Frage von MrUndercut, 54

Unschuld beweisen, wie?

Hallo liebe Leser,

unzwar wurde mir (M, 17) im Januar 2017 eine Vorladung in den Postkasten gelegt, ich sei bei einer Schlägerei an einen öffentlichen Ort dabei gewesen sein.

Nun denn, ich war an dem Tag nicht bei dieser Schlägerei, sondern bei meinen guten Freund (M, 17, deutsch) was sogar die Großeltern bestätigen können. An dem Tag des Vorfalls waren Weihnachtsfeiertage wo ich sowieso nichts unternehmen können da die Läden komplett geschlossen haben. Es könnte eine Verwechslung sein da die meisten da in meinem Alter waren (es waren echt viele, so ca 70-80 Leute)

So habe ich auch alles detailliert der Polizei erklärt. Heute morgen (nach über 6 Monaten) wurde mir eine Mitteilung gesendet, das ich am Donnerstag den 06.10. zur Jugendgerichtshilfe gehen kann. Was genau soll ich da sagen? Reicht es aus das es die Großeltern meines Freundes auch bestätigen können?

Achja und wie ich mitbekommen habe sind einige aus der sag ich mal "gegnerischen Seite" wegen Einbruch und Diebstahl hinter Gittern gesteckt worden, bringt es mir was!?

Vielen Dank fürs lesen.

MfG

Antwort
von Aragorn1110, 23

Keine Angst,

Wenn es deine Großeltern bestätigen können, hast du ein Alibi, außerdem ist es sehr umwahrscheinlich das es Falsche Beweise gibt, wenn du nicht da warst, dennoch kannst du vielleicht ein wenig forschen, vielleicht hast du ja Fotos oder os gemacht.

Im Zweifelsfall solltest du dir ggf. einen Anwalt besorgen, sollte es sich als Irrtum herausstellen, dann wirst du auch umfassend entschädigt...

Mich wundert nur, wie sie zu dir gekommen sind vielleicht hat ja jemand einen falschen Namen angegeben oder so, unwahrscheinlich, da es ja schließlich verm. geprüft worden sein sollte, aber sollte das der Fall sein wird das ja geprüft.

Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, und wünsche dir viel Glück, obwohl das vermutlich nicht nötig sein wird ;)

LG

Tobi

Kommentar von Aragorn1110 ,

PS: nicht du bist es, der seine Unschuld beweisen muss, sondern der Anklagende, der deine Schuld beweisen muss, was, wenn du nicht da warst wohl kaum möglich wäre also, sei beruhigt

Kommentar von MrUndercut ,

Vielen Dank das beruhigt mich sehr👍🏼

Kommentar von Aragorn1110 ,

Das freut mich :)

Antwort
von quopiam, 25

Sag einfach die Wahrheit - die hast Du hier ja auch geschildert. Wo ist das Problem? Wenn Du nicht dabei warst, brauchst Du keine Angst zu haben. Gruß, q.

Kommentar von MrUndercut ,

Das setzt mich halt sehr unter Druck, denn man liest im Internet das man bei der Polizei nichts Aussagen soll, da man sich dann selbst in die Zwickmühle bringt 

Kommentar von Aragorn1110 ,

ganz so schlimm ist das auch wieder nicht, aber es ist wichtig nichts FALSCHES zu sagen, denn das ist ja das schlimme, und auf gar keinen Fall Ironie oder so, sondern Sachlich und Seriös sprechen, dann wird alles gut ;)

Antwort
von Hannibally, 16

1) Die Staatsanwaltschaft muss DIR die SCHULD beweisen / nachweisen, nicht umgekehrt!

2) Anwalt nehmen und beraten lassen!

3) Ab jetzt gilt Schweigen! Vor der Polizei / Staatsanwaltschaft in Zukunft den Mund halten - Aussageverweigerungsrecht (darf Dir nicht negativ ausgelegt werden)!

4) Weitere Vorladungen vom Anwalt ablehnen lassen und wenn, dann NUR unter Begleitung Deines Anwaltes! Alle Post geht an den Anwalt!

5) Von der Polizei / Staatsanwaltschaft keine Angst einjagen lassen (alles Taktik)

6) Entschieden wird vor Gericht - bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein runter!

7) Übrigens: Wenn Du bisher noch nie etwas gemacht hast und die Gegner schon, wird das ein Vorteil sein - eindeutig!

Kommentar von Hannibally ,

...außerdem: Alles, was Du bei der Polizei äußerst, ist meistens nur nachteilig und kann GEGEN Dich verwendet werden (außer, Du bist Zeuge, nicht Beschuldigter). Mit der Polizei spricht man so wenig, wie möglich. Möglichst knapp. Es ist ein Irrglaube, dass man ja nur die Wahrheit zu sagen braucht, gemäß dem Motto, dann wird ja alles gut. Die Polizei ist dazu da, Beweise GEGEN den Beschuldigten zu sammeln (in diesem Falle DU). Und das kann sie, indem sie deine Aussage aufnimmt. 

Zeugen haben Aussagepflicht, Beschuldigte nicht (Eselsbrücke)! IMMER das weitere Vorgehen mit dem Anwalt besprechen.

Antwort
von MrUndercut, 22

*Ich korrigiere: Januar 2016* nicht '17

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