Frage von Nele12345678910, 145

Wird unser Hund bald gehen müssen?

Hi! Also unser Labrador Opa ist jetzt 12 Jahre alt. Wir wissen, dass es sehr wahrscheinlich bald soweit ist von ihm Abschied nehmen zu müssen. Gestern und Heute hat er nicht gefressen, außer eine Packung Putenbrustscheiben. Heute hat er dazu nur ein halbes Fressnapf Wasser getrunken. Beim Gassi gehen Heute, wollte er absolut nicht nach Hause und wollte nur in den Wald um dort abgestandenes Wasser aus Pfützen zu schlabbern. Na ja und gestern ist er ein paar mal einfach zur Seite gekippt. Es sah so aus als hätte er sich fallen lassen weil sein Gehirn vergessen hat wie man steht, also wie bei einem Baby, dass noch nicht laufen kann. Gestern Nacht war er auch sehr unruhig. Er ist sehr oft aufgestanden und sich wo anders hingelegt. Heute ist er ab und zu zu einem gekommen und hat sich kraulen lassen, aber die meiste Zeit liegt er im Flur und ruht sich aus. Meine Frage ist eigentlich, will unser Hund uns damit auch irgendwie sagen, dass er nicht mehr kann; nicht mehr will? Und/oder merkt er es, dass er aufgrund seines Alters oder eine Krankheit stirbt?

Und wer jetzt rummeckert, dass wir nicht zum Tierarzt gehen: Wir sind seid Wochen mit dem TA beschäftigt, da er eine Schilddrüsenunterfunktion hat, die jetzt mit Tabletten behandelt wird. Einen Tumor, welcher noch NICHT gestreut hat, hat er auch. Ansonsten sind alle Werte super bei ihm.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DonCredo, 109

Hallo Nele! So schwer wie das ist, es ist richtig, dass Du Dir diese Gedanken machst. Unsere Bonnie war 17 Jahre als es soweit war und wir konnten es an ihrem Verhalten und auch daran, wie sie uns angesehen hat erkennen. Leider hat sie uns nicht den "Gefallen" getan, von selbst zu gehen. Wir hatten aber im Vorfeld schon mit dem TA vereinbart, dass er im Fall des Falles zu uns nach Hause kommt. Und so haben wir es dann auch gemacht. Sie ist auf ihrem Bettchen in unseren Armen eingeschlafen. War wirklich ein schwerer Moment aber ich würde es wieder so machen. Bis dahin versuche ihn nicht mit traurigen Augen anzusehen und zu trösten, gehe "so normal" wie immer mit ihm um. Es gibt auch jetzt noch sehr schöne und intensive Moment - nimm Dir und ihm diese nicht weg, indem Du jetzt schon trauerst. es ist leider der Lauf des Lebens, dass unsere Schätze nicht unser ganzes Leben mit uns verbringen können und von daher freue Dich noch über alles was noch kommt - und wenn es dann soweit ist, dann schicke ihn mit Liebe und dem Wissen, das Beste für ihn getan zu haben, auf seine Reise. Natürlich wird er fehlen - sehr - aber irgendwann kommt dann wieder eine Fellnase, wenn Du dafür bereit bist. Bei uns ist jetzt nach zwei Jahren gerade dieses Wochenende ein neuer Wuffi angekommen und natürlich ist Bonnie noch im Herzen, aber wenn es passt und man es zulassen kann, dann wird es mit dem neuen Kamerad zwar anders aber genau so schön - und das ist gut so. Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit und alles Gute für Dich und den Hund. gruss don

Kommentar von Nele12345678910 ,

Nochmal vielen Dank für die lieben Worte. Am 6.11.15 um 10:30 ist unser Liebling friedlich und schmerzlos eingeschlafen... <3

