Frage von MaxEich, 292

Unsere Freunde sind plötzlich Zeugen Jehovas geworden - was tun?

Hallo liebes Forum,

wir haben mit unseren Freunden, also unseren Nachbarn, 20 Jahre lang zusammen gelebt, Haus an Haus und Garten an Garten und hatten relativ guten Kontakt miteinander. Ich war mit dem Mädchen sehr gut befreundet und meine Schwestern ebenfalls.

Nun haben wir uns über 10 Jahre nicht mehr gesehen, und jetzt sind sie nach Deutschland gezogen (von Russland). Sie wollen kaum Kontakt mit uns, Treffen usw. ist nicht drin, obwohl sie nur 30 km von uns wohnen.

Ich habe versucht mich mit ihnen zu treffen und bot mehrmals ein Treffen an und dass ich selbst kommen würde. Das wollen Sie nicht, immer Ausreden, seit Wochen und Monaten.

Ich denke, besser ist es, wenn ich sie lassen würde.

Was denkt ihr? Hängt das mit Zeugen Jehovas und deren Glauben zusammen? Das sind vollständig andere Menschen geworden, als wir sie kannten.

Was denkt ihr?

Danke

Max

Antwort
von Mohamedi76, 156

Hallo lieber Max,

ich verstehe nicht genau Deine Intention und die Frage "was man da machen kann", wenn Personen aus freien Stücken eine Religion annehmen, auch wenn es aus Deiner und meiner Sicht die Falsche ist, hast Du nicht das Recht und schon gar nicht die Pflicht dazu, Leute von Deinem eigenen Weltbild zu überzeugen.

Lass sie einfach in Ruhe und ziehe weiter, Du wirst neue Freunde finden, wenn Du nicht damit leben kannst. Persönlich kenne ich viele Zeugen, die sehr nett sind. Nur Diskussionen mit mir vermeiden sie immer, weil sie wissen dass sie keine Chance haben.

Liebe Grüße
Mohamed

Kommentar von kdd1945 ,

....weil sie wissen dass sie keine Chance haben.

Mohamed, Du bist der Größte! (:- ))

Kommentar von Mohamedi76 ,

nö ich hab nur den Swag ;-)

Antwort
von Rosenblad, 136

Real gesehen gibt es keine sozialen Nuancen oder sublimierte "Übergänge" - es gibt nur die "Farben" von schwarz oder weiß- entweder Ihre Familie konvertiert zu den ZJ oder es entsteht eine mentale "Brandmauer" zwischen den Familien die unüberwindbar ist.

Antwort
von Apfelwerfer, 112

Hallo,

ich kann verstehen, dass du darüber verwundert bist, dass sich eure ehemaligen Nachbarn verändert haben. Allerdings solltest du im Sinn behalten, dass eure Nachbarschaft 10 Jahre her ist und ihr damals in Russland wart. Alleine dieser Umstand kann eine veränderte Haltung bewirken. Jetzt sind sie hier nach Deutschland gezogen und wohl entweder noch in Russland oder dann hier in Deutschland Zeugen Jehovas geworden.

Es stimmt schon, dass sich Menschen, die Zeugen Jehovas werden, verändern - mehr oder weniger stark, je nachdem wie ihr Leben bevor sie Zeugen wurden, abgelaufen ist. Sie werden z.B. nicht mehr rauchen oder sich betrinken (Alkohol ist nicht verboten, nur das sich Betrinken). Wer vorher vielleicht unehrlich war, ist es jetzt nicht mehr. Sie lügen nicht, zahlen ehrlich ihre Steuern und bemühen sich - ganz grob gesagt - gute Menschen zu sein.

Ihre Religion spielt für sie eine große Rolle im Leben und sie halten sich eng an die Gebote der Bibel. So feiern sie auch keine unbiblischen Feste, wie Weihnachten, Ostern oder andere religiöse Feiertage. Dem biblischen Gebot entsprechend feiern sie am 14. Nisan das Gedächtnismahl oder auch Abendmahl genannt.

Es ist ihnen allerdings nicht verboten, sich mit Freunden oder Verwandten, die keine Zeugen Jehovas sind, zu treffen oder mit ihnen zu feiern (z.B. Hochzeiten, Hochzeitstage). Das ist eine völlig freigestellte Entscheidung des Einzelnen, was er in dieser Hinsicht tut. So werden Jehovas Zeugen aufgefordert, sich als gute Nachbarn zu erweisen. Aus vielen Berichten aus aller Welt geht hervor, dass sie z.B. bei Katastrophen-Hilfen nicht nur ihren Glaubensbrüdern beistehen, sondern auch anderen helfen.

