Frage von AnonyJS, 106

Unser Hund hat nach einer Narkose ähnliche "epileptische" Änfälle?

Unser Hund wurde operiert wegen Beinbruch und ohne Eingriff könnte sie sonst nie wieder laufen. Meine Eltern sagen diese epileptischen Anfälle sind Nebenwirkungen von der Narkose. Sie soll wohl sozusagen einen Drogenrausch haben, also sie halluziniert, empfindet aber keine Schmerzen. Sie hat auch Schmerzmittel bekommen. Am Anfang hat man an ihren Augen gesehen das sie vollkommen weg war, jetzt fixiert sie einem immerhin wieder. Außerdem konnte ich etwas interessantes beobachten, sobald wahrscheinlich bekannte Geräusche wahrgenommen wurden (z.B Tür auf oder zu), dann wurde sie ruhiger.

Zu den "epileptischen" Anfällen: Sie jault eben die ganze Zeit und hat am ganzen Körper Zuckungen.

Kann mir jemand mehr darüber erzählen, im Internet konnte ich dazu nichts finden.

Jetzt tierärztlichen Rat holen
Anzeige

Schnelle und persönliche Hilfe für Ihren Hund. Kompetent und vertraulich.

Experten fragen

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 40

Durchaus können von "schlechter" Narkose solche Nebenwirkungen entstehen.

Eine Epilepsie ist wie ein Feuerwerk im Gehirn - alle Nervenzellen reagieren wie bei einem Blitzlichtgewitter wild durcheinander. Daher werden muskelkontrahierende und muskelrelaxierende Informationen durch den Körper geschickt und dieses Muskelzittern oder -zucken entsteht.

Menschen die an Epilepsie leiden wissen meist hinter her nicht mehr, das sie einen Anfall hatten. Bei jedem epileptischen Anfall gehen auch Nervenzellen zu grunde.

Es gibt sehr gute Heilpraktische Mittel die recht gut wirken um einem Anfall vorzubeugen - sind aber nicht immer zu 100 %, allerdings Nebenwirkungsfrei. Richtige Antikonvulsiva (Medikament gegen Epi) haben schwere Nebenwirkungen und sind wirklich nur indiziert, wenn man mehr als 2 Anfälle pro Tag hat.

Der Dackel meiner Eltern hat Epilepsie - meist erbricht er sich erst, dann zuckt er für ca. 1 bis 2 Minuten und dann wenn schleckt er sich das Maul und schmatzt. Dann weis man das der Anfall selbst vorbei ist. Dann steht er auf und geht weiter - fast als sei nichts gewesen. Mit ein paar pflanzlichen Mitteln ist er so gut eingestellt, das die letzten beiden Epileptischen Anfälle fast 1 Jahr auseinander lagen.

Ich würde noch mal mit dem TA reden und fragen was und wie man vorbeugen kann. Weil reparieren kann man das so gut wie nie mehr.

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 46

Ich würde mal als aller erstes den Tierarzt fragen, was es damit Auf sich hat.

Das ein Hund derart komische Anzeichen hat nach der Narkose finde ich sehr bedenklich.

Normal ist das nicht, meiner wurde 2x in Narkose gelegt, 1x wegen Röntgen und noch 1x weil etwas genäht werden musste.

Klar er war an dem Tag neben der Spur und noch betuddelt nach der Narkose , das hat sich aber am Abend gelegt. Wo die schon viele Stunden her war, und dann ist er ganz normal rum gesprungen.

***epileptischen Anfälle sind Nebenwirkungen von der Narkose.***

Das sind einfach wilde Vermutungen und Spekulationen von deinen Eltern. Und ich vermute die sind keine geschulten Tierärzte. Ruft am besten morgen früh und fragt nach.
Ein Anruf oder nachfragen bei bedenken, kostet kein Geld. Entweder ihr müsst vorstellig werden oder nicht.

Eins kann ich dir versichern , normal ist das nicht.

Alles gute deinem Hund 🍀🍀🍀

Kommentar von friesennarr ,

Die Eltern haben aber durchaus recht -es kommt sehr häufig vor, das nach einer op. epilepsieähnliche Anfälle auftreten können (die gehen wieder weg) und je nach Narkosemittel gehört die Epilepsieauslösung (Körper der schon pärdisponiert ist) mit zu den Gefahren (das bleibt dann).

Immerhin wirkt das muskellahmlegende Mittel genau da wo der Muskelreiz stattfindet - im Gehirn.

Antwort
von MissDeathMetal, 53

Vermutlich hat der Hund Valium bekommen gegen die Schmerzen. Davon halluzinieren die immer ein wenig. Unser Hund winselt oder jault dann, hat die augen halb offen und strampelt ein wenig. Die sind halt auf Entzug ;) Nach ca 2 Stunden ist das aber i.d.R. komplett vorbei. Und abhängig werden sie auch nicht ;) Schade, dass euch der Ta das nicht zuvor gesagt hat. Man sorgt sich dann ja doch immer. Aber ich kann dich beruhigen, das sind keine epileptischen Anfälle sondern der Entzug vom Valium :) 

Kommentar von AnonyJS ,

Meine Eltern sagten das könnte noch bis zu 3 Tage dauern.

Kommentar von friesennarr ,

Du kannst sie beruhigen - das das kein epileptischer Anfall ist, bist du dabei gewesen?

Kommentar von MissDeathMetal ,

wenn das noch 3 Tage dauert wart ihr hoffentlich schon mehrmals beim Tierarzt... 

Ich war nicht dabei, klar. Es könnte ein epi gewesen sein. Es könnte aber auch einfach sein, dass der Hund aufgrund der schmerzhaften OP und der schmerzhaften Verletzung Valium bekommen hat, was bei Hunden üblich ist. Darauf hin halluzinieren die. Das passiert bei jedem Hund, der auf Valium ist, sehe das ca alle 2-3 Wochen. Epileptische Anfälle nach der OP sind bei Hunden nicht so häufig, kommt i.d.R. von der Narkose. 

Kommentar von friesennarr ,

Das weis ich, das es aus der Narkose kommen kann, und auch eine Mangeldurchblutung im Hirn - eben durch die Narkose - auch kann sich durch Narkosen bei epigefährdeten Hunde die Epilepsie erst Manifestieren.

Einzig deine Aussage


Aber ich kann dich beruhigen, das sind keine epileptischen Anfälle sondern der Entzug vom Valium :)

kann man so nicht stehen lassen.

Kann sein - kann aber auch was ganz anders sein. z.B. Krampfanfälle ganz anderer Natur.

Antwort
von brandon, 61

Schau mal hier gibt es eine Erklärung dafür.

http://www.birgit-drescher.de/pdf/narkose-info.pdf

Ich hoffe das hilft Dir weiter.

LG

Kommentar von AnonyJS ,

Ja dieses Jaulen scheint es zu sein, scheint dann aber sehr schwer zu sein.

Kommentar von brandon ,

Wahrscheinlich ist das von Hund zu Hund verschieden. Meine Hunde z. B. haben nach einer Narkose nie gejault.

Aber jetzt weißt Du wenigstens das Du Dich nicht sorgen mußt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community