Kommentar von DonCredo ,

Hey, das tut mir sehr leid für Dich, war aber aus Deinem Text heraus zulesen, dass es nicht mehr so lange dauern wird. Er hat sich selbst entschieden und Dir diese wirklich schwere Entscheidung abgenommen, vielleicht sein letzter Liebesbeweis für Dich .... - vielleicht medizinisch betrachtet Quatsch aber so sehe ich das. Wie auch immer, gute Reise kleiner/grosser Freund. Dir wünsche ich viel Kraft für die nächste Zeit und nimm Dir die Zeit das zu verarbeiten. Du kennst bestimmt das Gedicht von der Regenbogenbrücke - ich finde eine sehr schöne Vorstellung. Alles Liebe und Gruss Don

Antwort
von Hamburger02, 93

Ähnliche Symptome hatte ich bei einer Hündin, bevor sie ging. Wenn der Tod bevorsteht, dann kann man das auch am Blick erkennen. So etwa 1 - 2 Tage vorher fing sie an zu "himmeln", sie hatte einen etwas abwesenden Blick. Das ist übrigens auch bei sterbenden Menschen zu beobachten.

Da sollte man den Hund nicht mehr alleine lassen und z.B. auch neben ihm schlafen, um ihm so seinen letzten Weg zu erleichtern.

Antwort
von sponti68, 145

Ja, Hunde merken sehr viel mehr als wir auch nur zu kleinen Teilen in der Lage sind zu verstehen.
Hunde empfinden Freude und Trauer.
Hunde leiden mit, wenn es uns Menschen schlecht geht.

Wenn es mein Hund wäre, ich würde ihn in mein Bett legen und ich mich mit dazu.
Um dem Hund so zu sagen, ich bin für dich da, es ist gut, du darfst gehen.

Antwort
von Handwerkbursche, 127

Will unser Hund uns damit auch irgendwie sagen, dass er nicht mehr kann; nicht mehr will? Und/oder merkt er es, dass er aufgrund seines Alters oder eine Krankheit stirbt?

Ja, genauso ist es. Das ist nicht nur bei Menschen, sondern auch bei deren treuesten Freunden (den Hunden) so.

Tut für euren Labrador bitte alles, was ihr noch für ihn tun könnt. Aber lasst ihn bitte auch gehen, wenn er gehen möchte. Das wird furchtbar schwer für euch sein. Ich weiß das, weil ich mit einer Schäferhündin aufgewachsen bin, die von uns ging, als sie 13 war. Für sie war der Tod eine Erlösung. Und in unseren Herzen lebt sie noch heute.

Kommentar von Nele12345678910 ,

Klar, ich möchte mich bemühen ihm die restliche Zeit so angenehm wie möglich zu machen. In meinem Herzen tut es jetzt schon weh, aber in meinem Kopf habe ich es irgendwie schon akzeptiert. Es ist wirklich schwer einen Hund gehen zu lassen mit dem man mehr als die Hälfte seines Lebens verbracht zu haben...

Kommentar von Handwerkbursche ,

Ja, das stimmt. Bei mir war es sogar mehr als die Hälfte meines Lebens. Das steckt man nicht einfach so weg und geht zur Tagesordnung über. Geholfen hat mir der Gedanke: Unsere Daria hatte ein langes & schönes Leben. Was danach noch gekommen wäre, wäre immer qualvolleres Leid gewesen - und genau das ist ihr erspart geblieben. Und wie gesagt: Die guten Erinnerungen bleiben lebendig, jetzt und immer.

Kommentar von Nele12345678910 ,

Das ist wahr. Danke für deine Antwort.:)

Kommentar von Handwerkbursche ,

Sehr gern geschehen. Und alles Gute für dich & für deinen Labrador.

Antwort
von xttenere, 102

mein alter Rambo ( ein Do Khyi Mix...knapp 15 ) hatte diese Symtome vor 5 Monaten auch. Ich rief dann meinen Tierarzt an, und dieser machte auf seiner Rund einen Abstecher zu mir. ( solange keine Operation anliegt, macht er Hausbesuche ) Rambo kriegte eine Kortisonspritze und 2 Tabletten, und sein Zustand besserte sich sehr schnell. Zur Zeit geht es ihm gut, er ist einfach schwach auf den Beinen, und verliert auch schnell mal den Halt. Solange er so und schmerzfrei bleibt, ist das o.k für mich. Ich werde ihn aber niemals leiden lassen, und um jeden Preis am Leben erhalten wollen.

