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Unsere Pflegetochter (10), versteckt immer wieder Lebensmittel

gefragt von Qetan Qetan am 20.09.2007 um 22:33 Uhr

irgendwann, finde ich sie dann völlig verschimmelt und vergammelt. Ich habe ihr schon tausendfach erklärt, dass wir davon alle krank werden können. Es hilft nichts, sie kann es nicht lassen. Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht.


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Reply


xyungeloest
beantwortet von xyungeloest am 20. September 2007 22:37
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ich könnte mir vorstellen, dass sie vielleicht schlechte erfahrungen gemacht hat, was mit essen zu tun hat.

bekam sie immer genug zu essen? durfte sie nicht essen wann sie wollte?

man kennt ja jetzt die situation nicht, aber irgendetwas muss da vorgefallen sein bei dem kind.

Kommentar von 96e4109c435278cc7bc3a571512f4ad9small Qetan am 20. September 2007 22:47

Sie hat früher nicht genug zu essen bekommen. Aber bei uns darf sie ja nun wirklich alles essen, was sie möchte. Sie ist jetzt schon 6 Jahre bei uns. Müsste das nicht langsam aufhören?

Kommentar von E61863272918e1e458b9f0a6dd959f8dsmalltradaix am 20. September 2007 22:52

@getan: Erkäre ihr anschaulich, dass das Horten von Lebensmittel nicht mehr nötig ist. Nach 6jähriger Zugehörigkeit zur Familie und im Alter von 10 Jahren sollt's gehen.

Kommentar von 96e4109c435278cc7bc3a571512f4ad9small Qetan am 20. September 2007 22:55

Ich habe heute erst wieder was gefunden. Ich habs ihr auch schon so oft erklärt. Aber irgendwie kann sie es nicht lassen.

Kommentar von Simple_avatar10smallxyungeloest am 20. September 2007 22:58

@getan: das kann so tief drin stecken, das kann man sich gar nicht vorstellen.

das ist seelisch bedingt und kann ein leben andauern diese störung.

nur zum vergleich mal:

wir haben einen hund aus dem heim geholt, der lebte vorher ausgesetzt in freier natur.

das ist jetzt schon 7 jahre her, aber immer wenn wir gassi gehen, geht er an die biotonnen ran.

obwohl er bei uns das beste futter bekommt.

nun ist das zwar kein mensch, aber trotzdem, so was steckt sehr tief was in kindheit passiert ist.

Kommentar von 96e4109c435278cc7bc3a571512f4ad9small Qetan am 20. September 2007 23:03

Das ist ein sehr schöner Vergleich.

Kommentar von Klabauter am 21. September 2007 00:11

Das hört wohl erst dann auf, wenn das seelische Trauma von damals wirklich verarbeitet wurde. Das hat oft nicht mit Erklärungen zu tun, besser wäre ein behutsames Zwiegespräch, kleine Erlebnises von damals erzählen lassen.. Na, eben auf die etwas mehr therapeutische Ar und nicht nur preußisch-knapp erklären, das die Hungerzeit vorbei ist. Ich denke, ein 10-jähriges Mädchen ist nicht immer in der Lage, zu erfassen, was es bedeutet 'dann werden wir alle krank' - und DAS ist ja auch nicht das Problem, oder?


lionbaby72
beantwortet von lionbaby72 am 21. September 2007 00:15
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So schlimm wie es vielleicht klingt, aber ich würde mit dem Kind einen Psychologen aufsuchen, der kann ihr doch direkter helfen. Sicher hat sie bei euch ein gutes Zuhause, aber den knacks, den sie frühzeitig wegbekommen hat, den kann man nicht einfach so ausbügeln.

Kommentar von teedame am 21. September 2007 06:48

m.E. klingt das nicht schlimm sondern ist der einzige Weg aus diesem Dilemma rauszukommen.Da durch die Sucherei nach verschimmelten Lebensmitteln, ja auch noch die dauernde Kontrolle über das Mädchen dazukommt.

Kommentar von 96e4109c435278cc7bc3a571512f4ad9small Qetan am 21. September 2007 21:47

Sie ist seit 5 Jahren in psychologischer Behandlung

Kommentar von Simple_avatar1smalllionbaby72 am 22. September 2007 23:32

das muss doch denn aber mal was bringen. Vielleicht mal den Psychater wechseln.


Luise
beantwortet von Luise am 21. September 2007 08:20
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Leg mit ihr zusammen einen Vorrat an, an unverderblichen Sachen nur für sie und tauscht immer wieder miteinander aus. Aber nie alleine was nehmen, es soll ihr Vorrat sein, der immer wieder ausgetauscht wird. Vielleicht braucht sie diese Sicherheit dann bald nicht mehr.


thebrain
beantwortet von thebrain am 21. September 2007 08:56
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ich muß ehrlich sagen ich kann dem vorschlag von luise nicht beipflichten. klar ist, durch frühere knappheit von lebensmitteln, hat sie diesen wahn entwickelt. in jedem fall muss das auf dauer behandelt werden. völlig falsch wäre es ihr das essen jetzt zu rationieren oder unter aufsicht essen zu lassen.

der erste schritt ist ihr noch einmal zu sagen dass sie keine angst zu haben braucht, nichts zu essen zu bekommen. es sei immer genug da und sie könne jederzeit an den kühlschrank.

lass sie ein fach oder eine schublade im zimmer haben, wo sie z.b. leibnitz-kekse drin hat.


anonym
beantwortet von evaundlilith am 22. September 2007 12:21
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Hallo, sprich doch mal mit dem Psychologen, wie Du dieses Verhalten einschätzen sollst und wie Du am besten darauf reagieren kannst. Vielleicht wirst Du Dir dann selbst sicherer und kannst diese Sicherheit dann auf Deine Pflegetochter übertragen...... Gruß, evaundlilith





chattenkriegerin
beantwortet von chattenkriegerin am 22. September 2007 15:14
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Ich hab das ähnlich mit meiner Stieftochter gehabt. Wir leben allerdings in den USA. Sie ist schon seit dem 5 Lebensjahr in psychologischer und psychiatrischer Behandlung und es hilft einfach nix. Ich merke immer, daß es in ihrem Zimmer wieder schimmelt, wenn ich anfange zu niesen wie verrückt, weil das ganze Zeug über die Klimaanlage im ganzen Haus verteilt wird. Hier war das so schlimm, daß sie jetzt bei anderen Verwandten leben muß, weil sie meine Söhne in Gefahr gebracht hat. Das mit dem Essen war nur eine Begleiterscheinung von zig anderen Sachen, aber das Essen horten kann auch ein Hinweis auf manisch depressiv sein. Ich weiß, das kann an die Substanz gehen. Ich mußte hier sämtliche Kuscheltiere wegschmeißen, die Matratze im Bett und jede Menge Klamotten weil überall das Essen geschimmelt hat.

Kommentar von 96e4109c435278cc7bc3a571512f4ad9small Qetan am 22. September 2007 20:34

Willkommen und danke, liebe Leidemsgenossin.


anonym
beantwortet von lydi82 am 22. September 2007 17:02
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Ich bin auch der Meinung das eine Therapie gezielt auf diese situation abgestimmt werden sollte. Es hört sich an als wolle die kleine Ihnen ein Zeichen geben.Ich denke das muß nicht nur allgemein mit "Hungersituatioenen" zutun haben.Es können auch andere Erlebnisse sein. Ratschlag beim Jugendamt wäre auch nicht verkehrt.




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