Ich würde dir vorschlagen, dass du versuchen solltest, deine ehemaligen Nachbarn besser zu verstehen. Gehe auf die offizielle Webseite der Zeugen Jehovas, die du unter jw.org finden kannst. Dort gibt es einen Reiter, der heißt "Über uns". Hier findest du eine Menge Informationen, was Zeugen Jehovas glauben und warum sie wie handeln. Dort kannst du dich völlig anonym bewegen und brauchst auch keine Angst davor zu haben, dass dich daraufhin Zeugen Jehovas besuchen kommen. Sollten Fragen bei dir entstehen, dann frage einfach deine Freunde danach.

Kommentar von EXInkassoMA ,

Stimmt so nicht 

Sie halten sich in erster linie an die Gebote der leitenden Körperschaft in Amerika. 

Kommentar von Apfelwerfer ,

DR

Kommentar von Ente222 ,

EXinkassoMA: was redest du da für Unsinn? Nur die Bibel ist ihre Richtschnur. Beweise bitte, was du da so unverblümt imd sorglos behauptest

Kommentar von stefanbluemchen ,

Ente222, ich kann dir nur zustimmen. 

Kommentar von stefanbluemchen ,

Bitte nicht lügen! 

Antwort
von orashimen, 72

Ich könnte jetzt natürlich alles auf den Glauben der zj schieben. Denn die Führer  ( leitende Körperschaft oder wie sie sich selbst nennen der treue und verständige Sklave) rät, sich seine Freunde im glauben zu suchen. Die Welt (also wir die keine zj sind) möchte den armen zj vom Glauben abbringen. 

Aber es könnte einfach sein, dass durch die Zeit sich die Menschen und Interessen ändern. 

Frag sie doch mal ob sie keinen Kontakt wünschen. 

Kommentar von juste55 ,

hallo,

orashimen,

andere Menschen ändern sich auch.

Jeder Zeuge Jehovas kann entscheiden, wie und mit wem er seine Freizeit verbringt.

Mal eine Frage: wenn du in einen Sportverein eintrittst und dort im sportlichen Bereich etwas erreichen möchtest, investierst du da nicht Zeit und verbringst sie mit den entsprechenden Menschen, die dich weiterbringen?

Und eben so ähnlich ist es mit der Religion auch. Vielleicht hast du jetzt eine etwas andere Sichtweise?

Alles Gute für dich!

Kommentar von orashimen ,

Lieber juste55 

Das ein zj seine Freunde nicht selbst aussucht habe ich nicht geschrieben. (Bitte nochmal lesen) Es wird in den Publikationen und in den Filmen, der Wtg dazu geraten keine Freunde in der "Welt" zu haben bzw. zu suchen (Z.b das Interview vom verlorenen Sohn kehrt zurück) wie war dort die aussage des Schauspielers der den Vater spielte? " auch liebe menschen sind schlechter Umgang wenn sie sich nicht an die bibel halten."

Zu ihrem Beispiel. Totaler Quark wie ich finde. Ein Verein egal welcher Form (bin bei der feuerwehr) würde mich davon abbringen mit anderen, die nicht im Verein sind,  Kontakt oder eine Freundschaft zu beginnen, geschweige eine bestehende Freundschaft abzubrechen. Nur weil ich was "erreichen" möchte heisst es nicht dass ich nur mit Personen die mich "weiter bringen" Kontakt halte. Auch würde mich ein Verein mich nie zu veranlassen oder abraten, mit einen ex Mitglied immernoch Kontakt zu halten.

Hätten sie weiter gelesen wäre Ihnen aufgefallen, dass ich eine zweite Option anspreche. Dass sich durch die Zeit Menschen und Interessen ändern.

Lg

Kommentar von juste55 ,

hi,

orashimen,

ich habe lediglich zu deiner Aussage Stellung genommen.

Außerdem bleibt es jedem Zeugen Jehovas selbst überlassen, mit wem er seine Freizeit verbringt. Es wird lediglich vor SCHLECHTEM Umgang gewarnt und ZU  VIEL Zeit zu verbringen, eben mehr Zeit als mit Glaubensbrüdern. Und das ist - mit meinem Beispiel- verständlich.

Daß du das nicht so empfindest, ist deine Sache.

Alles Gute


Kommentar von juste55 ,

P.S.: Redest du hier immer so mit solchen Ausdrücken "totaler Quark"?

Möchtest du, daß man deine Aussage(n) so bezeichnet?

