Frage von shebaschatz, 41

Unsere Hünding bekommt bei der kleinsten Dachlawine einen Riesen Angstanfall. Sie zittert stark, hechelt, sabbert - und versucht irgendwie auf uns zu gelangen.?

Guten Tag, wie gesagt, unsere 8,5 Jahre alte Mischlingshündin bekommt bei Dachlawinen - ob Tag oder Nacht - direkte Angsattacken, was auch für uns ziemlich stressig ist, denn die Halbe Nacht den zitternden Hund im Bett zu haben...... Das Gleiche ist bei Gewittern, Silvester, und bei Segeln und Schirmen aller Art. (da liegt die Schuld in der Welpenschule) Unser Tierarzt sagt, einfach nicht beachten, wenn sie sieht, das wir alles als Normal hinnehmen, tut sie das auch - aber nein, es gibt keinerlei Besserung. Wir sollen sie ja nicht bemitleiden, nicht streicheln, nicht beachten... aber ist das richtig?? Habe schon Bücher gewälzt, Konfrontationstherapie versucht - alles umsonst. Im Winter ist schlafen für uns manchmal Luxus. Letzte und vorletzte Nacht war es wieder extrem schlimm. Für unsere Sheba und uns...... Danke für Antwort!

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 11

***da liegt die Schuld in der Welpenschule)***

Ganz ehrlich die Schuld einer Welpenschule zu geben finde ich sehr mager. Entweder man trainiert den Hund so wie es empfohlen ist oder nicht. Das muss ja jeder für sich entscheiden. Nach der Welpenschule, ist euch da nie in den Sinn gekommen was zu ändern? Warum nach 8,5 Jahren.

Nach 8,5 Jahren, den Hund zu Desensibilisieren halte ich für sehr sehr schwierig. Ich bin kein Fan von ignorieren, wenn der Hund Stress hat. Ich bin als Halter eine soziale Bindungsperson für meinen Vierbeiner, sucht er Schutz bei mir gebe ich ihm diesen.

Wenn es knallt oder es gewittert draußen, kommt meiner zu mir sucht Nähe und einspannt sich wenige Minuten danach. Ich spreche ihn nicht an, oder streichle ihn (streicheln bestärkt das oft) aber da ist jeder Hund anders. Nen einen Hund beruhigt es den anderen nicht.

Ob Dachlawinen, Gewitter oder Knaller, wie in eurem Fall. Versucht das Positiv zu verknüpfen.  wenn du aber genervt bist , weil dir der hund den schlaf raubt wundert es mich nicht das er gestresst ist. wie habt ihr bisher trainiert? 365 tage hast du ja zeit den hund an knaller zu gewöhnen.

Kommentar von shebaschatz ,

In der Welpenschule haben wir einen Stadtspaziergang gemacht. Sheba saß ruhig neben uns und wartete, was da kommt - was kam war die Mutter der Trainerin - ganz leise von hinten - und dann den Automatikschirm direkt neben sheba aufschnappen lassen. Die Minimaus machte einen Riesensatz und das Thema Schirme, und alles mit Segeln etc. war gegessen. WIR HABEN VERSUCHT SIE SOFORT ZU DESENSIBILISIEREN - EINEN WINTER LANG MIT REGENSCHIRM IM WOHNZIMMER - MAL ZU; MEISTENS AUF - DAMIT SIE LERNT; ER TUT IHR NICHTS - hat nicht geholfen, sie ist nicht mehr ganz so panisch auf Regenschirme, aber am Meer, wenn die Surfer und Keiter kommen, sitzt sie bibbernd am Strand und will nur weg von dort...... das Erlebnis war zu prägend, sagt der Tierarzt.

Wir haben auch Geräusch-CDs ausprobiert - dann hat sie da bei Gewittergrollen gebibbert - jedesmal wieder. Wir haben es mit Nähe probiert - mit Nichtbeachten - Baldrian - ich weiß nicht, was es ist. ES ist ihr nie etwas passiert bei Gewitter oder Silvester, wir halten sie immer im Haus - sie hat mehr als genug Auslauf um eigentlich relaxed und müde zu sein - aber trotzdem knipst der Schalter sich um, sobald auch nur ein Eisbröckchen das Dach runter rutscht.

Wir waren ein halbes Jahr in der Welpenschule, dann 1,5 Jahre Jundhunde und Begleithundeschule - Positive Bestärkung vorrangig.

Wir haben ihr alles gegeben, sie kommt meistens überall mit hin, weil Autofahren ihr Größtes ist - sie bleibt aber auch ohne Probleme alleine - eigentlich ein problemloser Hund - bis auf diese Ängste, von denen wir nicht wissen  - bis auf Schirme etc. - wo es herkommt. Sie kam mit 9 Wochen aus Ungarn über den Tierschutz zu uns - aber in den Wochen kann sie kaum schon geprägt worden sein......

Kommentar von Einafets2808 ,

Ihr macht mit Welpen einen Stadtspaziergang? Sorry ein Welpe is bis Ca. 16 Wochen ein Welpe. Da geht man doch nicht in die Stadt :-/

Ich denke 8,5 Jahre schlechte Erfahrung bringst du nicht so einfach raus. Ich würde dem Hund Schutz bieten , wenn er das zulässt und ansonsten den Hund versuchen aus solche Situationen zu holen. Gewittert es macht Musik an, verrammelt die Fenster, oder falls vorhanden verkrümmelt euch im Keller.

Antwort
von Failea, 20

Hallo,

also wenn ihr wach seid und Zeit für den Hund habt, hilft es manchmal sie mit Leckerlis abzulenken in solchen Situationen, was naütlirh die Ängste mildert. Wenn es Leckerlis regnet (und sie sich auch ablenken lässt, verbindet der Hund mit der Zeit auch das Gewitter usw mit etwas positivem.

Ansonsten könntet ihr es mit einem "Thundershirt" probieren, das sind enganliegende Hundepullis, die durch den Druck beruhigend wirken. Klappt bei vielen Hunden.

Ansonsten vielleicht mal mit "Adaptil" probierel, das ist das Pheromon, dass Hundemütter verbreiten und ihre Welpen beruhigt. Soll bei erwachsenen Hunden auch oft funktionieren und ist unbedenklich, gibt es als Halsband, Steckdosenflakon usw. 

Kommentar von shebaschatz ,

Leckerlies sind in solchen Momenten für Sheba nicht existent - nur ihre Angst....... das mit dem Thundershirt werde ich mal recherchieren - Danke!

Antwort
von mirimi22, 16

Nicht übermäsig "bemittleiden" aber ignorieren auch nicht ! Einfach ganz normal verhalten wie sonst auch, also auch streicheln etc.

Antwort
von Schleinina, 21

Ich fürchte das wird nicht mehr weggehen. Aber seit froh über den Schnee :D Wir haben in München 12°C

Kommentar von shebaschatz ,

Hatten wir auch - bis vor 3 Tagen - dann kam ganz unerwartet doch noch Winter in BW! ja, ich glaube fast auch, das wir damit weiterleben müssen - aber die Hoffnung stirbt zuletzt nicht wahr? Wir möchten vor allem Sheba entlasten, denn sie wird nicht jünger - und es macht mir Sorgen, das sie mal mit 14 oder älter/früher einen Herz"kasper" dadurch bekommt.

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