLiinka ,

Siehst du nun mein Problem, warum ich nicht weiß, ob die Kündigung rechtskräftig

Antwort
von Legolass, 45

Man darf die Wohnung für Eigenbedarf (für die familie) kündigen

Kommentar von KikiLiinka ,

Das ist klar und steht auch nicht zur Diskussion! ;)

Kommentar von healey ,

Anwalt nehmen !

Antwort
von healey, 37

Mal mit nem Anwalt für Mietrecht sprechen !

Kommentar von KikiLiinka ,

Leider als Studenten nicht möglich! Deswegen halt auf diesem Wege.

Kommentar von healey ,

Es gibt auch Anwälte die vom Staat bezahlt werden sogenannte Pflichtverteidiger.  

Kommentar von KikiLiinka ,

Ähm, ich kenne mich ja echt nicht so aus, aber ein Pflichtverteidiger ist doch ein Anwalt, der einem Straftäter bei Seite gestellt wird, wenn der sich selber keinen leisten kann, oder?! 

Und klar, könnte jetzt losmaschieren und mir son Wisch beim Amt holen. Habe ich allerdings in einer anderen Sache gemacht und die Anwältin hat sich nicht wirklich um mich gekümmert. Man zahlt dort 15€ oder so und der Rest wird vom Staat übernommen. War ihr wohl zu wenig. Darauf habe ich nicht schon wieder Lust. Wobei ich es gerne persönlich mit einem Widerspruch machen würde und nicht direkt mit dem Anwalt. Schließlich muss ich definitiv aus der Wohnung raus- fragt sich eben nur wann...

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