Kommentar von orashimen ,

Der "Quark" war nicht auf ihr Kommentar, sondern auf Ihr Beispiel bezogen. 

Aber vergleichen wir mal ihr Beispiel mit dem Verein mit der Organisation der zeugen Jehovas:

In keinem Verein wird mir "nahe gelegt" nicht so viel Umgang mit Nichtmitglieder zu haben. Wie sie selber schon schrieben, wird es in der Organisation der ZJ so gehandhabt.

Wenn ein Mitglied, mit oder ohne Verschulden, den Verein verlässt, wird mir auch nicht "geraten", vom Verein, mit diesem kein sozialer Umgang mehr zu haben. Wie sieht es bei der Organisation der ZJ aus? In den Publikationen wird sogar geschrieben, wie man sich vor Ausgeschlossene verhalten soll. Das Buch "Bewahrt euch in Gottes Liebe" z.B auf seite 207-209 kommt eher einer Anleitung gleich, als nur "nahe zu legen". Im übrigen zeigen sie mir ein  VERS im NEUEM TESTAMENT, wo aufzeigt das die ersten Christen dies so getan haben, wie es die Leitende Körperschaft von Zeugen jehovas erwartet. Also z.b "Daher verstieß der Vater seinen Sohn auch im privaten, da dieser nicht mehr Mitglied war." oder so. 

Ich werde auch von keinem Verein "motiviert" weitere Mitglieder zu werben um meine Mitgliedschaft zu behalten, geschweige denn ein höheren Rang zu erhalten. Wie sieht es bei der Organisation aus? Ist es nicht eine Tatsache, dass wenn ZJ nicht predigen sich eine Blutschuld auf sich laden nach Hes. 33:8? Wird kein Berichtzettel abgegeben in denen, unter anderen, die Stunden notiert werden MÜSSEN? Wer es versäumt wird daran erinnert. Und wenn die Stunden zu wenig sind (unter den Durchschnitt der Versammlung) wird mal gerne nachgefragt ob alles in Ordnung ist.

Es tut mir leid, wenn sie sich angegriffen fühlen. es ist auch nicht meine Absicht jemanden zu kränken oder zu beleidigen. Aber schön reden brauche ich es nicht. Besonderst auch weil ich selber in der "Wahreit" erzogen wurde (nicht getauft). 

Sie habe vermutlich meine Antwort: "Aber es könnte einfach sein, dass durch die Zeit sich die Menschen und Interessen ändern." auf den Glauben der Zeugen Jehovas bezogen. Übelegen sie mal warum sie so gedacht haben. Habe ich den Glauben oder nicht eher die Interessen gemeint? Oder besteht die Interessen nur noch den Glauben auszuführen? 

Ihr Kommentar: "andere Menschen ändern sich auch." Sie merken ANDERE Menschen haben sie geschrieben. Ich hingegen habe es allgemein gehalten. (Wer hat eine starre Sichtweise?) 

Ich hoffe dass ich ihnen, trotz meines jungen Altes, eine etwas andere Sichtweise aufzeigen konnte.

LG Orashimen

Kommentar von juste55 ,

hallo,

orashimen,

habe erst jetzt deinen Kommentar gelesen, da ich lange nicht hier war.

Das war meine Vermutung, daß du schon in näherem Kontakt zu den Zeugen standest und auch hier scheint dich das Thema ja irgendwie (doch) nicht los zu lassen.....

Ich weiß, daß Vieles, was in der Literatur der Zeugen J`s steht, für Menschen, die nach den modernen Standards von Gesellschaften leben wollen, überholt und fragwürdig erscheint. Auch kann ich nachvollziehen, daß man, hat man nicht einmal "anders" gelebt, die Werte , die die Bibel vermittelt, erst lernen muß in seinem Leben zu schätzen. Beispiel: Geschichte vom "verlorenen Sohn"......

Allerdings  blieben den Menschen für ihr Zusammenleben bisher die zündenden und wirklich funktionierenden Ideen aus! Das sieht man daran, daß Familien zerbrechen, Kinder u.a. mißbraucht werden, Kriege stattfinden, Natur immer weiter zerstört wird.Im Moment ist der Erreger der Vogelgrippe auf dem Vormarsch. Auf den Menschen fällt das zurück, was er den Tieren angetan hat und antut!

Du führst mein Beispiel noch aus. Ich habe nicht beansprucht, es auf "alles" zu übertragen; lediglich in dem Rahmen, in dem ich es ausgeführt habe!

