Frage von Legobaustein, 117

Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit, was tun?

Unsere Auszubildende im Büro lässt sich schon seit mindestens 2 Monaten krank schreiben. Warum wissen wir nicht. Wir haben sie im Fitnessstudio gesehen und auch beim Reiten. Wir können nicht nachvollziehen, warum sie nicht im Büro sitzen kann.

Unsere Zweifel der Arbeitsunfähigkeit wurden durch den MDK nicht bestätigt.

Antwort
von TSanswer, 16

Wenn ein Arzt jemanden AU schreibt, dann ist derjenige AU. Es ist im Übrigen während einer AU durchaus erlaubt, raus oder gar ins Fitnessstudio zu gehen, wenn sich dadurch die der AU zugrunde liegenden Ursachen nicht verschlechtern.  

Antwort
von Schuhu, 74

Wenn auch der MDK den Azubi für arbeitsunfähig hält, dann ist er es. Euer Verdacht ist durch nichts begründet.

Dass auch Menschen, die krankgeschrieben sind, Sport machen dürfen, wenn das ihrer Gesundheit nicht abträglich ist und vielleicht sogar zur Wiederherstellung ihrer Arbietsfähigkeit dient, liegt doch auf der Hand.

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 35

läßt sich schon seit 2 Mon. AU schreiben.

Wenn jemand so lange arbeitsunfähig geschrieben wird, hat das meist auch einen guten Grund.

Unsere Zweifel der AU wurden durch den MDK widerlegt,

Dann ist doch alles klar, die Azubine ist arbeitsunfähig.

,was tun?

Warten bis sie wieder kommt und dann, wenn gewünscht, Hilfe anbieten und leisten.

Das Schlechteste was Ihr tun könnt ist penetrant nachfragen warum sie so lange krank war wenn sie keine Auskunft geben möchte und/oder Vorwürfe.

Viele Krankheiten sind nicht unbedingt physisch bedingt und dann kann man alles brauchen nur keine "dummen" Bemerkungen, Unterstellungen und Vorwürfe. Damit ist niemand geholfen, im Gegenteil.

Zudem gibt es sehr viele Krankheiten bei denen Sport die Heilung fördert.

Gerade junge Menschen die ihre Ausbildung machen sind oft auch noch unsicher und ängstlich. Nehmt Eurer Azubine die Angst, zeigt Verständnis und fördert sie. Durch die lange AU hat sie ja wahrscheinlich Defizite in der Ausbildung. Helft ihr und unterstützt sie. Dass Eure Zweifel an der Richtigkeit der AUB unberechtigt sind, habt Ihr ja schon gehört.

Antwort
von Jewi14, 53

Wenn ich die AU anzweifelt, so hat der AG das Recht, den MDK einzuschalten, war ihr getan habt. Der bestätigt die Aussagen des Arztes und kann eure Zweifel nicht bestätigen. Von daher verstehe ich jetzt nicht, was eurer Problem ist.

Sport machen kann je nach Krankheit auch eine Therapie sein. Es ist ja nicht so, dass ein Krankgeschriebener den ganzen Tag zu Hause im Bett liegen muss.

Antwort
von grubenschmalz, 62

Sie bekommt doch eh Krankengeld? Von daher könnt ihr eh nichts machen.

Nur weil man Sport macht, heißt das nicht, dass man nicht arbeitsunfähig ist. Bei vielen Krankheiten ist Sport sogar förderlich. Bei zwei Monaten AU wird das entweder etwas psychisches sein (dann hilft Sport)  oder etwas physisch langfristigeres, eine Kollegin von mir ist seit 3 Monaten auch weg, weil die eine Hüft-OP hat nach einem Sturz vom Pferd.

Antwort
von Otilie1, 68

dann solltet ihr sie fotographieren und sie mal direkt beim sport drauf ansprechen - am sinnvollsten wäre es ja wenn das der chef machen könnte

Kommentar von grubenschmalz ,

Was ist das für eine asoziale und strafbare Handlungsweise?

Kommentar von Otilie1 ,

oh ich hätte reinschreiben müssen, das ich das eher °°ironisch°° gemeint habe, sorry !

Antwort
von BVBDortmund, 6

Da  könnt Ihr nicht viel mahen

Bei dem MDK solltet Ihr fragen, oB schon 6 Wochen einer  Einzelerkrankung festgestellt wurde, dann zahlt  die krankenkasse das krankengeld

Antwort
von JollySwgm, 46

Was wollt ihr denn machen?

Sie hat sowohl eine korrekte Krankschreibung als auch eine Bestätigung des MDK.

Rein rechtlich könnt ihr da ziemlich nichts dran machen. Wartet einfach ab was sich da entwickelt und gut ist.

Kommentar von Nightstick ,

So einfach ist es im Ausbildungsleben allerdings nicht!

