Frage von Pxaxtxrxixcxk, 108

Unschuldig im Gefängis?

Hallo,

ja ich weiß, das es nicht oft vor kommt aber dennoch kommt es vor. Wie kann es sein, das man unschuldigt verurteilt wurde oder sogar noch ins Gefängnis kommt ?

Da bringen ja auch die paar euro danach nix die man bekommt, falls sich herauststellen sollte, das man wohl doch unschuldigt gewesen war.

Auf der einen seite werden schuldige Freigesprochen (kommt ja auch vor) und unschuldigte Verurteilt

Antwort
von Artus01, 15

Es fängt nicht selten mit Beginn der Ermittlungen an. Auf einen Tatverdächtigen passen alle Merkmale der Tat. Da kann es passieren das die Ermittler nur noch in eine bestimmte Richtung recherchieren. Das sollte es zwar nicht geben, kommt aber leider vor. Der weitere Weg ist dann meist vorbestimmt. Alles was dann kommt wird so bewertet wird das es in diese Richtung paßt.

Das Gericht bekommt das Ganze dann später entsprechend serviert. Der Weg zum Fehlurteil ist gebahnt.

Sicher dürfen die Ermittlungen nicht nur in eine Richtung geführt werden und die Ermittler sind verpflichtet auch enlastendes Material zu berücksichtigen.

Sowas kommt auch nur selten vor, passiert aber, auch wenn es in der Regel vehement abgestritten wird.

Antwort
von Panazee, 27

Wie sieht denn deine Alternative zu dem momentanen System aus?

Es wird immer Fehler geben. Manchmal ist es halt so blöd gelaufen, dass alles so aussieht, als ob jemand etwas getan hat. Bei gravierenden Straftaten sitzt da ja auch nicht nur ein Richter alleine da, sondern mehrere und/oder noch Schöffen, eben damit das nicht einer alleine entscheiden muss. Irren ist aber trotzdem menschlich.

Bei uns kommt das aber nicht allzu häufig vor, weil es in unserer Rechtsprechung den Grundsatz gibt "Im Zweifel für den Angeklagten". Wenn also berechtigte Zweifel an der Schuld bestehen wird man frei gesprochen, auch wenn vieles darauf hindeutet, dass man schuldig ist.

Damit es garantiert immer ohne Fehlurteile abläuft müsste jeder Mensch eine Kamera mit Mikrophon implantiert bekommen, die 24h am Tag fälschungssicher aufzeichnet was man macht.

Antwort
von Willibergi, 20

Errare humanum est.

Irren ist menschlich.

Jeder Mensch macht Fehler, und Richter sind auch nur Menschen, deshalb kann nicht immer alles gerecht entschieden werden.

Es wird nach vorliegenden Beweisen ein Urteil gefällt - und dieses ist eben so wie es ist.

Da auch immer bessere Anwälte den Schuldigen so gut verteidigen, dass der Richter ihnen glaubt, kann so etwas durchaus passieren.

Es sind aber - wie du schon geschrieben hast - eher Einzelfälle, in denen wirklich Unschuldige Menschen verurteilt werden.

LG Willibergi

Kommentar von Effigies ,

Errare humanum est.

Irren ist menschlich.

Dafür gibt es den Rechtsgrundsatz. In dubio pro reo (lat. „Im Zweifel für den Angeklagten“).

Der soll dafür sorgen, daß wenn irren unvermneidlich ist, man sich eher zu gunsten eines Schudigen irrt, als einen Unschuldigen zu verurteilen.

Allerdings muß man da natürlich irgewndwo auch mal ne Grenze ziehen sonst läßt man alle laufen. Und da bleibit immer noch eine winzige Chance, daß dann eben trotzdem mal einer so ein Pech hat, oder von einem anderen einfach reingelegt wird.

Antwort
von WeraMuchina, 46

Das liegt daran dass die Richter auch nur Menschen sind und je nachdem was ihnen eben zur Verfügung gestellt wird, diese danach handeln. Natürlich ist es unfair, aber wie sollte man es sonst anders machen?

Antwort
von A2016, 42

Es kann ja immer so Fehler geben. Kann man nix machen!

Antwort
von LordPhantom, 26

Naja, besser als in den Staaten mit Todesstrafe.

Kommentar von Effigies ,

Die kann man halt so schlecht wieder umkehren wenn man merkt daß man sich geirrt hat ..........

Antwort
von Fielkeinnameein, 13

Hey, 

das kann mehrere Gründe haben:

1. Interessenurteile

2. gefälschte Beweise

3. schlechte Anwälte 

4. Befangenheit ganz allgemein

5. menschliche Fehler

6. Fehlerhafte oder erzwungene Geständnisse den Angeklagten 

usw. usw. 

Die Liste könnte man sicher noch weiter führen.

Mfg

Antwort
von Jalkurito, 40

Das hat damit zu tun, dass die Beweislage nicht immer eindeutig ist.

Manchmal wird also dann leider falsch entschieden.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Wenn die Beweislage nicht eindeutig ist gilt in dubio pro reo.

Antwort
von Wohlfuehlerin, 36

danke für deine meinung.

an welchen konkreten fall denkst du denn jetzt genau?

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