Kommentar von xttenere ,

es könnte sein, das Dein Hund Hilfe bei Dir sucht, dass im irgendwas weh tut.

Es gibt Hunde, welche sich *verabschieden*. Mein Schäfer hatte dies gemacht. Er hatte uns alle begrüsst am morgen...kippte dann um und war tot. Andere Hunde wiederum sterben nachts, wenn`s ganz ruhig ist im Haus....

Es tut mir leid, aber ich kann Dir wirklich nicht weiterhelfen

Antwort
von Materianer, 115

Mein herzliches beileid,

mein arbeitskollege hat auch nen hund der am liebsten teichwasser trinktmanchmal isser ganz unruhig sitzt vor der tür, dann lässt er ihn raus und er rennt zum teich und trinkt.

Kommentar von eggenberg1 ,

beileid ????  der hund LEBT  NOCH!!!!

Antwort
von FrauStressfrei, 100

Ich hatte auch schon zwei Hundeopis und mit beiden hatte ich den Luxus, dass sie von alleine gehen könnten. Du kannst deinen Opi jetzt alles erlauben, was du möchtest. Ob er nun ungesundes Essen oder trinken will, egal! Gib ihn alle Liebe die du geben kannst und sei für ihn da! Sollte er von alleine Einschlafen, ist es wichtig, dass du trotzdem den Tierarzt noch kommen lässt. Manchmal schlägt das Herz noch ( und das über Stunden) obwohl man denkt, der Hund ist schon über die Regenbogenbrücke. Nicht auszudenken, ihn in diesen Zustand schon zu beerdigen. Deshalb immer den Doc alles überprüfen lassen. Ich habe beide Hunde, obwohl sie offensichtlich schon Tod waren, noch einschläfern lassen.

Kommentar von xttenere ,

wen ein Tier gestorben ist, wird es innert ca 1 Stunde steif, und da braucht`s keinen Tierarzt mehr, um den Tod zu bescheinigen.

Wenn eines meiner Tiere gestorben ist, hatte ich immer ein Fenster geöffnet, damit seine *Seele* davonfliegen konnte. Und wenn er dann ganz steif war, bin ich mit ihm  Kleintier - Krematorium gefahren, um ihn einäschern zu lassen.

Kommentar von FrauStressfrei ,

Das mit der Seele ist total egal , aber wer sowas glaubt: bitte! Für einen Normalbürger ist es nicht ganz leicht zu erkennen, ob der Hund wirklich tot ist. Selbst ein Tierarzt muss lange horchen, ob da vielleicht ein minimaler Herzschlag ist. Und genau dann setzt nämlich die Leichenstarre definitiv nicht ein! Dann dauert es Stunden! Und das möchte ich meinen Hund nicht zumuten!

Kommentar von xttenere ,

verstehe ich Dich richtig, dass Du das sanfte Einschlafen...vorausgesetzt, das Tier ist schmerzfrei... beschleunigen möchtest, indem der Tierarzt in diesem Fall nachhilft ?

Kommentar von eggenberg1 ,

na  dann bleibt  das tier  eben so lange liegen , bis es  steif ist-- habe ich bei allen meine katzen  genau  soooo  gemacht --auch aus  sicherheitsgründen --- kopfschüttel

Kommentar von FrauStressfrei ,

Naja, ich würde jeden Falls immer den Tierarzt kontrollieren lassen, ob das Tier wirklich tot ist und nicht nur der Hirntod eingesetzt hat. Es dauert ja auch, bis der Tierarzt kommt und qualen soll mein Tier nicht erleben!

