Unsere Genossenschaftsbank will künftig Gebühren für Abhebungen an deren eigenen Automaten und für Barabhebungen am Schalter Ist das überhaupt erlaubt?

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5 Antworten

Das ist zwar zulässig (siehe z.B. https://www.test.de/Kontogebuehren-Banken-duerfen-kuenftig-mehr-verlangen-4684102-0/), aber es gibt immer noch genug Banken, die kostenlose Auszahlungen ermöglichen.

Kontokündigungen und der Wechsel zu günstigeren Banken sind immer noch der wirksamste Protest gegen solche Gebühren.

Ein Widerspruch gegen eine solche Änderung hat übrigens in der Regel eine Kündigung der Geschäftsbeziehung durch die Bank zur Folge. Da ist es besser, gleich selbst zu kündigen.

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Naja, glaubst Du der Unterhalt von Geschäftsstellen, Automaten und auch Angestellten ist kostenlos? Früher konnte man über die Zinsmarge noch genügend Geld einnehmen und das eine oder andere damit gegen finanzieren. Und wie ist es heute? Kaum noch Marge, immer mehr Bürokratie und damit Kosten, die den Banken untergeschoben wird, Gebühren werden immer mehr kaputt gemacht und Beratung ist schon gleich gar nichts wert. Und jetzt sage mir, womit ausser jeglicher Bepreisung von Dienstleistungen eine Bank Geld verdienen soll? Und das Ausweichen zu Onlinebanken weil es billiger ist tut sein übriges - aber warum ist es billiger oder besser? Ganz einfach die Kunden dieser Brüder bedienen sich ganz selbstverständlich der Automaten der anderen und wollen dafür auch nichts bezahlen. Meine Überzeugung ist, dass das noch ausgeprägter werden muss und wird - andere Chancen ausser Geschäft einzustellen oder zu fusionieren haben insbesondere kleine Banken nicht. Und selbst wenn das viele hier nicht hören wollen - eine Bank ist kein Sozialamt sondern ein Wirtschaftsbetrieb, der Geld verdienen muss um überleben zu können - und wer Leistungen in Anspruch nimmt soll auch dafür bezahlen. Und wenn Du Wert auf eine gut ausgestattete Geschäftsstelle vor Ort legst, dann sollte es Dir die paar Cent auch Wert sein. Du willst ja auch nicht umsonst arbeiten oder? Nix für ungut. Gruss

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Kommentar von bwhoch2
01.03.2016, 09:55

Es geht nicht darum, was ich glaube. Es geht darum, wie die Gesetzeslage ist und offenbar hat diese sich in den letzten Jahren diesbezüglich verändert.

Es geht mich auch nichts an, wie das Geschäftsmodell von Banken noch funktioniert in Zeiten, wo in vielen Bereichen die Zinsen auf nahe 0 gesenkt wurden. Im übrigen halte ich eine Zinsmarge zwischen Spareinlagen, die mit nahe 0 verzinst werden und Dispozinsen von mindestens 8 %, sowie Überziehungszinsen von häufig weit über 10 % immer noch für ganz ordentlich.

Entweder Du bist Marketingmitarbeiter einer VR-Bank oder aber ein Mensch mit einem großen Herz für notleidende Geldinstitute. Als Marketingspezialist Deiner Bank ist es Deine Aufgabe, Eure Kunden davon zu überzeugen, dass ihr nicht weiter ein Unternehmen seid, das mit den Kundeneinlagen und mit den ausgereichten Krediten Geld verdienen müßt, sondern ein Zahlungsdienstleister, dessen fast ausschließliche Aufgabe es ist, den Geldverkehr zu regeln und abzuwickeln, zudem nunmal auch das Aushändigen oder Entgegennehmen von Bargeld gehört. Mein Mitleid hält sich in Grenzen und meine Bereitschaft, mehr zu zahlen als nötig, ebenfalls.

Meine Aufgabe unter den gegebenen Umständen ist es, mit der Bank zu verhandeln, ob sie weiterhin einen Wert auf mich als Kunde legt oder ob ich nun komplett zu einer Bank wechsle, die auch in Zukunft kein Geld für Bareinzahlungen und -abhebungen nimmt. Komischerweise gibt es diese Bank und sie ist keine Online-Bank. Sie betreibt jede Menge Geschäftsstellen und Automaten und ist auch genossenschaftlich organisiert.

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Kommentar von Schmusescholle
01.03.2016, 22:22

wenn man mal bedenkt, dass die dispozinsen vor drei Jahren teilweise noch bei 16% schwebten finde ich die heutigen sich sehr gesenkt.. mal abgesehen davon wird ja niemand dazu gezwungen den dispo auch zu nutzen. für Abhebungen würde ich auch kein Geld zahlen wollen, aber in Akten anderen punkten gebe ich meinem vorredner absolut recht. die meisten Dienstleistungen werden durch die Banken günstiger verkauft als sie sind, das fängt ja schon bei der Kartenbestellung an. die soll jetzt umsonst sein. den Perso gibt es ja auch nicht umsonst, wenn man den verliert. da beschwert sich komischerweise niemand.

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Eine Bank ist ein Dienstleister. 

In Deutschland kann natürlich jeder Dienstleister seine Preise selbst bestimmen. Selbstverständlich ist das erlaubt.

Wem das nicht passt, oder zu teuer ist, kann ja die Bank wechseln

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Nein, das ist verboten. Entweder gratis am GA oder gratis am Schalter.

Urteil: BGH, Az. XI ZR 217/95

Legt Widerspruch ein.

http://www.focus.de/finanzen/banken/tid-14174/bankgebuehren-welche-gebuehren-unzulaessig-sind_aid_396529.html

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Kommentar von webya
29.02.2016, 21:57

Für Buchungsposten dürfen sie Geld verlangen.

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Kommentar von bwhoch2
29.02.2016, 21:58

Danke für die Auskunft. Eben habe ich durch Recherche im Netz auf einer website der Verbraucherzentrale aber was über eine Neuregelung gefunden. Betrifft

§ 675f Zahlungsdienstevertrag

Demzufolge dürften die Banken jetzt Geld dafür nehmen. Für einen juristischen Laien jedoch ziemlich undurchschaubar.

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Welche Genossenschaftsbank will denn Gebühren für den Geldautomaten erheben?

Das Prinzip mit den kostenlosen Griokonten ist ja schon mehr als 50 Jahre her.

Es gibt aber ja immer noch genug Banken, die eine kostenlose Kontoführung anbieten. Wechsel doch dahin. 

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Kommentar von bwhoch2
29.02.2016, 22:11

Unsere hiesige VR-Bank

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