Der Ausbilder hat eine Fürsorgepflicht, die u.a. auch beinhaltet, gemeinsam mit dem Azubi dafür Sorge zu tragen, dass das Ausbildungsziel erreicht wird.

Wenn er innerhalb der nächsten vier Wochen wieder gesundet, würde ich mit ihm ein sogenanntes "Krankenrückkehrergespräch" führen.

Sollte er nach Ablauf von insgesamt drei Monaten immmer noch arbeitsunfähig krank sei, würde ich (ggf. in Absprache mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht) weitere arbeitsrechtliche Maßnahmen ergreifen, wie z.B.

° Einbestellen zu einem Personalgespräch

° Aufforderung, die Ärzte von der Schweigepflicht zu entbinden, usw.

Fazit: Ich würde mir als Ausbilder nicht nachsagen lassen, nichts unternommen zu haben!

Kommentar von JollySwgm ,

DAS hat mit Fürsorge nichts zu tun!

Es liegt hier eine korrekte AU des Arztes vor. Normalerweise werden die nur für max. 2 Wochen ausgestellt. Also muss die Azubi regelmäßig für die Folgebescheinigungen beim Arzt vorstellig werden. Sie ist also unter ärztlicher Aufsicht. Da kann auch ein Ausbilder nicht mehr machen. Zusätzlich wurde ja die Diagnose vom MDK bestätigt.

Wenn es sich aber eher um ein psychisches Problem handelt ist alles was du vorgeschlagen hast absolut kontraproduktiv! 

- wenn es mir seelisch nicht gut geht, wird mich das einbestellen zu einem Personalgespräch mit sehr großer Sicherheit noch mehr aus der Bahn werfen! Damit wird es dann nur noch schlimmer als besser.

- die Aufhebung der Schweigepflicht kann wirklich nur die allerletzte Möglichkeit überhaupt sein. Da könnt ihr die Ärzte soviel bitten wie ihr wollt, das machen die nicht. Das muss wenn überhaupt die Patientin selber machen, was aber wieder bei seelischen Sachen ein Supergau wäre wenn ihr sie dazu "zwingen" wollt. Die andere Möglichkeit wäre die Schweiepflicht per Gericht auszusetzen. Und wegen den paar Wochen wird das kein Gericht machen.

Das einzige was man machen könnte wäre sie mal abends ganz privat anzurufen. Und dort eher freundschaftlich miteinander reden. Da dann NICHT einen auf Ausbilder und Auszubildende machen sonder kameradschaftlich Hilfe anbieten. Vielleicht öffnet sie sich oder sagt was sie hat. Dann weißt du bescheid, oder sie sagt nichts, dann kannst du nichts machen.

Du kannst eben nur Hilfe anbieten.

Und bedenke bitte: es geht hier um Auszubildende also um junge Erwachsene und nicht um Kinder. Die Muss man nicht mehr verhätscheln! Ein wichtiger Bestandteil jeder Ausbildung ist das eigenverantwortliche Handeln!

Kommentar von Nightstick ,

An Deiner Antwort sehe ich, dass Du von Personalwesen leider ziemlich wenig Ahnung hast.

Auf eine Diskussion unserer doch vollkommen unterschiedlichen Standpunkte werde ich mich nicht einlassen.

Guten Tag!

Antwort
von almutweber, 8

das ist seltsam, da kann ich die Zweifel nachvollziehen. Hat die Azubine denn kein Vertrauen zu Ihnen?

Ich könnte mir lediglich eine psychische Erkrankung wie Depressionen vorstellen.....

Antwort
von DerBube01, 29

Ich war auch 4 Monate nach einer Knie Op Krankgeschrieben.

Sollte aber ab der 10. Woche Fahrradfahren um die Muskeln wieder aufzubauen.

Antwort
von Coonz, 39

Der MDK hat euere Zweifel widerlegt? Was also soll jetzt deine Frage sein? 

Sport kann eine genesungsfördernde Sache sein, also wünsche deiner Azubi alles gute und übernehme bis dahin ihre Aufgaben. 

Mehr ist da nicht zu tun... 

LG Coonz

Antwort
von Pucky99, 34

Was spricht denn gegen Sport während der AU?


Antwort
von swissss, 42

du könntest IR anwenden oder DAF fragen und dann SF

Antwort
von blueseenInvest, 32

Um diese Frage zu Beantworten braucht man die Art der Tätigkeit (Körperlich, Geistig und wie Stress belastet) und den Namen der Krankheit, die Diagnostiziert wurde.

Antwort
von Healzlolrofl, 53

Weniger Abkürzungen und ausführlichere Texte bitte? o_O

Kommentar von blueseenInvest ,

 MDK - Medizinischer Dienst der Krankenversicherung

AU - Arbeitsunfähig (geschrieben)

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