Kommentar von xttenere ,

Du kannst mir glauben, wenn die Leichenstarre eingesetzt hat, IST DAS TIER TOT !....nicht nur Hirntot

Kommentar von FrauStressfrei ,

Dann ja!

Kommentar von FrauStressfrei ,

Die Frage ist: macht es Sinn so lange zu warten um zu probieren, ob das Herz aufhört zu schlagen? Ich persönlich würde es nicht machen, du schon. Ok. Jedem seine Meinung. Mir sind es die Ca 200 Euro wert, den Hund einen schnellen Tod zu bereiten und nicht eine, oder womöglich zwei oder vier Stunden zu warten, ob die Leichenstarre einsetzt. In dem Moment, wo der Hund beschließt zu gehen bin ich bei ihm und wenn ich das Gefühl hab, er ist gegangen, rufe ich den Tierarzt um zu überprüfen ob es stimmt. Muss ja nicht jeder machen!

Kommentar von xttenere ,

Ich war bei jedem meiner Tiere dabei, als sie starben. Aber ich habe nie den Tierarzt gerufen, um diesen Prozess zu beschleunigen, ausser man musste es einschläfern, weil es krank war. Ich werde mich in nächster Zeit wieder mit diesem Thema beschäftigen müssen, wenn mein alter Rambo den Weg über die Regenbogenbrücke gehen will. Wenn er einfach gehen will, ohne krank zu werden, dann werde ich bei ihm sein und ihn gehen lassen....aber ganz sicher nicht den TA rufen, damit sich mein Hund nochmals aufregen muss, ubd schlussendlich durch eine Spritze erlöst werden muss !!!

Antwort
von eggenberg1, 77

diese bewegungsschwierigkeiten können durchaus mit  dem schilddrüsenmedikament  zusammenhängen -- sprecht unbedingt  den tierrzt auf dieses sympotme an  ,viel. muß  die dosis verändert werden --  die einstelung  dauert manchmal  längere zeit.

ansonsten  ist  er  eben ein alter hund  mit 12 jahren -- aber  er frißt  doch noch -- auch wenn er  weniger apetit hat-- kann auch von den medis kommen -- ist auch nicht schlimm, denn er bewegt  sich  doch auch weniger.  

nun laßt mal nicht  den kopf hängen-- hauptsache  er hat keine schmerzen  - geht halt  öfter  kurze strecken mit ihm raus  und genießt jeden tag-- ÄNDERN  am  tod  eines  lebewesen kann man ja eh nichts -- wenn er kommt, dann kommt er . aber wie  ein tier  stirbt oder  sterben muß , dass kann man beeinflussen-- aber aus  den genannten gründen  würde ich  eine einschläferung noch nicht in betracht  ziehen- wenn er garnicht mehr  aufstehen WILL , garnicht mehr  fressen WILL,  dann ist  es sicherlich  zeit  --aber  dann muß man ihn auch nicht einschläfern- wenn er keine  schmerzen hat , kann man das tier  von allein gehen lassen  ,so wie  es  unser schöpfer vorgesehen hat. das  sind dann evtl  einige schwere tage,  aber  auch die kann man  dem  tier  sicherlich  noch erleichtern,  indem man auschließlich  für  das tier da ist-- das ist  der allerletzte  dienst , den man fürs tier   machen kann ,und  das steht ihm zu  -für alle  die liebe und treue , die es uns gegeben hat.

genießt  jede minute  und laßt  euch ganz in ruhe aufs abschiednehmen  ein  -ohne groß einzugreifen .

Kommentar von Nele12345678910 ,

Danke nochmal für die Antwort. Wir haben die letzten Tage sehr genossen, doch gestern mussten wir ihn erlösen und er ist friedlich eingeschlafen.

Kommentar von eggenberg1 ,

er geht  den weg , den wir alle mal gehen müssen -- ich wünsche ihm  eine  gute  reise  über  die Regenbogenbrücke .und dir  mein herzliche  beileid.

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