Frage von dilanfcbbb, 196

Unser Hund ist vor zwei Tagen gestorben ich komme nicht klar?

Unser Hund ist vor 2 Tagen so plötzlich gestorben... Er hatte was falsches gegessen und dadurch einen extrem aufgeblähten Magen bekommen, dadurch ist sein Magen angedreht und hat seine Milz gerissen. Als wir beim Tierarzt waren, hab ich mich immer neben ihn gelegt, ihn geküsst und gestreichelt. Jedes mal wenn er vor Schmerz gejault hat, fühlte es sich in mir an, als würde etwas zereissen. Ich kann es nicht beschreiben, sein Gesicht, seine Blicke verschwinden nicht vor meinen Augen. Am Ende der Notoperation, kam ich rein und er lag einfach tot auf diesem Operationstisch. Mein Bruder und ich sind zu ihm gegangen und haben ihn umarmt und mindestens 100 mal geküsst. Wir haben wie kleine Kinder geheult. Ich hab als aller letztes sein Gesicht in meine Hände genommen, ihn angeschaut und sein Auge etwas aufgemacht um ein letztes mal zu sehen, wie er mit offenen Augen aussah.. Aber er hat einfach nicht mehr gelebt. Ich komme nicht klar, er war gerade mal 1,5 Jahre, was soll ich machen? Ich kann immer noch nicht richtig realisieren, das er nicht mehr lebt. Ich werde alles an ihm vermissen, sogar die tapsigen Geräusche wenn er durch die Wohnung gelaufen ist. Ich kann nachts nicht schlafen, ich muss die ganze Zeit weinen, wie soll ich damit klarkommen? Dieser Anblick wie er da so leblos lag verschwindet nicht :'(

Antwort
von michi57319, 39

Das alles holt meine Geschichte wieder hoch, die auch nicht allzu tief vergraben ist, obwohl es jetzt über ein Jahr her ist.

Es tut so unglaublich weh, ich weiß es. Es fühlt sich an, als ob man nicht mehr weiterleben könnte. Alles Leben fühlt sich dumpf an, wie durch Watte.

Es dauert lange, bis das körperlich gefühlte Grauen nachlässt. Bei mir hat es fast ein ganzes Jahr gedauert. Tränen laufen auch heute noch. Nicht mehr ständig, weil irgendwann auch andere Gedanken, außer dem Tod des geliebten Tieres, "dazwischen kamen".

Anfangs hat die Trauer einen vollständig gefangen. Alles Denken, alles Fühlen, alles Sein hängt an der Erfahrung des Todes.

Ich kann dir leicht hoffnungsvoll berichten, daß es nachläßt. Langsam, aber beständig. Irgendwann erreichen wir alle den Punkt, an dem wir mit einem Lächeln und absolut reinen Herzens über unsere verstorbenen Liebsten reden können. Da macht es absolut keinen Unterschied, ob es Mensch, oder Tier war.

Ich drück dich in Gedanken ganz fest und bin bei dir und allen anderen aus deiner Familie, die jetzt trauern.

Trauert gemeinsam und redet darüber, wie ihr euch fühlt und was euch besonders berührt. Das hilft euch sehr, wenn ihr das schafft.

Traurige Grüße an dich und euch.

Kommentar von dilanfcbbb ,

Vielen lieben Dank...

Antwort
von Honeybeee99, 72

Unsere Lieblinge bringen uns viel bei, leider auch den Tod. Niemand kann dir diese Trauer abnehmen oder erleichtern, das ist ganz normal. Ich möchte dir noch einen Spruch mitgeben:

Die, die geliebt werden, können nicht sterben, denn Liebe bedeutet Unsterblichkeit.

Antwort
von DonCredo, 54

Hi! Mein Beileid ... ich kann Dich absolut verstehen und nichts was man hier schreibt kann Dir den Schmerz und den Verlust nehmen - leider. Trotzdem möchte ich Dir sagen, dass es manchmal einfach und beim allerbesten Willen nicht in unserer Macht liegt, so etwas zu verhindern. Wenn es so sein soll, wird es so kommen. Du hast alles versucht was geht und warst in seiner Nähe - das hat er gemerkt und Du solltest Dir da keine Vorwürfe machen. Denke an ihn, schaue Fotos an, gehe Wege, die ihr zusammen gegangen seid und begleite ihn mit guten Wünschen auf seine Reise - und versuche mit guten und nicht mit traurigen Gedanken bei ihm zu sein - er muss nicht mehr leiden. Ich selbst sehe es so, dass jeder Hund eine Aufgabe ist und es ein Privileg ist, sich um ein Tier kümmern zu dürfen. Wie lange, ob einfach oder mit vielen Schwierigkeiten verbunden weiss man nicht wenn man die Aufgabe annimmt. Aber das Tier dankt es einem mit seiner Liebe und Treue wenn man es gut macht und der letzte und auch schwerste Schritt bei der Aufgabe ist es, auch für ihn da zu sein, wenn er gehen muss. Und bei Dir bin ich sicher, dass Du es gut gemacht hast. Von daher nimm Dir die Zeit für die Trauer - wie, das macht jeder anders, mache es so und so lange, wie es für Dich richtig ist aber mache Dir keine Vorwürfe. Und wenn es so sein soll, wirst Du bestimmt wieder mal einen Hund bei Dir aufnehmen. Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit und alles Gute, wird schon wieder. Gruss Don

Antwort
von petfriend, 38

Hallo 

Diese Zeit habe ich auch schon durchgemacht. Erinnere dich an die schönen zeiten und sei froh dass er nich zu lange leiden musste. Mach dir ein Plätzchen mit einem Kreuz und einem bild von ihm. Weine dich dort alleine oder bei Familie/Freunden aus, das tut gut. Du weißt er lebt immer in deinem Herzen weiter und du wirst ihn nie vergessen. Du musst einfach versuchen, damit klar zu kommen, ich weiß es ist nicht leicht, ich habe damals auch bis mitten in die Nacht vor meinem Hund seinen Grab gesessen und geweint ich weinte noch tage, wochen, monate, sogar jetzt nach 2 Jahren noch. Unserer war älter als ich das war so schlimm, ich hoffe du hast jemande, dem du alles erzählen kannst,ich hatte damals niemanden, dann begann ich mit einem Tagebuch, einfach alle sorgen rein schreiben. Sei immer froh, du standest ihm bis zum Ende bei, das bedeute viel.