Das Kontaktverbot ist durch mehrere Bibelstellen begründet. Darauf beziehen sich die Zeugen Jehovas. Es ist nicht ihre eigene "Erfindung"! Du kennst die Bibelstellen sicherlich, denn sie handeln davon, daß derjenige dadurch zur Reue kommen und die Versammlung rein bleiben soll. Dazu muß ich  dir hierdie Bibelstellen  nicht zitieren.

Du weißt doch auch, daß bei den Zeugen Jehovas keine Mitglieder "geworben" werden. Jesus gab den Predigtdienstauftrag und einige andere Personen wie Noah haben ebenso schon gepredigt! Wenn du die Evangelien aufmerksam liest, stellst du fest, daß Jesus ebenfalls ein Prediger der Guten Botschaft war! Es ist also nichts Neues, was sich die Zeugen J`s ausgedacht haben!

Wie man sich letztlich verhält , entscheidet man nach seinem Gewissen. Gott und Jesus möchten Menschen schützen, so wie es ein guter Vater, eine gute Mutter tun. Manchmal geht es gut, wenn man Warnungen in den wind schlägt, manchmal auch nicht. Aber man kann Jehova und Jesus nicht zum Vorwurf machen, sie hätten nicht gewarnt!

Kommentar von orashimen ,

Zu ihrem "ich war schon lange nicht mehr hier". Du sollst kein falsches Zeugnis wider deines nächsten legen. 😉 sie haben schon aktuellere Kommentare von mir vor paar tagen beantwortet.

Dass ich mit dem "Thema" nicht abgeschlossen habe möchte ich Ihnen recht geben. sie sehen mich wahrscheinlich als ein abtrünnigen der mit seinen leben gescheitert ist an. dem ist nicht so. meine Energie verwende ich um aufzuzeigen was gerne vor der Haustüre verschwiegen wird.

Zum Thema Kindesmissbrauch: da würde ich mal an ihre Stelle ganz leise sein. ich sag da nur England und Australien.😉

Zum Thema gemeinschaftsentzug: zeigen sie mir eine Passage im NT dass sich die ersten Christen sich so verhielten wie es in 1. kor 5 und 2. Johannes 1 geschrieben steht. also so wie es zj tun sollen..... auch im privaten keinen Kontakt zu haben. auch in der Familie . 

Antwort
von EXInkassoMA, 94

Liegt möglicherweise nicht am Glauben 

Manchmal entfremdet man sich eben. 10 jahre ist lange. 

Kommentar von Mike8988 ,

Das liegt schon an Glauben überhaubt Zeugen Jehovas!!

Antwort
von stefanbluemchen, 6

Hier kann ich eins nicht verstehen. Deine Freunde sind nach 10 Jahren von Russland nach Deutschland gezogen. Haben sie vorher in Deutschland gelebt? Warum waren sie in Russland? 

Was deine Frage angeht, verstehe ich das Verhalten deiner Freunde nicht. Denn die meisten Zeugen Jehovas würden die Einladung annehmen, fragen wie es euch geht, sagen,  wie es ihnen selbst geht  und über ihren Glauben reden. 

Ich persönlich würde mich nur distanzieren, wenn jemand versuchen würde, mich von meinem Glauben abbringen zu wollen. War das vielleicht der Fall? Ich würde mich auf eine ehrliche Antwort freuen. 

Antwort
von kdd1945, 53

Hallo MaxEich,

Spr 17,17 (HFA) sagt:

Auf einen Freund kannst du dich immer verlassen; wenn es dir schlecht geht, ist er für dich wie ein Bruder.

Und so denken auch Jehovas Zeugen über gute Nachbarn, wie  ihr, Du und Deine Familie, es offensichtlich seid.

Mit dem Glauben hängt es gewiss zusammen, dass eure Nachbarn völlig andere Menschen geworden sind. Es ist eben ein Unterschied zwischen glauben und nach dem Glauben leben (Jak 2,14-20).

Man muss erfahren, was es heißt, ein Christ zu sein:

2Kor 5,17 Gehört jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas Neues hat begonnen.

Ob ihr, Du und die Deinen, den ehemals guten Kontakt wiederbeleben wollt, das entscheidet ihr. Weil Du fragst - ich würde noch ein, zwei Versuche machen. Dreißig Kilometer sind heure keine Entfernung mehr.

Spr 18,24 (NEÜ)...  Ein echter Freund ist treuer als ein Bruder.

Darum: Es  kann sein, dass sich die Mühe lohnt. So viel allgemein zu Jehovas Zeugen und Nachbarn, guten Nachbarn.

Grüße, kdd

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