Ich hoffe ich konnte dir Helfen

Ich eünsch dir noch viel Kraft für die nächste Zeit, du schaffst das 


Antwort
von Rosalielife, 70

So traurig, wenn ein geliebtes Tier plötzlich sterben muss. Immer noch hört man seine Schritte und sieht ihn laufen, spielen und dreht sich um, als müsse er noch immer da sein, weil die Wirklichkeit so schrecklich schwer anzunehmen ist.

du hattest deinen Hund lieb und hast alles für ihn getan. du konntest es nicht aufhalten. Nun musst du trauern, bilder anschauen, drüber sprechen und allmählich wirst du dich an die Leere gewöhnen, die weniger wird, je mehr Tage ins Land gehen.

Nimm abschied, lass dich trösten, weine, wenn dir danach ist.

Wenn du an einen neuen Freund denkst, schaff dir nicht zu schnell wieder einen an. Es wäre dem Tier gegenüber unfair, wenn du es vergleichst und das geschieht, wenn man nicht richtig mit dem Verlust abgeschlossen hat.

Gib all seine Sachen weg oder lagere sie im Keller ein.

Geh nochmal an seine Lieblingsplätze und mach einen spaziergang ohne ihn, tue, wonach dir ist und wenn es andere nicht verstehen, kann es für dich genau richtig sein.

Antwort
von toneRing, 87

Da kann ich dich verstehen. Mir ging es nicht anders als meine Katze verstarb. Das ist normal
Zu jedem Leben gehört auch der Tod so schmerzlich das auch ist
Was wir lieben müssen wir irgendwann mal los lassen. Wenn die Zeit gekommen ist

Ich kann mit fühlen und dein Text zerreißt mir selbst das Herz. Aber er ist jetzt über die Regenbogen Brücke gegangen und hat es gut. Er schaut euch zu und ist dankbar dass ihr für ihn da wart. Glaube mir. Es wird alles gut

Lass dir Zeit beim trauern. Er ist bei dir.

Kommentar von dilanfcbbb ,

Vielen dank für die lieben Worte...:(

Antwort
von brandon, 31

Erlaube Dir traurig zu sein und zu weinen.

Auch wenn Du es Dir jetzt nicht vorstellen kannst, der Schmerz wird mit der Zeit weniger werden.

Wenn Du Freunde hast dann erzähle ihnen etwas über Deinen Hund, erzähle was er mochte und was nicht oder wie er Dich mal zum lachen gebracht hat.

Was hat er am liebsten gespielt und was war sein Lieblingsessen?

 Erzähle über Deine erste Begegnung mit ihm und über alle schöne Stunden die Du mit ihm erlebt hast.

Du kannst es auch auch aufschreiben wenn Du magst.

LG

Antwort
von stey1954, 25

@dilanfcbbb, 

ich kann nicht weder mit Dir noch mit jemand anderem darüber reden, bin dann tagelang komplett neben der Spur, heule pausenlos und laufe, wie ein Zombie herum - da ich ganz alleine mit meiner Pippa auf dieser Welt bin und tagtäglich 2-3 mal an den Tod denke und mich frage, wer von uns beiden, wird das Glück haben, als erster Abschied zu nehmen: ich 62J. oder meine Pippa 8J 10M. 

Ich hoffe nur, daß ich es sein werde!

Ich fand hier, wie eine andere Kultur dem Tod begegnet und fand es wirklich gut.

Bitte, schreib Briefe an Deinen Hund, sag ihm jetzt alles. Jetzt versteht er auch alles und hütet Dich.

https://www.gutefrage.net/frage/hund-verloren---wann-geht-es-einem-besser

https://www.gutefrage.net/frage/wie-kann-ich-endlich-verarbeitendass-mein-hund-g...

Ich wünsche Dir viel, viel Kraft!! 

Jetzt brauche ich die ganze Nacht, um mich wieder zu beruhigen. Erst gegen 07:30h kann ich einschlafen.

Weine, wenn es geht, weine! 

                                                        ⏪🔴⚫🔴⏩

Liebe Grüße von uns beiden  <(●_●)>  Pippa & Rozina

Antwort
von crazyking23, 39

Erstmal mein Beileid an dich und deine Familie. Beim Lesen deines Textes war ich schon ziemlich traurig! Das trauern ist normal und vergeht irgendwann. Ich wünsche dir viel Kraft und alles gute.

Antwort
von loema, 56

Du trauerst. Das ist normal. Es ist schmerzhaft.
Klarkommen geht es später wieder. Jetzt noch nicht.

Antwort
von ollikanns, 64

Herzliches Beileid. Ich würde genau so reagieren, wenn mein Dicker stirbt. Du wirst noch eine ganze Zeitlang traurig sein. Irgendwann wird es weniger.

Antwort
von jessica268, 61

Mein Beileid. Mit der Zeit wird es einfacher. Denk dran, er wurde liebevoll verabschiedet und  das hat er bestimmt gemerkt. Es ist sehr traurig und ich kann es auch verstehen, weil ich selber Tiere habe.

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